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Zeichnung, Druckgraphik, Grafikdesign

Lehrangebot Sommersemester 2022

Anmeldung zu den Seminaren ausschließlich per E-Mail an die Fachbereichsadresse der Graphik, nicht über die Lehrenden. (Bitte die Ausnahme zur Anmeldung bei den Seminaren von Marie von Heyl, Frank Georgy, Nana Seeber und Ilona Jablonski beachten.)
Die Anmeldung ist bis einschließlich Freitag, den 01.04.2022, möglich! 
Aufgrund der unbedingt benötigten Planungssicherheit hinsichtlich der Teilnehmendenzahlen können danach eintreffende Anmeldungen leider nicht berücksichtigt werden.

Keine Anmeldung über LSF!

Alle Lehrveranstaltungen werden so vorbereitet, dass sie in Präsenz oder digital abgehalten werden können. Sie werden aufgrund der sich ständig verändernden Lage erst kurz vor Seminarbeginn darüber informiert.

KOLLOQUIUM (Univ.-Prof. Bettina van Haaren)

Sandra Hellwig – Resorption, Farbstift auf Papier, 59,4 x 42 cm, 2021

Mittwoch, 10.00 – 14.00 Uhr
Erster Termin: 13.04.2022

Module: LABG 2009/2016 BA/MA: KA1 – KA21
In diesem Seminar werden Projekte vorgestellt und diskutiert. Zeitgenössische Positionen werden präsentiert und geben notwendige Impulse.
LN: Kontinuierliche künstlerische Arbeit
Modulabschluss: Präsentation

ZEICHNEN IM DORTMUNDER ZOO (Univ.-Prof. Bettina van Haaren)

Anne Evers – NOR-AE V=4, Farbstift auf Papier, (3 x) 42,0 cm x 59,4 cm, 2021 (Detail)

Freitag, 10.00 – 14.00 Uhr, 14-tägig

Termine:
29.04.22 (Einführung im Zoo mit Dr. Frank Brandstetter und erstes Zeichnen vor Ort)
6.5.22 Einführung in der Uni
13.5.22 Zoo
3.6.22 Zoo
24.6.22 Zoo
15.7.22 Endbesprechung in der Uni

Module: LABG 2009/2016 BA/MA: KA1 – KA21
Das Seminar wird überwiegend im Dortmunder Zoo stattfinden. Allerdings sollen Tiere nur eine Möglichkeit sein, sich zeichnerisch mit diesem Ort auseinanderzusetzen. Darüber hinaus bieten sich die pflanzlichen Anlagen, vielfältig umzäunten Gehege, Wegverläufe, organisch geformten Wasserbecken, Gebäudekomplexe als Untersuchungs-Objekte an. So ist es auch denkbar, ganz konzeptionell Aspekte zu umkreisen, wie etwa Futternäpfe, Klettergerüste oder Wasseroberflächen.
Dr. Frank Brandstätter führt in die Entwicklung des Dortmunder Zoos ein. Den TeilnehmerInnen wird während des gesamten Semesters freier Eintritt gewährt. Wir übernehmen als Gruppe gegen eine Spende Patenschaften.
LN: Kontinuierliche künstlerische Ar­beit
Modulabschluss: Präsentation

DRUCKEN (Univ.-Prof. Bettina van Haaren und Jette Flügge)

Annalena Wawrzinek – O.T., Linolschnitt, 60 x 42 cm, 2022

Donnerstag, 10 – 14 Uhr, 14-tägig
Termine:
14.4.22 Präsentation
28.4., 12.5., 19.5., 16.6., 30.6.
7.7. Endbesprechung

Module: LABG 2009/2016 BA/MA: KA1 – KA21
In diesem Seminar werden verschiedene Arten des Hochdrucks (Holz-, Linol-, Styroporschnitt, Materialdruck) praktiziert und Erfahrungen im manuellen Bilddruck erworben und erweitert. Hinzu kommen Zwischentechniken wie die Monotypie oder die Kombination von Hoch- und Tiefdruck. Dabei dient die Auseinandersetzung mit der Druckgraphik dazu, nicht Zeichnungen, Malerei oder Fotografien zu reproduzieren, sondern zu Bildfindungen zu gelangen, die aus den Bedingungen des Materials und des Druckprozesses heraus originär entwickelt werden. Es wird die Arbeitsweise gewählt, die dem individuellen künstlerischen Denken entspricht. Besonders vertieft wird die Arbeit im Mehrfarbdruck.
LN: Kontinuierliche künstlerische Arbeit
Modulabschluss: Präsentation

NACH STRICH UND FADEN (Patrick Borchers)

Slawomir Elsner – My Country (2), colour pencils on paper, 100 x 260 cm

Dienstag, 10.00 – 13.00 Uhr, wöchentlich + Blockveranstaltungen in der vorlesungsfreien Zeit
Erster Termin: 12.04.2022
Module: LABG 2009/2016 BA/MA: KA1 – KA21
(Die Anwesenheit am ersten Termin ist dringend erforderlich.)

Das Kolloquium bietet Raum, entstehende Projekte vorzustellen, den jeweiligen Status Quo gemeinsam zu diskutieren und zu reflektieren, um so die eigene künstlerische Entwicklung voranzutreiben. Das Kennenlernen entsprechender zeitgenössischer künstlerischer Positionen im Seminar dient hierbei sowohl als Impulsgeber, als auch der argumentativen Verort-ung der eigenen Arbeit im aktuellen Diskurs zur Zeichnung.
LN: Kontinuierliche künstlerische Arbeit
Modulabschluss: Präsentation

REINGEZEICHNET (Patrick Borchers)

Daniele Buetti – LIKE TEARS FROM THE SKY, 73 x 57 cm, Print Edition, 2003–2005

Mittwoch, 16.00 – 18.00 Uhr, wöchentlich
Erster Termin: 13.04.2022
Module: LABG 2009/2016 BA/MA: KA1 – KA21
(Die Anwesenheit am ersten Termin ist dringend erforderlich.)

Grundlage des zeichnerischen Handelns im Seminar sollen Fotos zu einem freigewählten Inhalt sein. Unter Verwendung verschiedener Medien und Techniken, wie etwa der direkte zeichnerische Eingriff mit dem Stift, der Einsatz des Zeichentabletts bei der Arbeit mit dem Computer, oder dem digitalen Reinzeichnen per iPad sollen präzise graphische Eingriffe in den Fotografien vorgenommen werden, um so neue Handlungs- und Wahrnehmungsebenen entstehen zu lassen. Ziel der Veranstaltung ist die persönlich motivierte Auseinandersetzung mit dem Thema, die Entwicklung einer eigenen Projektidee sowie deren Realisierung.
LN: Kontinuierliche künstlerische Arbeit
Modulabschluss: Präsentation

HOCHDRUCKGEBIETE (Jette Flügge)

Leonora Kluge – Rajumas Sohn I, Linolschnitt/Rollendruck auf Papier, 42 x 29,7 cm, 2020

Montag, 14.00 – 16.00 Uhr, wöchentlich
Erster Termin: 11.04.2022
Module: LABG 2009/2016 BA/MA: KA1 – KA21
(Die Anwesenheit am ersten Termin ist dringend erforderlich.)

Im Zentrum des Seminars steht die technische und künstlerische Umsetzung von Hochdruckgraphiken. In gemeinsamen Besprechungen ergründen wir die technischen Möglichkeiten in Verbindung mit inhaltlichen Fragestellungen. Der Hochdruck ermöglicht die Annäherung an ein Motiv mittels der Aufschlüsselung in Farbe und Keine-Farbe. Lineaturen entstehen durch Wegschneiden im Weißlinienschnitt oder durch Stehenlassen im Schwarzlinienschnitt. Flächen werden beim Handabrieb monochrom oder erscheinen belebt. Bildideen können als fertig entwickeltes Motiv in Linoleum oder Holz geschnitten werden. Oder sie entstehen nach dem Schneiden von einzelnen Stempeln durch die Kombination im Druckvorgang.
LN: Kontinuierliche künstlerische Arbeit
Modulabschluss: Präsentation

 

TIEFDRUCKGEBIETE (Jette Flügge)

Annalena Schneider – bleu-vert IX, Chine-collé, 70 x 50 cm, 2021

Blockseminar (voraussichtlich August)
Erster Termin: Termin in der vorlesungsfreien Zeit wird noch ermittelt.
(Anmeldung bitte erst bei Veröffentlichung der Termine! Die Anwesenheit am ersten Termin ist dringend erforderlich.)

In diesem Seminar wird in die verschiedenen Techniken der Radierung eingeführt. Die Ätzradierung ist eine vielfältige Tiefdrucktechnik, die feine Linien ebenso wie eine malerisch-flächige Gestaltung ermöglicht. Die Linienätzung zeichnet sich durch einen individuellen und flüssigen Zeichenstil mit scharfen Linien aus. Kaltnadelradierung, Flächenätzung und Weichgrundradierung ermöglichen eine Erweiterung des Bildausdrucks um Grauwerte mittels weicher Lineaturen und Farbflächen. Im Tiefdruckverfahren kann die Wirkung des Bildes während des Druckens weiter beeinflusst und grundsätzlich verändert werden. Die Diskussion über die jeweiligen Arbeiten und das gemeinsame Entwickeln von technischen Lösungen gibt einen breiten Einblick in die Möglichkeiten der Technik.
LN: Kontinuierliche künstlerische Arbeit
Modulabschluss:Präsentation

...GRAPHIE (Jette Flügge)

Matthias Plenkmann – Elektroarchitektur, Alugraphie, 59,5 x 42 cm, 2019 (Ausschnitt)

Blockseminar (voraussichtlich August)
Erster Termin: Termin in der vorlesungsfreien Zeit wird noch ermittelt.
Module: LABG 2009/2016 BA/MA: KA1 – KA21
(Anmeldung bitte erst bei Veröffentlichung der Termine! Die Anwesenheit am ersten Termin ist dringend er­for­der­lich.)

Die der Lithographie verwandten Drucktechniken Alu-/Zinkographie und Papyrographie erm glichen eine direkte Umsetzung von Zeichnungen und Fotos.
In Alugraphie und Zinkographie wird das Bild auf der aufgerauten Oberfläche der jeweiligen Metallplatte angelegt. Das Auftragen der ölhaltigen Mal- und Zeichenmittel kommt dem Zeichnen und Malen auf Papier sehr nahe. Die Zeichnung wird dann chemisch behandelt, um das Fett in der Platte zu verankern und die offenen Stellen hydrophil zu machen. Beim Einwalzen der mit Wasser feucht gehaltenen Platte mit ölhaltiger Druckfarbe haftet diese nur an den gezeichneten Stellen. In der Radierpresse kann diese nun gedruckt werden. Auch die Druckergebnisse kommen der Zeichnung mit Tusche oder Bleistift auf Papier sehr nahe.
Bei der Papyrographie wird ein Laserausdruck druckbar gemacht. Sie ermöglicht die Umsetzung von bereits vorhandenen Zeichnungen, aber auch Fotovorlagen als monochromen Druck. Der papierne Druckstock ermöglicht einen collageartigen Umgang. Die Druckauflage ist durch das empfindliche Material begrenzt.
Die Diskussion über die jeweiligen Arbeiten und das gemeinsame Entwickeln von technischen Lösungen gibt einen breiten Einblick in die Möglichkeiten der Technik.
LN: Kontinuierliche künstlerische Arbeit
Modulabschluss: Präsentation

GRUNDLAGEN DER BUCHGESTALTUNG – Typografie- und Layoutgrundlagen (Frank Georgy)

© Frank Georgy, 2011

Montag, jeweils von 10 – 13 Uhr und von 14 – 17 Uhr
Termine: Mo., 25. April 2022
Mo., 2. Mai 2022
Mo., 9. Mai 2022
Mo., 23. Mai 2022
Mo., 13. Juni 2022
Module: LABG 2009/2016 BA/MA: KA1 – KA21

Auf dem Weg zum fertigen Buch warten viele gestalterische und technische Herausforderungen, die es zu meistern gilt: Wie lege ich ein stimmiges Layoutraster an? Welche Schrift transportiert den Inhalt am besten und welche Faktoren fördern die Lesbarkeit eines Textes? Neben den gestalterischen Fragen sind zahlreiche drucktechnische Vorgaben zu beachten.
In diesem Seminar werden die Grundfunktionen des Layoutprogrammes Affinity Publisher (oder InDesign) und wichtige typografische Grundlagen, die zur Erstellung eines Buchlayouts erforderlich sind, vermittelt. Ziel ist das eigenständige Erstellen einer Visitenkarte, einer Einladung und eines Ausstellungskataloges. Eigenes künstlerisches Bildmaterial (Fotografie, Malerei, Zeichnung, Druckgrafik, Plastik) kann genutzt werden.
Das Seminar findet ONLINE statt! Für die Kommunikation werden wir ZOOM nutzen. Weitere Infos und konkrete Einwahlinfos  folgen kurz vor Kursbeginn.
Anmeldung zum Seminar bitte ausschließlich per eMail: frank.georgy@tu-dortmund.de
Falls die Anmeldungen die zur Verfügung stehenden Arbeitsplätze (20) übersteigen, werden Personen höherer Semester, bzw. solche, die die Seminarkenntnisse für bevorstehende Modulabschlüsse benötigen, bevorzugt.
LN: Kontinuierliche künstlerische Ar­beit
Modulabschluss: Präsentation

Sprechstunde (Buchgestaltung)
Auch außerhalb des Seminars können Sie sich bei Fragen zu eigenen Buchprojekten per eMail an mich wenden. Dabei ist es egal, ob Sie das Buchgestaltungsseminar besucht haben oder nicht. Schreiben Sie mir einfach eine eMail (frank.georgytu-dortmundde) – alles weiter koordinieren wir im nächsten Schritt.

Frank Georgy, geboren 1969 in Schwerte. 1993-2001 Studium „Visuelle Kommunikation“ an der FH Niederrhein in Krefeld. Arbeitet seit 2001 als Buchgestalter, Grafikdesigner und Illustrator in Köln. 

OBSESSION (Marie von Heyl)

Sophie Calle – Suite Venitienne (1980)

Donnerstag, 16.00 – 18.00 Uhr, wöchentlich
Erster Termin: Do., 14.04.2022 (Präsenz)

Weitere Termine während des Semesters werden online (ZOOM) abgehalten. Die Abschlussitzung am Ende der vorlesungsfreien Zeit erfolgt in Präsenz.
Module: LABG 2009/2016 BA/MA: KA1 – KA21
Obsession ist ursprünglich ein Begriff aus der Psychologie, der aber auch in der Alltagssprache verwendet wird für Zustände, in denen man so von einem Gefühl oder einer Idee eingenommen ist, dass man diesem durch wiederkehrende, ins Zwanghafte kippende Handlungen nachgeht. Wie die Kunstgeschichte zeigt, muss im künstlerischen Arbeiten diese Art der Fixierung auf einen Gegenstand nicht rein pathologisch bleiben, sondern kann
produktiv werden. Die ans Obsessive grenzende Wiederholung spielt scheinbar in der Kunst eine große Rolle, doch wo verläuft die Grenze zwischen produktivem Ritual und lähmendem Zwang?
Im Seminar gehen wir dem Begriff als Beziehungsmodus nach und fragen, inwieweit Obsession auch als Methode künstlerischen Arbeitens verstanden werden kann. Wir lesen deutsche und englische Texte, die Obsession entweder zum Thema haben oder selbst aus einer obsessiven Fixierung entstanden sind. Anhand von Beispielen aus der Kunstgeschichte und zeitgenössischen Kunst sprechen wir über Obsession im Verhältnis zu Produktion. Vor allem aber sind die Studierenden aufgefordert, eigene Arbeiten zu produzieren, in denen die Fixierung auf Inhalte und/oder die gezielte Ritualisierung von Arbeitsschritten methodisch erprobt wird.
Anmeldung zum Seminar bitte ausschließlich per eMail: mailmarievonheylde
LN: Kontinuierliche künstlerische Ar­beit
Modulabschluss: Präsentation


Marie von Heyl ist freischaffende Künstlerin und Theoretikerin. Sie studierte Kunst und Philosophie in Stuttgart, Berlin und London. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit Subjekt-Objekt-Relationen und den produktiven Unzulänglichkeiten von Sprache. Seit Anfang 2020 publiziert sie den Podcast Eclectic Engineering mit Gesprächen zu Kunst, Philosophie, Feministischer Theorie und Psychoanalyse (marievonheyl.de)

AKT- UND KOPFZEICHNEN I & II (Wolfgang Folmer)

Wolfgang Folmer – O.T., Bleistift, 60 x 40 cm, Stuttgart, 1986 (Detail)

Blockseminar
Termine:
Akt- und Kopfzeichnen I: 1./2./3. April 2022 (Aktzeichnen) & 8./9. Juli 2022 (Kopfzeichnen)
Akt- und Kopfzeichnen II: 8./9./10. April 2022 (Aktzeichnen) & 10./11. Juli 2022 (Kopfzeichnen)
je 10.00 – 16.00 Uhr
Module: LABG 2009/2016 BA/MA: KA1 – KA21

Proportionen erkennen, innere Strukturen aufspüren, formale Zusammenhänge klären, wesentliche Flächengliederungen vornehmen, Zeichen finden, Licht und Schatten setzen, Gespräche, Diskussionen – Grundlagen der bildnerischen Gestaltung lassen sich über das Studium der menschlichen Gestalt erkennen und vermitteln. Die Sinne für die Wirklichkeit öffnen, die Erscheinungen ergründen und deuten, darin liegt die Bedeutung des Akt- und Kopfzeichnens. Das Zeichnen ist also Mittel zum Zweck, Anlass und Hilfsmittel, sowohl den inneren als auch den äußeren Prozess der Wahrnehmung anzuregen. Schrittweise ergeben sich aus diesem Bemühen heraus persönliche Sichtweisen und Möglichkeiten der künstlerischen Umsetzung. Ziel ist das selbstständige, systematische Erarbeiten eigener Themenstellungen.

Aktzeichnen
In diesem Seminar werden Grundlagen und unterschiedliche Herangehensweisen beim Aktzeichnen vermittelt. Wir arbeiten nach einem Modell.

Kopfzeichnen
In diesem Seminar werden Grundlagen und verschiedene Herangehensweisen beim Kopfzeichnen vermittelt. Wir arbeiten nach einem Modell.
LN: Kontinuierliche künstlerische Ar­beit
Modulabschluss: Präsentation


Wolfgang Folmer: 1960 in Merzig/Saar geboren. Studium an der ABK Stuttgart. Freischaffender multimedialer Künstler, mit Schwerpunkt in der Graphik. Zahlreiche Preise, Artist-in-Residencies im In- und Ausland. Langjährige Lehrtätigkeit an Hochschulen und Akademien. Aktuell beschäftigt er sich mit dem Holzschnitt und der Panoramafotografie von Industrieanlagen und Stadtlandschaften.
www.wolfgangfolmer.de

INTAGLIOTYPIE - FOTOGRAFIE ZU DRUCKGRAPHIK (Nana Seeber)

Nana Seeber – O.T. © Nana Seeber
Nana Seeber – O.T., Intagliotypie auf Papier, 22 x 30 cm, 2022

Dienstag, 14.00 – 18.00 Uhr, 14-tägig
Erster Termin: 14.04.2022
Teilnahmevoraussetzungen: Erfahrungen im Tiefdruck, Anwesenheit am ersten Termin
Module: LABG 2009/2016 BA/MA: KA1 – KA21
Das Seminar widmet sich der technischen und künstlerischen Auseinandersetzung mit der Intagliotypie, einem speziellen gesundheits-und umweltfreundlichen Tiefdruckverfahren.
Diese Technik ermöglicht die Übertragung von Fotografien oder Zeichnungen auf eine Radierplatte. Hierzu werden die fotografierten oder gezeichneten Motive auf eine transparente Folie umgesetzt und mittels UV-Licht auf eine, mit einem Fotopolymerfilm beschichtete, Platte belichtet. Nach einem Entwicklungsprozess entstehen Vertiefungen in der Polymerschicht, welche die Farbe für den Druck halten. Es lassen sich somit fotografische und (druck-) graphische Vorgänge verbinden. Die vielfältigen Möglichkeiten dieses Verfahrens, wie zum Beispiel der Einsatz von Fotogrammen, ein collageartiges Vorgehen oder die Weiterverarbeitung der Platte, werden in einem experimentellen Umgang erkundet. Kenntnisse im Tiefdruck werden vorausgesetzt.
LN: Kontinuierliche künst­le­ri­sche Ar­beit
Modulabschluss: Präsentation

Nana Seeber; 1995 in Bafut (Kamerun) geboren; seit 2016 Studium der Kunst an der Technischen Universit t Dortmund mit Schwerpunkt Graphik bei Prof. Bettina van Haaren, Jette Flügge und Patrick Borchers; lebt und arbeitet in Gladbeck und Dortmund.
2021 Stipendium Aldegrever-Gesellschaft, Letter Presse und Kunstpreis für Graphik der Technischen Universit t Dortmund; Ausstellungen (etwa: Kunstraum EN, Dortmunder U, Museum der Stadt Lünen, Gustav-Lübcke-Museum Hamm, Goethe Institut Addis Abeba); www.nana-seeber.com

GEDANKENSCHNIPSEL (Manuel Sobottka)

Manuel Sobottka – Milchglashirn, Mischtechnik auf Papier, 59,4 x 42 cm, 2020

Montag, 10.00 – 14.00 Uhr, 14-tägig
Erster Termin: 11.04.2022
Module: LABG 2009/2016 BA/MA: KA1 – KA21
(Die Anwesenheit am ersten Termin ist dringend er­for­der­lich.)

Zentral ist das Collagieren oder collageartige Vorgehen, denn manchmal ist es die Spannung zwischen der taktischen Sammelwut oder dem Zufallsfund, welche der Auslöser für bildnerische Prozesse sein kann. Die Handhabe von vielfältigen Papierstücken kann unerwartete Bildwelten entstehen lassen. Erzählungen werden angedeutet, verworfen oder verfälscht. Es besteht immer die Möglichkeit, skurrile Annahmen zu formen und nach ihrer Haltbarkeit zu überprüfen. Der Diebstahl fremder Gedanken soll das eigene Schaffen bereichern und die Lust am Spiel wecken. Dieses Seminar soll dazu dienen, das Zusammenführen von unterschiedlichsten Materialen oder Inhalten zu erproben. Gemeinsam werden die Möglichkeiten der Collage ausgereizt und Bildfindungen diskutiert. Ein besonderes Augenmerk wird die Suche nach einer kompositorischen Stabilität sein.
LN: Kontinuierliche künst­le­ri­sche Ar­beit
Modulabschluss: Präsentation

Manuel Sobottka; 1996 in Gladbeck geboren; seit 2015 Studium der Kunst an der Technischen Universität Dortmund; künstlerische Schwerpunkte im Bereich der Graphik und Malerei, insbesondere der Collage; 2019 Artist in Residence, Graniti; lebt und arbeitet in Dortmund.

ANNE BUDE II – ZEICHNEN VOR ORT (Ilona Jablonski)

Ilona Jablonski – Dortmund Nordstadt, 2021

Blockseminar
Termin wird noch bekannt gegeben (zweite Augusthälfte und Vorbesprechung), Mo–Fr, je 10.00 – 16.00 Uhr
Module: LABG 2009/2016 BA/MA: KA1 – KA21
(Die Anwesenheit am ersten Termin ist dringend er­for­der­lich.)

Eine Vormerkung für Interessierte erfolgt ausschließlich per e-mail an ilona.jablonskitudortmundde
Anknüpfend an das Blockseminar aus dem letzten Sommer widmen wir uns in diesem Semester einem sehr typischen „Stadtmöbel“ für das Ruhrgebiet: dem Kiosk. Die Trinkhalle oder die Bude ist informelle Kleinarchitektur, Begegnungsort an Plätzen und Transitorten, ein Alltagsort. Sie ist Anlaufstelle und Treffpunkt, versorgt gleichermaßen Arbeitswütige und Menschen ohne Obdach oder n chtliche Passanten mit Notwendigem, funktioniert unabhängig von Alter, Herkunft oder sozialem Status. Der Kiosk ist uneindeutig und offen, einfach und zugleich vielf ltig. Er ist alltäglicher Konsumort und gleichzeitig unkommerzieller, funktionalistischer Raum. Die Bude ist beiläufig, unscheinbar und unauffordernd. Diese Komplexität eines Ortes wollen wir künstlerisch erforschen. Ausgangspunkt werden die zahlreichen Kioske in der Dortmunder Nordstadt sein, die wir zu Beginn in einem kleinen Stadtspaziergang erkunden werden. Danach geht es in die eigene künstlerische Arbeitsphase. Am Ende eines jeden Tages wollen wir uns für Zwischenbesprechungen zusammenfinden und so das Erlebte ausklingen lassen.
Termine (werden noch bekannt gegeben): 1 Vorbereitungstermin während des Semesters (Online oder in Präsenz, je nach aktueller Lage) + Mo-Fr, je 10.00 - 16.00 Uhr (Blocktermin in der zweiten Augusthälfte 2022)
LN: Kontinuierliche künst­le­ri­sche Ar­beit
Modulabschluss: Präsentation

Ilona Jablonski; 1987 in Mragowo in Polen geboren; seit 2018 Studium der Kunst an der TU Dortmund; 2013 – 2016 Master-Studium Exhibition Design an der HS Düsseldorf PBSA; 2013 – 2016 Bachelor-Studium Kommunikationsdesign an der HS Düsseldorf PBSA; künstlerische Schwerpunkte in dokumentarischer Fotografie, Plakatgestaltung und Graphik; Ausstellungen; zahlreiche Gestaltungen von Katalogen; lebt und arbeitet in Bochum und Dortmund

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Universität Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.

Die Einrichtungen der Technischen Universität Dortmund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hochschule im angrenzenden Technologiepark. Genauere Informationen können Sie den Lageplänen entnehmen.