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Kunstdidaktik & Kunstvermittlung

Lehrangebot

PD Dr. Andreas Zeising

Kunst als Erfahrung - Per­for­mance und Tanztheater mit Kindern und Jugend­lichen

Seminarnummer: 160200
[KD4.2]
Donnerstag, 12:00 - 14:00 Uhr 

16.04.2020
23.04.2020
07.05.2020
02.07.2020

In sei­nem 1934 erschienenen Buch »Art as Experience« fokussiert der amerikanische Philosoph und Pädagoge John Dewey (1859–1952) auf den für seine Arbeit zentralen Begriff der Erfahrung aus der Perspektive von Kunst und Ästhetik. Die Lektüre bildet die theoretische Grundlage unseres gemeinsamen fachübergreifenden Nachdenkens über die Bedeutung von »Theatralität« (Nikolai Evreinov) und »Per­for­mance«. Reflexionen zur Entwicklung dieser Kunstformen im ihrem sozialen Kontext und die Frage möglicher Zugänge für Kinder und Jugendliche, verstanden als kulturelle und gesellschaftliche Teilhabe, werden im Sinne von Deweys Erfahrungsbegriff experimentell erkundet. Das in­ter­na­tio­nal bedeutendste Festival für Theater und Per­for­mance, das »Theater der Welt«, das 2020 in Düsseldorf zum ersten Mal auch ein Pro­gramm für Kinder und Jugendliche aufnimmt, ist das Ziel unserer Exkursion und zugleich Anschauungsobjekt für das wachsende In­te­res­se­ von Kunstschaffenden, mit Kindern und Jugend­lichen als Akteuren zu arbeiten. Welche didaktischen Anschlüsse und Spiel-Räume sich daraus auch in schulischen Kontexten ergeben, stellen wir zur Diskussion. Beispielhaft werden wir die Kunstform Tanztheater aus historischer, theoretischer und (sozial- und kunst)pädagogischer Sicht befragen.

Das Seminar wird in Kooperation der beiden Lehrenden mit Studierenden der Fächer Kunst und Sozialpädagogik gemeinsam abgehalten.

Voraussetzung zur Teilnahme ist die Anwesenheit in der ersten Sitzung. Bei Nichterscheinen wird der Seminarplatz an andere Interessierte vergeben. Die Teilnahme an der Exkursion sowie die Bereitschaft zur Zu­sam­men­arbeit in interdisziplinären Teams und einer Projektpräsentation wird vorausgesetzt.

Literatur:

John Dewey: Art as Experience (1934), dt. Kunst als Erfahrung, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1980

 

Political Correctness im zeitgenössischen Kunstbetrieb

Seminarnummer: 160202
[KD 2.2; KD 3.2]
Montag, 16:00 - 18:00 Uhr 

Ob die sich in letzter Zeit häufenden Kontroversen um die Frage, was Kunst (noch) darf und wie sie sich im Hinblick auf die Rechte von Minderheiten positionieren muss, mit dem Label Political Correctness treffend bezeichnet sind, sei dahin gestellt. Womöglich transportiert der Ausdruck eine Form von Polemik, die selbst zum Gegenstand der Kritik im Zeichen von politischer Korrektheit werden könnte. So oder so ist nicht zu übersehen, dass nicht mehr nur im kulturellen Klima der USA Themen wie Sexismus, Gender und Rassismus verstärkt an Kunst und Kunstvermittlung herangetragen werden. Zu denken geben die Debatten dort, wo den Worten Taten folgen. Genannt seien exemplarisch die zeremonielle Vernichtung der Skulptur »Scaffold« des Künstlers Sam Durant oder die Abhängung von John William Waterhouse‘ Gemälde »Hylas and the Nymphs« durch die Manchester Art Gallery. Auch die forcierte Debatte um den Umgang mit »Raubkunst« aus den ehemaligen Kolonien ist hier zu nennen. Das Seminar will solche Vorgänge ausdrücklich nicht werten, sondern versteht sich als Plattform, um aktuelle Zeitfragen gemeinsam zu diskutieren. Die Studierenden sind eingeladen, Beispiele einzubringen und die Diskussion zu moderieren, was für den Erwerb von Kreditpunkten obligatorisch ist.

Literatur:

Hanno Rauterberg: Wie frei ist die Kunst? Der neue Kulturkampf und die Krise des Liberalismus, Frankfurt am Main: Suhrkamp 2018

 

Übungen zur Bildkompetenz

Seminarnummer: 160203
[KD 2.3]
Montag, 10:00 - 12:00 Uhr 

Bildkompetenz zählt zu den zentralen methodischen Ansätzen und Methoden des aktuellen kunstdidaktischen Diskurses. Gemeint ist indessen nicht nur das rezeptive Verstehen von Bildern und die Orientierung in der »Bilderflut« der Medienwelt, sondern ebenso der produktiv-gestalterische Umgang damit, so dass zuweilen auch von Bild- und Darstellungskompetenz die Rede ist. Das Seminar vermittelt Arbeitsansätze und didaktische Zugänge zu dem Problemfeld, die von den Studierenden in selbstständiger Form erprobt und vorgestellt werden.

Literatur:

Kunibert Bering u. Rolf Niehoff: Bildkompetenz. Eine kunstdidaktische Perspektive, Oberhausen: Athena 2013

Martin Lippok

Vorbereitungsseminar zum Praxissemester

Seminarnummer: 160204
[TPM1, TP2_1, KD2 alle Mod., KDG, KD4_2]
Donnerstag 14 - 16 Uhr (wöchentlich); 
Raum EF50; 5.246

In der Veranstaltung werden neben Methoden zur Vermittlung von Kunstgeschichte und ästhetisch-künstlerischer Praxis im Kunstunterricht, Fragestellungen und Beobachtungsaspekte zur Erfahrbarkeit der Unterrichtswirklichkeit im Beruf von Kunstlehrern*innen thematisiert,  an konkreten Beispielen erörtert und vorbereitet.

 

Begleitseminar zum Praxissemester 

Seminarnummer: 160205
[TPM2]
Samstag 9 - 15 Uhr (Block);
Raum EF50; 5.246 

25.04.2020  
06.06.2020
04.07.2020  

Die Veranstaltung gibt Raum für einen Erfah­rungs­aus­tausch während der Praxisphase und bietet methodische, individuelle und persönliche Hilfe­stellungen im Umgang mit den Heraus­forde­rungen in Vermittlungs- und Alltagssituationen des komplexen Lehrerberufs.

Bitte beachten Sie auch die Angebote des Fachbereichs Kunstgeschichte.

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere Informationen können Sie den Lageplänen entnehmen.