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Prüfungsthemen Modulabschluss

Arbeitsbereich Kunstgeschichte und Bildwissenschaft

 

Modulabschlussprüfung Modul KW / KG

 

In der münd­lichen Prüfung Kunstgeschichte/Bildwissenschaft zeigen die Stu­die­ren­den, dass sie:

• historische und zeitgenössische Kunstwerke angemessen beschreiben können,

• Kriterien zur Analyse von visuellen Phänomenen und Kunstwerken entwickelt haben,

• eine angemessene Versprachlichung in Bezug auf visuelle ästhetische Phänomene und Kunstwerke erkennen lassen,

• über einen Reflexionshorizont für eigenes Vorwissen und Wahr­neh­mung sowie das eigene Herangehen verfügen,

• theoretische Grundlagen und Positionen der Bildwissenschaft und Medientheorie aufzeigen können,

• eine kritische Lektüre fachwissenschaftlicher Texte eingeübt haben.

 

KW1/ KW1a/ KG1/ KG2 (30 Minuten)

 

 

Grundlagentext: Kunstgeschichte im Lehramtsstudium Kunst

• Barbara Welzel: Kunstgeschichte. Ein (kritisches) Plädoyer für ein Grundlagenfach. In: Klaus-Peter Busse (Hg.): Kunstdidaktisches Handeln. Dort­mund 2003, S. 157-166.

 

Die Kernkompetenzen werden an einem Überblicksthema und einem Spezialthema geprüft.

 

Überblicksthema (15 Minuten)

Bitte wählen Sie aus den drei Überblicksthemen Porträt, Landschaft und Stillleben eines aus. Ziel ist es, die Gattung Porträt, Stillleben oder Landschaftsmalerei vorstellen und wichtige Einzelwerke charakterisieren zu können. Anhand aussagekräftiger Einzelwerke soll das Charakteristikum der Gattung und der jeweiligen Ausprägung im Laufe der Jahrhunderte dargestellt werden.

 

Literatur

Für Porträt:

  • Andreas Beyer: Das Porträt in der Malerei. München 2002.
  • Frank Zöllner: Leonardo da Vinci, Mona Lisa. Das Porträt der Lisa del Giocondo – Legende und Geschichte. Frankfurt a.M. 1994.

 

 

Quellentexte

  • Karin Hellwig/ Rudolf Preimesberger: Geschichte der klassischen Bildgattungen in Quellentexten und Kommentaren: eine Buchreihe. Porträt. Darmstadt 2003.

 

Für Stillleben:

  • Sybille Ebert-Schifferer: Die Geschichte des Stillebens. München 1998.
  • Barbara Welzel: Kunstvolle Inszenierung von Natürlichkeit. Anmerkungen zu den Blumenstilleben von Jan Breughel d. Ä. In: Künste und Natur in Diskursen der Frühen Neuzeit. Hg. von Hartmut Laufhütte (Wolfenbütteler Arbeiten zur Barockforschung 35). Wiesbaden 2000, S. 549-560.

 

Quellentexte

  • Eberhard König: Geschichte der klassischen Bildgattungen in Quellentexten und Kommentaren: eine Buchreihe. Stilleben. Darmstadt 2003.

 

Für Landschaft:

  • Nils Büttner: Geschichte der Landschaftsmalerei. München 2006.
  • Beat Wyss: Pieter Bruegel, Landschaft mit Ikarussturz. Ein Vexierbild des pessimistischen Humanismus. Frankfurt a.M. 1980.

 

Quellentexte

  • Werner Busch: Geschichte der klassischen Bildgattungen in Quellentexten und Kommentaren: eine Buchreihe. Landschaftsmalerei. Darmstadt 2003.

 

Spezialthema (15 Minuten)

Ziel ist es anhand eines der untenstehende Themen (K 20, Richterfenster oder Goldene Madonna) eine vertiefte Kenntnis eines Einzelwerks zu erlangen. Erwartet wird, dass diese Werke zur Vorbereitung im Original aufgesucht werden.

 

K 20

Die Kunstsammlung NRW in Düsseldorf ist eine der bedeutendsten Sammlungen von Kunst des 20. Jahrhunderts in Deutsch­land. Während eines Stu­di­ums in Dort­mund sollte diese Sammlung regelmäßig besucht und studiert werden. Hier lässt sich ein Kernbestand wichtiger Werke kennenlernen, die später auch im Kunstunterricht bearbeitet werden können. Vertiefte Kenntnis ist hier für das Gemälde „Number 32“ von Jackson Pollock zu erlangen. Hinzu kommen drei selbst ausgesuchte und ebenso vorbereitete Werke der ständigen Sammlung und die Geschichte des Düsseldorfer Museums, beginnend mit dem Ankauf der ersten Werke von Paul Klee.

 

  • Maria Müller (Rd.): Einblicke: Das 20. Jahrhundert in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf. Ostfildern-Ruit 2000.
  • Annette Kruszynski: 100 x Paul Klee: Geschichte der Bilder. Berlin 2012.

 

Exemplarische Einzelmonographie:

Regine Prange: Jackson Pollock, Number 32, 1950. Die Malerei als Gegenwart. Frankfurt a.M. 1996.

 

 

Goldene Madonna

Die Goldene Madonna in Essen gehört nicht nur zu den bedeutendsten des Mittelalters in NRW, vielmehr ist sie ein herausragendes Werk der europäischen Bildgeschichte überhaupt.

 

  • Frank Fehrenbach: Die goldene Madonna im Essener Münster. Der Körper der Königin. Ostfildern 1996.
  • Birgitta Falk (Hg.): Der Essener Domschatz. Essen 2009
  • Barbara Welzel: Die „Goldene Madonna“ als Erinnerungsort Europas, in: Birgitta Falk/Thomas Schilp/Michael Schlagheck (Hrsg.): ... wie das Gold den Augen leuchtet. Schätze aus dem Essener Frauenstift. (Essener Forschungen zum Frauenstift 5) Essen 2007, S. 81-94.

 

 

Gerhard Richters Fenster im Kölner Dom

Im August 2007 wurde das von Gerhard Richter gestaltete Südquerhausfenster des Kölner Doms eingeweiht. An diesem Werk lassen sich exemplarisch aktuelle und zentrale Fragen der Kunstgeschichte sowie des Umgangs mit kulturellem Erbe besprechen.

 

  • Barbara Schock-Werner: Das Südquerhausfenster des Kölner Domes – Zur Genese eines Entwurfs. In: Kölner Domblatt 72, 2007, S. 349-378. (als Kopiervorlage im Prüfungsapparat)
  • Gerhard Richter – Zufall. Das Kölner Domfenster und 4900 Farben. Hg. von Museum Ludwig und Metropolitankapitel der Hohen Domkirche Köln. Köln 2007.

 

 

 

KW1b (60 Minuten, aufgeteilt in drei Prüfungsteile von je 20 Minuten)

 

Zur Wahl stehen je eines der in der ersten Modulprüfung (KW 1/KG 1) noch nicht geprüften Überblicks- und Spezialthemen (jeweils 15 Minuten), sowie die Auseinandersetzung mit einer der folgenden drei Publikationen:

 

 

Neil MacGregor: Eine Geschichte der Welt in 100 Objekten. München 2015. 

Bitte verschaffen Sie sich einen Eindruck von der Zielsetzung und dem methodischen Zugriff der Publikation und Wählen Sie aus den hundert Objekten drei Objekte aus

 

Michael Baxandall: Die Wirklichkeit der Bilder. Malerei und Erfahrung im Italien der Renaissance. Frankfurt/Main 1984 [Berlin 2013].

 

Susan Sontag: Das Leiden anderer betrachten. Frankfurt 2017.

 

 

 

 

KW4 (45 Minuten)

 

Zur Diskussion stehen jeweils die Überblicksthemen, die in den früheren Modulprüfungen noch nicht geprüft wurden. Hinzu kommt die vertiefte Kenntnis eines der folgenden Einzelwerke.

 

Auguste Rodin, Die Bürger von Calais

Josef A. Schmoll (Hg.): Auguste Rodin. Die Bürger von Calais – Werk und Wirkung. Ostfildern-Ruit 1997.

Die Kenntnis der Rodin-Skulpturen im Museum Folkwang und der im Museum für Kunst und Kulturgeschichte in Dort­mund im Original wird vorausgesetzt.

 

Museum Folkwang, Architektur und Geschichte

Mario-Andreas von Lüttichau,: Museum Folkwang. Meisterwerke der Sammlung. München 2015.

 

 

Dort­mund, Das „Goldene Wunder“

Thomas Lentes/ Heike Schlie/ Barbara Welzel (Hrsg.): Das „Goldene Wunder“ in der Dort­mun­der Petrikirche. Bildgebrauch und Bildproduktion im Mittelalter. (Dort­mun­der Mittelalter-Forschungen 2) Bielefeld 2003. 2. erweiterte Auflage Bielefeld 2004

 

Pablo Picasso, Guernica

Max Imdahl: Picassos Guernica. Frankfurt a. M. 1985.

 

Hagen, Hohenhof

Rouven Lotz: Der Hagener Hohenhof. Das Landhaus für Karl Ernst Osthaus von Henry van de Velde. Hagen 2009.

 

Hagen, Krematorium

Birgitt Borkopp-Restle, Barbara Welzel (Hrsg.): Eines der wichtigsten Monumente unserer Zeit überhaupt: Das Krematorium von Peter Behrens in Hagen. Essen 2014.

 

Rembrandt van Rijn, Die Heilige Familie mit dem Vorhang, Gemäldegalerie Alte Meister, Kassel-Wilhelmshöhe

  • Wolfgang Kemp: Rembrandt, die Heilige Familie: oder die Kunst einen Vorhang zu lüften. Frankfurt/Main 1986.
  • Christian Tümpel: Rembrandt in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Reinbek 1977.

 

 

Peter Paul Rubens, Juno und Argus, Wallraf-Richartz-Museum, Köln

  • Hans Ost: Beiträge zu Provenienz, Rezeption und Ikonographie des Bildes. In: Wallraf-Richartz-Museum, Fondation Corboud Hg.: Peter Paul Rubens, Juno und Argus: The­ma und Geschichte; Maltechnik und Restaurierung 2004. Köln 2006, S. 10-25 (als Kopiervorlage im Prüfungsapparat)
  • Nils Büttner: Pietro Paolo Rubens: eine Biographie (Regensburger Studien zur Kunstgeschichte Bd. 25). Regensburg 2015.

 

Die für die Prüfung relevanten Bücher befinden sich im Prüfungsapparat in der Zentralbibliothek.

 

Welterbestätten NRW

Zur Diskussion steht eine der folgenden drei Welterbestätten in NRW und der zugehörige Grundlagentext der „Rahmenkonvention über den Wert des Kulturerbes für die Gesell­schaft (Faro)“ zu finden unter:

www.dnk.de/_uploads/media/184_2005_Europarat_Rahmenkonvention.pdf

 

 

 

Aachener Dom

 

Schloss Brühl

  • Bernd Löhmann: Ein Garten für König und Volk. Peter Joseph Lenné und der Brühler Schloßgarten. Köln 2000.
  • Willfried Hansmann/ Florian Mohnheim: Die Schlösser Augustusburg und Falkenlust in Brühl 2 Bd. Worms 2002.

 

Zeche Zollverein

  • Hermann Marth: Zollverein – World Heritage and Future Work­shop. Berlin 2018
  • Birgit Parakenings-Bozkurt: Zeche und Kokerei Zollverein – das Weltkulturerbe. Worms 2006.

Kalender

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen können Sie den Lageplänen entnehmen.