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Bettina van Haaren - Marien und Motten

Beginn: Ende: Veranstaltungsort: Saarländische Galerie – Europäisches Kunstforum e.V., Charlottenstr. 3, 10969 Berlin

Zeichnungen und Aquarelle der letzten Jahre

Herzliche Einladung zur Ausstellung "Marien und Motten" in Berlin.

Bettina van Haaren zeigt Zeichnungen und Aquarelle aus den letzten beiden Jahren. Für die Ausstellung wird sie eine große Wandzeichnung entwickeln.

Zur Ausstellung ist ein Katalog er­schie­nen mit Texten von Gerhard van der Grinten und Marie von Heyl.

Pandemie-bedingt wird es keine klas­si­sche Eröffnung geben. Bettina van Haaren wird am Donnerstag, 10. September (16 bis 21 Uhr), am Freitag, 11. September (14 bis 21 Uhr) und am 12. September (14 bis 18 Uhr) in der Ausstellung sein.

Zudem wird sie am 11. und 12. September drei Werkgespräche an­bie­ten, zu denen Sie sich per E-Mail an­mel­den kön­nen.

Bettina van Haaren
Marien und Motten
Zeichnung
10. September - 23. Oktober 2020

Saarländische Galerie – Europäisches Kunstforum e.V.
Charlottenstr. 3
10969 Berlin
E-Mail
Internetpräsenz

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag 14 bis 18 Uhr
Gallery Weekend:
Donnerstag, 10. September, 14 bis 21 Uhr
Freitag, 11. September: 14 bis 21 Uhr
Sams­tag, 12. September 14 bis 21 Uhr
Sonntag , 13. September 14 bis 18 Uhr

Marien und Motten, die Heilige Maria und das flatterhafte Geschöpf der Nacht — bereits der Titel der Ausstellung ist eine Anmaßung. Nicht etwa, weil hier die Mutter Jesu assoziativ-additiv mit ei­nem Insekt in Ver­bin­dung gebracht wird. So et­was schockt in der Kunst schon lange niemanden mehr. Nein, die Anmaßung liegt an anderer Stelle und ist künst­lerisch wie gesellschaftlich hochaktuell: Marien, das sind viele. Durch die Mehrzahl wer­den Unverwechselbarkeit und Unaustauschbarkeit der Einen begrifflich untergraben. Eine blasphemische Provokation. Schließlich ist die Heilige Maria nicht irgendeine Mutter, sondern DIE Mutter per se. Der Titel kratzt an diesem weiblichen Archetyp, Maria wird gewöhnlich. Schon hier bringt Bettina van Haaren also auf den Punkt, was sie formal wie thematisch in ihren Zeichnungen ent­wi­ckelt: das Dilemma der weiblichen Position, die Zerrissenheit zwischen archetypisch verklärter mütterlicher Einheit und als zersetzende Bedrohung empfundener Vielheit. Maria oder Motte. Göttin oder Plage. Jungfrau oder Flittchen.“ (Marie von Heyl im Katalogtext)

Die Zeichnung steht in Bettina van Haarens Werk als Medium gleichberechtig neben der Malerei und der Druckgrafik. Sie lässt uns unmittelbarer noch als in ihrer Malerei am bildlichen Denken und Arbeiten van Haarens teilnehmen, das sie selbst so beschreibt: „Es ist Überprüfungsgeschehen von Erfahren, Erinnern und ein Neu-Erfinden. Es ist eine Ar­beit gegen das Sich-Verlieren, an der Fremdheit und Un­sicher­heit des Da-Seins, ein ständiger Such- und Erkenntnisprozess.“ Und: „Es hat mit Zeitaushalten zu tun und mit Spiel.“ Folgt man dem Strich der auf die Umrisslinie reduzierten Zeichnungen, kann man sehen, wie er Dinge, Körper abtastet, sich herantastet, vor der endgültigen Umgrenzung einer Form zögert, abbricht und an anderer Stelle wieder neu ansetzt. Figuren, Dinge, die die Linien umschreiben, sind aus gewohnten Zusammenhängen extrahiert, sie lösen sich auf, vervielfältigen sich und tauchen in neuen Kombinationen wieder auf. Sie wer­den in ein labiles System überführt, das den Moment des Zerfalls als andere Seite der Ordnung immer schon in sich trägt.

 

Bettina van Haaren

geboren 1961 in Krefeld

1981–1987 Stu­di­um der Bildenden Kunst an der Kunsthochschule Mainz (Johannes Gutenberg-Uni­ver­si­tät) bei Bernd Schwering.

Seit 2000 Pro­fes­sur für Zeichnung und Druckgraphik an der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund.

Das Werk wurde in über 80 Einzel- und 140 Gruppenausstellungen in Europa, USA, Neuseeland und China gezeigt. 24 Personalpublikationen über Bettina van Haaren liegen vor. Bettina van Haaren lebt und arbeitet in Dort­mund und Witten.

Homepage

© Bettina van Haaren
ohne Titel, Graphit auf Papier, 29,7 x 21 cm, 2019

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

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