Lehrangebot Wintersemester 26/27
Es ist was es ist, sagt die Linie
Wolfgang Folmer
Seminar
Mittwoch, 16 – 18 Uhr
Mittwoch, 2-stündig,14-tägig
KA1 - KA 21
Auch für Master-Studierende
LN: Kontinuierliche künstlerische Arbeit
Modulabschluss: Präsentation
Raum 4.108
Erster Termin: 21.10.26
Wir können aus ihr lesen, etwas über uns erfahren, und wenn wir es zulassen, auch von ihr lernen. Über das Außen und über das Innen und über das, was das Außen mit dem Innen verbindet. Die Linie ist mehr als ein gezogener Strich, sie ist vor allem sie selbst. Die Linie ist der sichtbare Kontakt zu dem, was uns ausmacht. Sie zeigt uns, wie wir fühlen, wie wir denken und wie wir wahrnehmen. Es geht um die Linie an sich in diesem Seminar, die so unterschiedlich und vielfältig sein kann wie wir selbst: verhalten, laut, fröhlich, traurig, kraftvoll, zart, energisch, forschend, tastend, erzählend, kritisch, hervorbrechend, nachdenklich.
Das Seminar vermittelt graphische Herangehensweisen und Techniken, die als Grundlagen für ein selbstständiges Erarbeiten eigener Themenstellungen dienen. Für die Teilnahme am Seminar ist die Anschaffung eines Leuchttabletts in A3 Größe erforderlich.
Zur Teilnahme am Seminar ist die Anwesenheit am ersten Termin verpflichtend!
Kolloquium/Seminar
Wolfgang Folmer
2-stündig
KA1 - KA21
LN: Kontinuierliche künstlerische Arbeit
Modulabschluss: Präsentation
Dienstag, 12 -14 Uhr, R. 4.108
Beginn: 20.10.26
Das Kolloquium dient dem künstlerischen Austausch. Beispiele aus der Kunstgeschichte bieten die Grundlage für Gespräche und Diskussionen. In der Auseinandersetzung mit Werken zeitgenössischer Künstler soll die kritische Reflexion der eigenen Arbeit angeregt und intensiviert werden. Angestrebte, in der Entstehung befindliche oder realisierte Projekte werden vorgestellt und diskutiert.
Zur Teilnahme am Seminar ist die Anwesenheit am ersten Termin verpflichtend!
Mosaik – Analoge Pixel
Wolfgang Folmer / Prof. Nikola Ukic
Kunsthallen
Seminar/Hauptseminar, 2-stündig, 14-tägig
BA - LABG 2016: KA 1-14
MA - LABG 2016: KA 15-21
Dienstag, 15 bis 19 Uhr
Erster Termin: 27.10. 26
10.11.26
24.11.26
08.12.26
22.12.26
12.01.27
Endbesprechung: Dienstag 26.1.2027
Lange bevor digitale Bildschirme unsere Wahrnehmung in Millionen leuchtender Pixel zerlegten, bediente sich die Kunst bereits eines ähnlichen Prinzips: Das Mosaik konstruiert aus unzähligen, oft unscheinbaren Fragmenten ein komplexes, übergeordnetes Bild. Diese jahrtausendealte Technik, die ihre historischen Höhepunkte in der Antike und Byzanz erlebte, fasziniert bis heute durch ihre einzigartige Materialität und Dauerhaftigkeit. Anstatt Farbe fließend auf eine Leinwand aufzutragen, erfordert das Mosaik ein bewusstes Setzen von physischen Einzelteilen – Stein, Glas oder Keramik –, wodurch eine unverwechselbare, haptische Oberflächenstruktur entsteht.
In diesem Praxisseminar widmen wir uns dem Mosaik nicht nur als historischem Handwerk, sondern untersuchen es als hochaktuelles künstlerisches Medium. Wir betrachten, wie die Technik des Zusammenfügens in der zeitgenössischen Kunst genutzt wird, um Themen wie Fragmentierung, Rhythmus und materielle Präsenz zu erforschen. Der Arbeitsprozess beginnt mit der konzeptionellen und zeichnerischen Entwurfsfindung. Dabei setzen wir uns mit den spezifischen Gesetzen dieser Technik auseinander: Wie lenken Fugenlinien den Blick? Wie interagieren unterschiedliche Oberflächen mit Licht und Raum? Und wie verändert sich die Bedeutung eines Bildes, wenn es aus vielen kleinen Brüchen besteht?
Im praktischen Teil des Seminars wird der eigene Entwurf Schritt für Schritt in die Materialität überführt. Dabei erlernen wir die handwerklichen Grundlagen der Mosaikkunst – vom präzisen Brechen und Zuschneiden der sogenannten *Tesserae* (Mosaiksteinchen) über die verschiedenen Legetechniken bis hin zur finalen Verfugung. Ob mit traditionellen Natursteinen, farbigem Smaltenglas oder experimentellen, gefundenen Materialien im Sinne des Upcyclings: Das Seminar öffnet den Raum für individuelle, materielle Experimente.
Am Ende steht nicht nur die Aneignung einer archaischen Technik, sondern die tiefgehende Erfahrung, wie aus dem buchstäblichen Zerschlagen und geduldigen Neuordnen von Material ein eigenständiges, widerstandsfähiges Kunstwerk erwächst – ein kraftvoller, analoger Gegenentwurf zur Flüchtigkeit unserer digitalen Bilderflut.
Arbeitswelt -Zeichnen in der DASA
Prof. Bettina van Haaren
Seminar/Hauptseminar, 2-stündig
Freitag, 10.00 – 14.00 Uhr, 14-tägig
KA1 – KA 21
LN: Kontinuierliche künstlerische Arbeit
Modulabschluss: Präsentation
Einführung: 23.Oktober 2026
30.10.26
13.11.26
27.11.26
11.12.26
18.12.26
29.01.27
Endpräsentation: 5.2.27
Das Seminar wird überwiegend in der Deutschen Arbeitsschutzausstellung stattfinden, die hervorragende Möglichkeiten bietet, sich mit der historischen und aktuellen Arbeitswelt zeichnerisch auseinanderzusetzen. Von der Fabrikarbeit in der Textilindustrie des 19. Jahrhunderts, über Baumaschinen, fahrerlose Flurfahrzeuge, Autowracks, Hubschrauber, alte Straßenbahnen, Druckmaschinen oder Pressen finden sich wunderbare Zeichenobjekte und –räume. Neben klassischen Beschreibungen und Skizzen sind konzeptionelle Ansätze denkbar
Kolloquium/Seminar
Prof. Bettina van Haaren
(Modulabschlussprüfungen, Bachelor- und Masterarbeiten in der Graphik, künstlerische Projekte)
Seminar/Hauptseminar, 2-stündig
Mittwoch, 10.00 – 14.00 Uhr
14-tägig und Blockveranstaltungen in der vorlesungsfreien Zeit
KA 1 - KA 21
LN: Kontinuierliche künstlerische Arbeit
Modulabschluss: Präsentation
Erster Termin: 28. Oktober 2026
11.11.26
2.12.26
16.12.26
20.1.27
3.2.27
In diesem Seminar werden Projekte vorgestellt und diskutiert. Zeitgenössische Positionen werden präsentiert und geben notwendige Impulse.
Einführung in das künstlerische Arbeiten
Prof. Bettina van Haaren und Wolfgang Folmer
Freitag, 11.00 – 16.30 Uhr an 5 Terminen während des Semesters, 2-stündig
KA 1, KA 1E, KA 2, KA 3, KA 4
Freitag, 6. November 2026. 12 bis 17.30 Uhr, Kunsthallen
LN: Kontinuierliche künstlerische Arbeit
Modulabschluss: Präsentation
Bitte Zeichenmaterialien mitbringen!
Blumen
Prof. Bettina van Haaren
Seminar/Hauptseminar, 2-stündig
Donnerstag, 10.00 – 14.00 Uhr
14-tägig
KA 1 - KA 21
Raum 4.108 und Pflanzenschauhäuser
LN: Kontinuierliche künstlerische Arbeit
Modulabschluss: Präsentation
Erster Termin: 22. Oktober 2026
05.11.26
19.11.26
03.12.26
17.12.26
21.1.27
28.1.27
Endpräsentation: 04.2.27
Blumen begleiten jeden Menschen, ob in der Natur, in Gärten und Parks, in Geschäften, auf Balkons, in der Vase, bei Preisverleihungen und Siegesfeiern, bei Ehrungen, auf dem Sarg. Blumen sind situations- und zweckungebunden. Die Kenntnis von mythologischen Erzählungen kann die Bildwelt erweitern: Venus oder Aphrodite, die Schaumgeborene, verliebt sich in den schönen Adonis, Bewohner des Waldes. Sie warnt Adonis vor wilden Tieren; er widersetzt sich und wird von einem Eber kastriert und getötet. Die trauernde Aphrodite verwandelt Adonis in ein Gewächs, eine Anemone. Blumen im Haar oder in den Händen werden Anti-Waffen, werden zur Besänftigung eingesetzt, etwa die Nelke im Kampf gegen das Salazar-Regime in Portugal oder eine Chrysantheme gegen die Militärpolizei in Washington.
In dem Seminar sollen viele Ebenen des Umgangs mit der Pflanze erkundet werden. Die direkte Beobachtung, auch in den Pflanzenschauhäusern, kann die Auseinandersetzung bereichern.
Membranen
Prof. Bettina van Haaren / Prof. Nikola Ukic
Raum 4.108 und Kunsthallen
Seminar/Hauptseminar, 2-stündig
Mittwoch, 10 bis 14 Uhr
14-tägig
KA 1 - KA 21
LN: Kontinuierliche künstlerische Arbeit
Modulabschluss: Präsentation
Einführung: 21. Oktober 2026
04.11.26
25.11.26
09.12.26
23.12.26
13.1.27
Endpräsentation: 27.01.27
Membranen sind flexible Grenzen: Sie verbergen und bewahren, sie schützen das Innere und erlauben doch den Austausch. Sie trennen, um zu verbinden. Genau in dieser Durchlässigkeit entsteht ein hochspannender Zustand – ein permanentes Dazwischen, eine greifbare Schwelle, an der zwei Welten aufeinandertreffen und sich gegenseitig transformieren.
Das Seminar untersucht dieses Spannungsfeld von Innen und Außen. Wir betrachten mikroskopische Strukturen, architektonische Hüllen, Textilien und organische Grenzschichten wie die Haut, das Trommelfell, der Nabelschnur oder die Zunge. In diesem Zwischenreich verlieren feste Formen ihre Eindeutigkeit. Künstlerische Strategien wie Transparenz, Schichtung, Unschärfe und Schattenwurf dienen uns dabei als Werkzeuge, um das Liminale – das Übergängige – sichtbar zu machen.
Die medialen Zugänge sind dabei völlig offen: Die Illusion von Schichtungen kann malerisch über Ölfarbe, Eitempera oder Farbstifte auf Leinwand gelingen, rein materiell aber ebenso über Latexmilch, Aufgeblasenes, Alginat, Zeltstoffe oder Gips. Es gilt, die Diffusion zwischen zwei abgegrenzten Räumen praktisch zu erforschen.
Im Seminar wechseln wir die Arbeitsräume und nutzen zeitgenössische Positionen zum Thema „Hülle“ als Reibungsfläche, um die eigenen Ausdrucksmöglichkeiten zu erweitern.
Vom Konzept zur Gestaltung: Wie aus einer Idee ein Buch wird
Yvonne Adams & Frank Georgy
Termine:
Mo., 19.10.2026, 10–13 Uhr und 14–17 Uhr (Präsenz)
Mo., 26.10.2026, 10–13 Uhr (Online via Zoom)
Mo., 02.11.2026, 10–13 Uhr (Online via Zoom)
Mo., 09.11.2026, 10–13 Uhr und 14–17 Uhr (Präsenz) Mo., 16.11.2026, 10–13 Uhr (Online via Zoom)
Mo., 23.11.2026, 10–13 Uhr und 14–17 Uhr (Präsenz)
Mo., 30.11.2026, 10–13 Uhr (Online via Zoom)
KA1/1E, KA2, KA3, KA4, KA5, KA6, KA7, KA8/8E, KA9, KA10, KA11, KA12/12E, KA14, KA15, KA16, KA17, KA18, KA19, KA20, KA20, KA21
Ein gutes Buchlayout entsteht nicht zufällig. Es entwickelt sich aus einer Idee, einer klaren Gestaltung und dem bewussten Zusammenspiel von Typografie, Bild und Weißraum.
In diesem Seminar lernen Sie die Grundlagen des Editorial Designs kennen und entwickeln Schritt für Schritt ein eigenes Gestaltungskonzept. Dabei beschäftigen wir uns mit Layoutrastern,
Schriftwahl, Typografie, Bildkomposition und Lesbarkeit. Gemeinsam untersuchen wir, wie aus Texten und Bildern ein überzeugendes Buchlayout entsteht. Die vermittelten typografischen und gestalterischen Grundlagen lassen sich ebenso auf digitale Medien wie Websites, Social Media oder Präsentationen übertragen.
Die theoretischen Inhalte werden unmittelbar praktisch umgesetzt. Mit Affinity Publisher (alternativ Adobe InDesign) gestalten Sie eine Einladung, ein Plakat und als Abschlussprojekt einen Ausstellungskatalog.
Eigene künstlerische Arbeiten, beispielsweise Fotografien, Zeichnungen, Malerei oder
Druckgrafik, sind ausdrücklich willkommen und können in die Gestaltung einfließen. Bitte bringen Sie zum ersten Termin digitale Arbeitsbeispiele mit.
Ablauf:
Das Seminar umfasst drei Präsenztermine im Computerraum (1. Etage) der Kunst-/Plastik-Halle, Leonhard-Euler-Straße 4. Die übrigen Sitzungen finden online via ZOOM statt. Für die Teilnahme wird ein »halbwegs« moderner Computer oder Laptop (Mac oder PC) benötigt. Informationen zur Installation der Software und die benötigten Einwahldaten folgen rechtzeitig vor Seminarbeginn.
Fragen vorab? Gerne per Mail. Anmeldung zum Seminar bitte ausschließlich per eMail an frank.georgy@tu-dortmund.de
Anwesenheit bei der ersten Veranstaltung des gesamten Lehrangebots unbedingt erforderlich!






