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Künstlerisches Arbeiten

Zeichnung, Druckgraphik & Grafikdesign

Achtung: Alle Veranstaltungen und Prüfungen der Graphik werden weiterhin in Präsenz stattfinden. Wenn die Pandemielage Änderungen erfordert, werden wir Sie informieren!

Anregungen zum künstlerischen Arbeiten in der Graphik im Sommersemester 2022

Liebe Studierende,

ein selbstständiges künstlerisches Arbeiten ist eine Grundvoraussetzung für ein Studium der Kunst.

Wir möchten Ihnen digital verschiedenste Anregungen und Handreichungen zum selbstständigen Arbeiten in der Graphik anbieten, die Ihnen Möglichkeiten der Selbstlehre neben den Seminaren eröffnen.

Wesentlicher Bestandteil, sozusagen die Basis des graphischen Arbeitens, ist auch in diesem Semester erneut der Arbeitsraum „Graphik“ in moodle. Hier finden Sie die lehrenden Personen der Graphik und die studentischen Mitarbeiter/-innen, jeweils mit Inhalten zu ihren Arbeitsgebieten und den aktuellen Seminaren, zahlreiches Bildmaterial zu relevanten künstlerischen Positionen, Tutorials zur digitalen Bildbearbeitung, Anleitungen zum Drucken, Ideen zu zeichnerischen Projekten sowie eine Vielzahl an weiteren Informationen, die Sie zum eigenständigen und vertiefenden Arbeiten nutzen sollen und die darüber hinaus auch zur Vorbereitung kommender Prüfungen dienen.

Um Ihnen einen erweiterten Zugang zu relevanten studentischen Positionen in der Graphik und beispielhaft Orientierung bei der Erstellung von Bachelor- und Masterarbeiten zu ermöglichen, finden Sie eine Auswahl herausragender Abschlussarbeiten zur Ansicht im moodle-Raum.

Hinweis: Der Nutzerin/dem Nutzer ist bekannt, dass die Inhalte und Materialien in Moodle urheberrechtlich geschützt sind. Die Nutzung ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch im Rahmen von universitären Zwecken zulässig. Insbesondere die Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und jede Art der Verwertung sowie die Weitergabe an Dritte ist nicht gestattet. Zuwiderhandlungen werden zivil- und strafrechtlich verfolgt.

Themenbereiche und graphische Techniken, mit denen Sie sich beispielsweise in den offenen Kolloquien auch unabhängig vom Lernort Universität beschäftigen können, ist der collageartige Umgang mit Dingen (Manuel Sobottka, siehe moodle) etwa in der eigenen Wohnung, von Tieren, Raumzeichnungen (Bettina van Haaren), Zeichnen im medialen Transfer, zum Beispiel auf Grundlage selbstrecherchierter Bildarchive zu einem bestimmten Themenkomplex oder dem Erstellen von graphischen Bewegtbildsequenzen per Computer (Patrick Borchers), die Natur zeichnen (Jette Flügge), Hochdruck von Zuhause aus (Jette Flügge), die Technik der Papyrographie (Jette Flügge), die Übertragung vorhandener Bilder oder Bildausschnitte per Transferdruck (Julius Reinders), Zeichnen vor Ort und im Atelier (Matthias Plenkmann), Zeichnen mit Farbstiften (Patrick Schattka), im Bereich Layout, etwa die Erstellung eines eigenen Kataloges, (Ilona Jablonski / Frank Georgy) oder die Bildbearbeitung eigener Reproduktionen (Matthias Plenkmann/folgt) .

Um eine Seminarunterschrift erhalten können ist eine Arbeitsleistung von 60 Stunden zu erbringen. Begleitend zum Arbeitsprozess kommen Sie regelmäßig in unsere Kolloquien um Ihre Arbeiten vorzustellen und zu diskutieren.

Wenden Sie sich bitte mit künstlerischen sowie technischen Fragen und Problemen auch per E-Mail an die studentischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Graphik. Ilona Jablonski, Nana Seeber, Julius Reinders und Manuel Sobottka werden Sie dann so zeitnah wie möglich beraten.

Die Anmeldung zu Masterarbeiten in der Graphik muss bis zum 1. April oder 1. Oktober jeden Jahres erfolgen, um das am 1. November oder 1. Mai startende Referendariat beginnen zu können. Bachelorarbeiten können jederzeit angemeldet werden. Immer ist eine Anmeldung bei beiden Gutachtern erforderlich.

Ihr Graphik-Team

Anmerkungen zur Lehre

„Gute Lehre in der Graphik zeichnet sich durch eine große Offenheit gegenüber einer Vielfalt von künstlerischen Haltungen und die erreichte Intensität der Zeichnungen und Druckgraphiken aus. Nach jahrzehntelanger Vermittlung in Schulen und Hochschulen und aus der eigenen künstlerischen Erfahrung heraus hat sich für mich erwiesen, dass eine Auseinandersetzung mit öf­fent­lichen und privaten Räumen zentral sein sollte. Sie werden zum Zeichen-Anlass, indem sie neugierig machen und Impulse für die künstlerische Entwicklung geben. Es gilt, sich mit dem Sichtbaren auseinanderzusetzen, die eigene Motivation zu klären, Leitideen zu entwickeln und Materialentscheidungen zu treffen. Die ge­sell­schaft­li­chen, baukünstlerischen, landschaftlichen oder biographischen Wirklichkeiten werden registriert und zu Projektionsflächen eigener Befindlichkeiten. Innere Bilder werden sichtbar, die nicht ohne die optischen Heraus­forde­rungen denkbar wären. Zeichner verändern durch Anmutungen und Ausdruckswillen die Dingwelt und spiegeln so kör­per­li­che Gefühle, Zustände und Ideen wieder. Viele arbeiten direkt vor Ort, ob mit Graphit, Finelinern, Kohle, Aquarell oder Acryl. Andere benötigen die räumliche und zeitliche Distanz, um auf das Gesehene zu reagieren und über selbst gemachte Fotografien zu neuen Findungen zu gelangen. Collageartiges, digitale Bearbeitungen, Tief- oder Hochdrucke erweitern die Zugriffsweisen. Das Spiel mit der Perspektive gelingt nur aus dem Grundverständnis räumlicher Konstruktion heraus, also zum Beispiel dem zunehmenden Aufblick und Unterblick. Räumliche Darstellungsregeln begreift man am ehesten über Versprachlichung der Situation und das Überprüfen der Achsen von Raumzusammenhängen.

Vornehmlich geht es nicht um die Dokumentation und direkte Wiedergabe des Gesehenen. Viel stärker ist der Wunsch nach Verdichten, Neu-Ordnen, Verformen und Spiel. So geraten die erkannten Dinge in eigene Assoziationsketten und verwandeln sich in subjektive Geschichten. Ziel ist ein Erfinden über das authentische Erleben und Erfassen. Nicht selten wird ein zeichnerischer Witz spürbar, der aus der Spannung zwischen Erwartung und Lösung entsteht. Im Verlauf des Prozesses bedeutet dies, klas­si­sche Denkmuster aufzubrechen, Wagnisse einzugehen und damit eben auch gesellschaftlich zu wirken.

In der Druckgraphik kann besonders die Lust auf Materialität und Experiment angesprochen werden. Kenntnisse über Technik und Handwerk sind grundlegend, jedoch nicht Selbstzweck. Elementare Verfahrensweisen der einzelnen druckgraphischen Technik sind in der Fachliteratur hinreichend dargestellt, entscheidend im Künstlerischen ist die individuelle Modifikation und die Weiterentwicklung hin zu eigener Bildfindung. Spielerisch können klas­si­sche Regeln durchbrochen werden, wenn dies mit Konsequenz geschieht. Gerade in den Zwischentechniken und Präsentationsformen werden neue Wege beschritten, etwa in der Kombination von Sticken und Radierung, randlosen Radierungen in installativen Hängungen, in der Ver­bin­dung von Radierung und Computerdruck oder mit Zeichnung, in gesteuerten Prozessen mit Lösungsmitteln in Hochdrucken und in Stempeldrucken verschiedenster Materialien. Spannend ist das Testen von Papierarten oder auch Textilien als Bildträger, wasser- oder öllöslicher Farbe, der Größe des bedruckten Trägers. Häufig ist ein körpergroßes Format eine gute Herausforderung, um Gewichte und Leerräume zu ermitteln und den Betrachter mit spiegelbildlicher Dimension zu konfrontieren.

Die Auseinandersetzung mit der Druckgraphik dient nicht dazu, Zeichnungen, Malerei oder Fotografien zu reproduzieren (sonst wäre sie heute tatsächlich purer Anachronismus), sondern zu Bildfindungen zu gelangen, die aus den Bedingungen des Materials und des Druckprozesses heraus originär entwickelt werden. Neu ist die digitale Druckgraphik, die über gezeichnete Setzungen etwa per Grafiktablett, das Stempelprinzip, Vergrößerungen oder Verkleinerungen, farbige Verwandlungen, Überlagerungen, Dehnungen, Kippungen ohne räumliche Stabilität oder Auslöschprozesse andere, ernste Spiele möglich macht.

In der Lehre der Graphik geht es um die Spanne zwischen expressiv-prozessualen und konzeptuellen Handlungen. Sowohl klas­si­sche Herangehensweisen als auch mediale Erweiterungen können zu gültigen Findungen führen. Viele Zeichner arbeiten aus direkter Beobachtung und untersuchen die bewegte Umgebung, die alle Sinne anspricht. Standort- und Proportionswechsel werden so möglich. Ziele können die Di­ver­si­tät von Abstraktionsgraden, Blickwechseln und Strichführungen sein. Bilderzählungen speisen sich oft aus Kombinationen von direktem Erleben, fotografischen Fundstücken und aus dem Erinnern.

Besonders spannend werden zeichnerische Projekte, die die reine Illusion von Raumtiefe auf der Fläche verlassen und in den Raum übergreifen, ob mit hängenden oder wachsenden Schnittfiguren oder mit dem Einbeziehen von immateriellen Licht- und Schattenformen. In konzeptuellen Projekten werden extrahierte Elemente in neue Systeme überschrieben.

So wären also als zentrale Aspekte der Graphik zu benennen: energetische Spuren, Rhythmus, Spannung, Mut und eine forschende Haltung.“ Bettina van Haaren, 2017

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Universität Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.

Die Einrichtungen der Technischen Universität Dortmund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hochschule im angrenzenden Technologiepark. Genauere Informationen können Sie den Lageplänen entnehmen.