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Kunstgeschichte und Bildwissenschaft

Lehrangebot Winter­semester 2020/21

Vorschau Winter­semester 2020/21

Kunstgeschichte

All eyes on… Objekte untersuchen und beschreiben

Laura Di Betta M.A.
Donnerstag, 16-18 Uhr, Beginn Donnerstag 5.11.2020
EF 50 R. 4.234
LABG 2009 (2016) [KG1.2, KG2.2, KG1E.1, KG1E.2; KG4.1, KG4E.1, KG5.1, KW2_1, KW2a_1, KW2b_1]

Die Ekphrasis – die kunstvolle Bildbeschreibung – hat eine bis in die Antike zurückreichende Tradition. Beginnend mit Homers poetischer Beschreibung von Achilles‘ Schild, haben sich im Laufe der kunstgeschichtlichen Auseinandersetzung mit Objekten über die Jahrhunderte ver­schie­de­ne Herangehensweisen, Formen und Schulen entwickelt, das Sichtbare in Sprache zu übertragen. Die Beschreibung von Objekten – von der ersten Bestandsaufnahme bis zu den kleinsten Details – steht am Anfang jeder gelungenen Analyse. In diesem Seminar wollen wir uns mit dieser Annäherung an Objekte auseinandersetzen. Wie nähern wir uns einem Kunstwerk? Was sehen wir? Und wie fassen wir das Gesehene in Worte? Dabei spielt besonders die Arbeit mit Originalen eine wichtige Rolle.

Die Ver­an­stal­tung umfasst gemeinsame Sitzungen sowie individuelle Museumsbesuche.

Zur Einführung

Raphael Rosenberg: Von der Ekphrasis zur wis­sen­schaft­lichen Bildbeschreibung. Vasari, Agucchi, Félibien, Burckhardt, in: Zeitschrift für Kunstgeschichte 58. Bd., H. 3 (1995), S. 297-318.

Bitte melden Sie sich über das LSF an.

 

Kunst- und Kulturmuseen als Erinnerungsorte
Laura Di Betta M.A.
Freitag 12-14 Uhr, Beginn Freitag, 6.11.2020
EF 50 R. 4.234
LABG 2009 (2016) [KW3.1-KW3.3, KW3a, KW3b.1-KW3b.3)

Fr 12-14 Uhr, EF 50 4.234 + vor-Ort-Termine

Kunst- und Kulturmuseen sind ein wichtiger der Teil der Erinnerungskultur. Als Orte des Sammelns, Bewahrens, Forschens und Vermittels prägen sie, was und wie erinnert werden soll. Ausgehend von Pierre Noras eingeführtem Begriff des „Erinnerungsorts“ un­ter­sucht das Seminar Kunst- und Kulturmuseen der Region als Bewahrer des kulturellen Erbes. Dabei soll nicht nur die jeweilige Sammlung in den Blick genommen werden, sondern auch die Einbindung der Museumsarchitektur in den städtischen Raum sowie das Verhältnis zwischen der Institution und der Stadtgesellschaft.

Die Ver­an­stal­tung umfasst gemeinsame Sitzungen sowie individuelle Museumsbesuche.

Zur Einführung

Pierre Nora: Das Zeitalter des Gedenkens, in: Pierre Nora (Hrsg.), Erinnerungsorte Frankreichs, München 2005, S. 543-575.

Teilnahmevoraussetzung: bestandene Modulprüfung KG1 bzw. KG2 bzw. KW1 bzw. KW1a bzw. KW1b der LABG 2009. Bitte melden Sie sich über das LSF an.

Flügelretabel Entdecken, Verstehen, Vermitteln
Dr. Niklas Gliesmann
Donnerstag 14-16 Uhr, Beginn Donnerstag, 5.11.2020
EF 50 R. 4.234
LABG 2009 (2016) [KG1.2, KG2.2, KG1E.1, KG1E.2; KW1_2, KW1b_1; KG4.1, KG4E.1, KG5.1, KW2_1, KW2a_1, KW2b_1]

Gegenstand des Seminars sind die im späten Mittelalter weit verbreiteten Flügelretabel. Es werden dabei einige im Norden Europas erhaltene Retabel besprochen, mit einer Schwerpunktlegung auf die im frühen 16. Jahrhundert aus dem Produktionszentrum Antwerpen kommenden Exemplare. Dabei geht es sowohl um die Fragen zur Entstehung und Funktion dieses Typs von Altarausstattung, als auch zur technischen Herstellungsweise von Skulptur und Malerei und um Überlegungen zur topografischen Verbreitung. Die Käufer und die Wahr­neh­mung dieser Objekte an Ihren Bestimmungsorten sind ebenso Seminarthema. Vertieft werden die Kenntnisse zur Bildersprache der Retabel (Ikonografie), die methodischen Wege in der Auseinandersetzung mit der Herstelleridentifikation (Stilkritik) und die kulturgeschichtliche Sicht auf die Zentren der Produktion. Die Geschichte der Erforschung dieser Objekte im Fach Kunstgeschichte soll ebenso zur Sprache kommen, wie die eigene Monumentenkenntnis erweitert wird. Das Lesen und Interpretieren zugehöriger Quellentexte rundet das The­ma ab.

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Reiseskizzen
Dr. Niklas Gliesmann
Freitag 10-12 Uhr, Beginn Freitag, 6.11.2020
EF 50 R. 4.234
LABG 2009 (2016) [KG7.1, KG7E.1, KG8, KG9.1; KW3.1-KW3.3, KW3a, KW3b.1-KW3b.3, KG10.1, KG11.1, KG13.1; KW4_1, KW4a_1, KW4b_1; KG11.2, KG12.1; KW5_1]

Wer reist, muss oft und mag auch meist davon berichten. Dieses Erzählen kann in Schriftform geschehen, vor allem aber lebt ein Bericht oft von Bildern der be­such­ten Orte, von Faszination, Exotik und Neuerung. Die Bilder zeigen die Vorstellungen die sich die oder der Reisende selbst von den Orten macht, oder die aufgrund der Erwartungshaltung ihrer und seiner Leser nachträglich bei der Abfassung des Berichtes entstehen. Im Seminar wollen wir ver­schie­de­ne Kombinationen von Text und Bildern in Reisekontexten anschauen und verstehen welche Folgen für die Kunst, Politik und Wis­sen­schaft diese Reisen bis in die Gegenwart haben, sowie Objekte und Bilder der Unternehmung in den Kontext ihrer Entstehungszeit einordnen. Wir untersuchen Reisen von Kaufleuten, von Entdeckern und von Wissenschaftlern, ganz reales Reisen wie auch fantastisch ausgeschmücktes.

Teilnahmevoraussetzung: bestandene Modulprüfung KG1 bzw. KG2 bzw. KW1 bzw. KW1a bzw. KW1b der LABG 2009. Bitte melden Sie sich über das LSF an.

 

Einführung in die Kunstgeschichte
Jun.-Prof. Dr. Henrike Haug
Mittwoch 10-12 Uhr und Mittwoch 12-14 Uhr
EF 50 R. 4.234
LABG 2009 (2016) [KW1_1, KW1a_]

 

Dort­mund entdecken
Judith Klein M.A.
Donnerstag 10-12 Uhr
EF 50 R. 4.234
LABG 2009 (2016) [KG1.2, KG2.2, KG1E.1, KG1E.2; KW1_2, KW1b_1; KW2_2, KW2a_2, KW2b_2]

 

Diversitätsdialoge: Potentiale ge­sell­schaft­li­cher HETEROTOPIEN 2.0. Covid19 – Impulsgeber für kulturelle Teilhabeprozesse oder Anlass digitaler Mimikry
Christopher Kreutchen M.Ed. Dienstag 16-18 Uhr, Beginn Dienstag 3.11.2020
EF 50 R. 4.234
LABG 2009 (2016) [KG4.1, KG4E.1, KG5.1; KW2_1, KW2a_1, KW2b_1; KG10.1, KG11.1, KG13.1; KW4_1, KW4a_1, KW4b_1]

Im Kontext vom DoProfil für inklusionsorientierte Lehrer/-innenbildung un­ter­sucht das Seminar Aspekte kultureller Teilhabe in Zeiten der Pandemie wie Limitierung räumlicher Zugänglichkeit. Dabei versteht sich das Seminar dezidiert als Forschungsseminar, was im Diversitätsdialog mit der Musik­wissen­schaft der Frage nach den Potentialen ge­sell­schaft­li­cher Heterotopien nachgeht; sprich nach Michel Foucault den Potentialen von in konkreten Raumkonzepten realisierter Utopien – Museen, Kirchen, Konzerthäuser, Theater, Kinos, Friedhöfe und Gärten. Wie verändern sich die institutionellen Angebote kultureller Teilhabe durch die Langzeitfolgen der Pandemie? Wie werden analoge Raumkonzepte in „digitale Räume“ übersetzt oder transformiert? Welche Zugänge und Bewegungsanlässe denken Sie dafür mit? Im engen Austausch mit der Arbeits­gruppe »kulturelle Teilhabe« – Forscherinnen und Forschern der katholischen wie evangelischen Theo­lo­gie, der Anglistik, Psycholinguistik, Re­ha­bili­ta­tions­wissen­schaf­ten, Philosophie und historischen Bil­dungs­for­schung – werden sich im Zeichen der Pandemie entwickelnde Strategien der Teilhabe beschrieben und nach Choreografien der Teilhabe gesucht, die Kulturräume an die „Alltagsräume“ oder eben andersherum anschließen.

Teilnahmevoraussetzung: bestandene Modulprüfung KG1 bzw. KG2 bzw. KW1 bzw. KW1a bzw. KW1b der LABG 2009. Bitte melden Sie sich über das LSF an.

 

Spot on Mnemosyne – 13 Wochen 13 Orte des Erinnerns
Christopher Kreutchen M.Ed.
Montag 12-14 Uhr, Beginn Montag, 2.11.2020
EF R. 4.234
LABG 2009 (2016) [KG7.1, KG7E.1, KG8, KG9.1; KW3.1-KW3.3, KW3a, KW3b.1-KW3b.3; KG11.2, KG12.1; KW5_1]

Dort­mun­der DENKwerkstatt Kunstwissenschaft“: Neben den Inhalten ist das gemeinsame Denken bei Kopräsenz in geteilten Räumen wesentlicher Aspekt von Uni­ver­si­tät, der sich jedoch nicht eins zu eins »digitalisieren« lässt. Der situativen Her­aus­for­de­rung einer „Adhoc-In­no­va­ti­on“ im Frühjahr 2020 begegnet die Dort­mun­der Kunstwissenschaft (Kunstgeschichte und Kunstdidaktik) mit einer experimentellen und sich im ge­mein­samen Tun entwickelnden „Denkwerkstatt“. Im Winter­semester geht das Format in die zweite Staffel. In Staffel II der DENKwerkstatt steht Menmeosyne, die Göttin des Erinnerns, im Fokus. 13 Forscherinnen und Forscher werden in 13 Semesterwochen 13 Räume des Erinnerns aufrufen; sie in wöchentlichen Kurzimpulsen als räumliche Orientierungsmarken aktivieren. Werden sich die DENKwerkstatt-Impulse erneut als »digitaler« Gesprächsfaden durch das Semester ziehen, so wird das Seminar näher an die einzelnen Beiträge heranzoomen und in fachlichen spin offs „Mnemosynes“ Rolle in wis­sen­schaft­lichen Diskursen ausleuchten. Das Seminar ist Teil von DoProfil für inklusionsorientierte Lehrer/-innenbildung und verhandelt Aspekte kultureller Teilhabe – im Winter­semester mit dem Schwerpunkt auf Raum – im engen Austausch mit der katholischen wie evangelischen Theo­lo­gie, der Anglistik, Psycholinguistik, Re­ha­bili­ta­tions­wissen­schaf­ten, Philosophie und historischen Bil­dungs­for­schung.

Teilnahmevoraussetzung: bestandene Modulprüfung KG1 bzw. KG2 bzw. KW1 bzw. KW1a bzw. KW1b der LABG 2009. Bitte melden Sie sich über das LSF an.

 

Prämuseale Sammlungen: Kunst, Natur und Wis­sen­schaft
PD Dr. Esther Meier
Mittwoch 14-16 Uhr
EF 50 R. 4234
LABG 2009 (2016) [KG11.2, KG12.1; KW5_1]

Öffentliche Museen sind verhältnismäßig junge Ein­rich­tun­gen. Das Sammeln, Ordnen und Zurschaustellen von Bildern und Objekten jedoch ist eine alte Kulturpraxis. Das Seminar will das Sammlungswesen von etwa 1500 bis 1800 unter verschiedenen Aspekten eingehender betrachten. In jenen Jahrhunderten entstanden Kunst- und Wunderkammern mit Werken der Kunst, Natur und Technik sowie Spezialsammlungen, die sich auf eine Objekt- oder Bildgattung konzentrierten und zunehmend favorisiert wurden. Jeder Typus, die je eigene Systematik sowie die Zugänglichkeit generierte spezifisches Wissen, förderte Kommunikations- und Denkstrukturen.

Das Seminar wird einen Überblick über Sammlungen, Ordnungssysteme, Erwerbsstrukturen und Nutzung gegeben sowie in exemplarischen Tiefbohrungen heraus­ra­gen­de Sammlungen und Sammlerpersönlichkeiten betrachten wie Kaiser Rudolfs II., der um 1600 in Prag eine Kunstkammer einrichtete oder Margarete von Österreich, Statthalterin der Niederlande, die in Mechelen vielfältige Objekte sammelte.

 

"Verschwindend? – Stadt Bauten Ruhr"
Christin Ruppio M.A.
Di. 10:15–11:45 Uhr und Blocktermine (werden noch bekannt gegeben!), Beginn Dienstag, 3.11.2020
EF 50 R. 4.234
LABG 2009 (2016) [KG7.1, KG7E.1, KG8, KG9.1; KW3.1-KW3.3, KW3a, KW3b.1-KW3b.3; KW2_2, KW2a_2, KW2b_2]

Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg war auch im Ruhrgebiet eine Zeit der Neuorientierung, Umdeutung und Suche. Ebenso eine Zeit des Aufschwungs, der in Form neuer Architektur im Stadtbild sichtbar wurde. Viele dieser damals hochgeschätzten Nachkriegsbauten sind heute vom Abriss bedroht oder längst verschwunden. Sie bleiben allein anhand von Skizzen, Plänen und Modellen in Archiven wie dem Bau­kunst­archiv NRW in Dort­mund erfahrbar. Im Seminar werden wir das Archiv als Ort des aktiven ge­sell­schaft­li­chen Diskurses kennenlernen. Zudem werden die dort bewahrten Bestände zu den (bald) verschwundenen Bauten als Ausgangspunkt für die künstlerische Auseinandersetzung mit der Architektur dieser Zeit in Form von Modellen, Artefakten und Skulpturen dienen.

Das Seminar ist Teil des For­schungs­pro­jek­tes „Stadt Bauten Ruhr“, welches vom Lehrstuhl für Kunstgeschichte der TU Dort­mund in Kooperation mit dem Lehrstuhl Geschichte und Theorie der Architektur (TU Dort­mund), dem Bau­kunst­archiv NRW und dem Folkwang Museum Essen durchgeführt wird. Zugleich findet es im Rahmen einer Kooperation der Kunstgeschichte mit dem künstlerischen Arbeiten im Bereich Plastik statt. Es ist deshalb nur in Kombination mit der Ver­an­stal­tung von Maik Ronz „Modell und Utopie“ (Blocktermine werden noch bekannt gegeben!) zu belegen. Insgesamt sind es also 4 SWS und Sie erhalten eine Unterschrift in der Kunstgeschichte und eine in der Plastik. 

Teilnahmevoraussetzung: bestandene Modulprüfung KG1 bzw. KG2 bzw. KW1 bzw. KW1a bzw. KW1b der LABG 2009.

 

Räume lesen - Baukulturelle Bildung
Christin Ruppio M.A.
Donnerstag 12-14 Uhr
EF 50 R. 4.234
LABG 2009 (2016) [KG7.1, KG7E.1, KG8, KG9.1; KW3_1 , KW3a_1, KW3b_1; KW2_2, KW2a_2, KW2b_2]

„Baukultur braucht Bildung!“ betitelt die Bundesstiftung Baukultur ihr 2020 erschienenes Handbuch. Die Stiftung setzt sich unter anderem dafür ein, dass Lehrer*innen für die Relevanz baukultureller Themen sensibilisiert und für ihre Vermittlung ausgebildet sein sollen. Im Seminar werden aktuelle Vermittlungsbeispiele aus Sicht der Kunstwissenschaften und Raumsoziologie un­ter­sucht. Ebenso werden wir die Idee, dass Architektur und Stadtraum der Vermittlung bedürfen, historisch nachvollziehen.

Im Rahmen des Seminars werden wir die Ausstellung „Und so et­was steht in Gelsenkirchen…“ im Museum Folkwang Essen besuchen. Termine dafür stimmen wir gemeinsam in der ersten Sitzung ab.

 

How to Draw in Public – Keith Haring als Künstler und Aktivist
Annika Schank M.A./ M.Ed.
Blockveranstaltung
Beginn und Einführung Mittwoch, 4.11.2020, 16-18 Uhr, digital
LABG 2009 (2016) [KG7.1, KG7E.1, KG8, KG9.1; KW3.1-KW3.3, KW3a, KW3b.1-KW3b.3]

Keith Harings bunte Ufos, Babys oder Tanzende schmückten in den 1990ern weltweit Schulhofwände und Kaffeetassen. Doch der US-amerikanische Künstler war auch ein politischer Aktivist und ein engagierter Netzwerker. Er kooperierte mit Musikern, Tänzern und Schriftstellern, bewegte sich in der queeren Szene und organisierte Ausstellungen in Clubs. Mit seinen Subway Drawings in der New Yorker U-Bahn und sei­nem Pop Shop, in dem er Poster und T-Shirts verkaufte, holte er die Kunst aus Museen und Galerien und adressierte ein breites Publikum.

Das Museum Folkwang zeigt diesen Herbst sowohl Harings bekannte Werke als auch Zeichnungen, Collagen und Videos von Performances und geht auf den Kontext seiner Arbeit im New York der 1980er Jahre ein. Ausgehend von der Ausstellung nehmen wir im Seminar Street Art und Kunst im öf­fent­lichen Raum, Fragen nach dem Verhältnis von Kunst, Pop und Subkultur sowie die Reaktionen von Künstler*innen auf die Aids-Krise in den Blick und befassen uns auch mit  der zeitgleichen Ausstellung Rettet die Liebe! Internationale Plakate gegen AIDS im Museum Folkwang. Nach ge­mein­samen Ausstellungsbesuchen wird in Kleingruppen eine Folge für den Museumspodcast Radio Folkwang konzipiert und aufgezeichnet:

www.museum-folkwang.de/de/ueber-uns/bildung-vermittlung/podcast.html

Termine

Mo, 4.11., 16 – 18 Uhr Einführung (digital per Web-Konferenz)
Fr, 6.11.: 16 - 20 Uhr (Museum Folkwang)                        
Sa, 7.11.: 12 - 18 Uhr (Museum Folkwang)                       
Fr, 13.11.: 16 - 20 Uhr (Museum Folkwang)                     
Sa, 14.11., 12 - 18 Uhr (Museum Folkwang)                     
Fr, 4.12.: 16 - 20 Uhr (Museum Folkwang)                        
Fr, 11.12.: 16 - 20 Uhr (Museum Folkwang)

Dort­mun­der Passagen
Prof. Dr. Barbara Welzel
Montag 16-18 Uhr, Beginn Montag, 2.11.2020
digital (ggf. einzelne Ortstermine)
LABG 2009 (2016) [KG7.1, KG7E.1, KG8, KG9.1; KW3_1 , KW3a_1, KW3b_1]

Master KuK [KW 1.1, KW1.2; KW3.1, KW3.2]

Mit den „Dort­mun­der Passagen“ wurde 2019 ein Stadtführer entwickelt, der die Stadt Dort­mund in der Gegenwart und zugleich in ihrer historischen Tiefe erschließt. Er ist in fünf Routen gegliedert, auf denen das Stadtgebiet erschlossen werden kann. Dabei werden nicht isolierte Sehenswürdigkeiten behandelt. Vielmehr geht es um die Erschließung der Stadt in der Bewegung, um Flanieren und Erkunden. Das Seminar möchte gleichermaßen die Methoden der Stadterschließung reflektieren wie einzelne Orte erkunden.

Für den Master „Kulturanalyse und Kulturvermittlung“ gehört das Seminar in ein Projektmodul, das einen Audioguide für eine der Routen erarbeiten soll.

Für die Lehramtsstudierenden geht es um Methoden der Stadterkundung und der stadtkulturellen Bildung.

Teilnahmevoraussetzung: bestandene Modulprüfung KG1 bzw. KG2 bzw. KW1 bzw. KW1a bzw. KW1b der LABG 2009. Bitte melden Sie sich über das LSF an

 

Grundlage

Stefan Mühlhofer/Wolfgang Sonne/Barbara Welzel (Hg.): Dort­mun­der Passagen. Ein Stadtführer. Berlin 2019. Zur Anschaffung empfohlen!

 

Dort­mun­der Passagen: Projekt Audioguide
Prof. Dr. Barbara Welzel
Dienstag, 14-16 Uhr, 14-täg. Beginn Dienstag, 3.11.2020
digital (und ggf. einzelne Termin in Raum EF 50, 4.234)
Master KuK [KW 1.3; KW 3.3]

Im Rahmen des Masterstudiengangs „Kulturanalyse und Kulturvermittlung“ steht in der kunstwissenschaftlichen Vertiefung ein Vermittlungsprojekt im Pro­gramm, das die Stu­die­ren­den des 1. und des 3. Semester gemeinsam realisieren. Im Winter­semester 2020/21 wollen wir einen Audioguide zu einer der Routen der „Dort­mun­der Passagen“ erarbeiten: die Stationen auswählen, die Sachinformationen recherchieren, die Vermittlungsstrategien reflektieren, die Texte verfassen und schließlich den Audioguide produzieren. Diese Ver­an­stal­tung steht im inhaltlichen Zusammenhang mit dem Vertiefungsseminar zu den „Dort­mun­der Passagen“ und der „edition ortlos“ von „Bild und Klang“. Für das kunstwissenschaftliche Projekt müssen alle drei Ver­an­stal­tun­gen besucht werden.

Bitte melden Sie sich über das LSF an.

 
Kunsthistorisches Colloquium
Prof. Dr. Barbara Welzel
Mittwoch, 16:00 – 18:00 Uhr, 14-täg.; Beginn Mittwoch, 4.11.2020, und Mittwoch 11.11.2020
digital (ggf. einzelne Ortstermine)
LABG 2009 (2016) [KG11.3; KW4_2, KW4b_2]

Am Ende des Stu­di­ums noch einmal Rückschau nehmen und Per­spek­tiven entwickeln – das ist eine der wichtigsten Funktionen des Kunstgeschichtlichen Kolloquiums. Es bietet Raum, Fragen an das Fach zu klären, gemeinsam aktuelle Fragen zu diskutieren etc.

Teilnahmevoraussetzung: bestandene Modulprüfung KG1 bzw. KG2 bzw. KW1 bzw. KW1a bzw. KW1b der LABG 2009. Bitte melden Sie sich über das LSF an

 

RUHR-ATLAS. Die künstlerische Erkundung von Räumen, Städten, Landschaften
Hon.-Prof. Dr. Kurt Wettengl
Beginn: Freitag, 6. November 2020, 14 Uhr, Ort (außerhalb der TU) wird noch bekanntgegeben
LABG 2009 (2016) [KG7.1, KG7E.1, KG8, KG9.1; KW3.1-KW3.3, KW3a, KW3b.1-KW3b.3]

Teilnahmebeschränkung: 16 Teilnehmer*innen

Angesichts der Co­ro­na-­Pan­de­mie wird das Seminar nicht in Räumen der TU statt­finden, sondern sofern mög­lich im Freien und hybrid.

Mit temporären oder permanenten Kunstwerken begleiten Künstlerinnen und Künstler in den ver­gang­enen Jahrzehnten bis heute den Strukturwandel des Ruhrgebiets. Meist erfolgt diese Auseinandersetzung mit dieser Region auf Einladung von Institutionen und zu besonderen Anlässen. Die Künstlerinnen und Künstler arbeiten mit den verschiedensten Methoden und in un­ter­schied­lichen Medien. Sie blicken dabei keineswegs nur zurück auf die Ver­gan­gen­heit des Ruhrgebiets, sie stellen gleichzeitig Fragen nach der Gegenwart und entwerfen Vorstellungen von Mög­lich­keiten der Gestaltung dieses großen Industriegebiets, dessen Ver­gan­gen­heit die Landschaft geprägt und verändert hat, prägende Bauwerke und imposante Abraumhalten hinterlassen und die Strukturen des sozialen Lebens nachhaltig geprägt hat.

Kunstwerke auf Halden und entlang des Emscher-Kanals werden im Seminar ebenso verhandelt wie andere, z. B. klangkünstlerische Annäherungen an die Region. Aber auch die eigenen Wahrnehmungen der Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer werden zum The­ma: Es geht um eine bewusste Raumerfahrung auf dem Weg von Ihrem Ausgangspunkt zum Kunstwerk oder dem Ort seiner Entstehung (z. B. bei Klangkunstwerken) und die aufmerksame Wahr­neh­mung für den Ort des Kunstwerks. Wissen­schaft­liche und künstlerische Methoden kommen hierbei zur Anwendung.

Ich stelle mir folgende Schritte vor:

1. Freitag, 6. November, 14.00 Uhr (Ort wird noch bekanntgegeben; im Freien)
Maximal 16 Teil­neh­mer­in­nen und Teilnehmer; Vorstellung von 8 Themen und Bildung von 2-er-Teams

2. Im November
suchen Sie im Team das Kunstwerk oder den Ort seiner Entstehung (bei temporären Werken) auf. Sie beschreiben den Weg, die Atmosphären der Orte durch die Sie kommen sowie den Ort des Werks in Text, Bild (Zeichnung, Skizze, Video) und Fieldrecordings.

3. November/Dezember
Nach der ersten Begehung setzen sich intensiv mit dem Kunstwerk und dem Ort auseinander und entwickeln Fragestellungen.

4. Am 15. Dezember
laden die 8 Teams ihr Medium (Video, Animation, Text-Bild-Collage etc., Vortrag) hoch, sodass alle anderen an den bisherigen Ergebnissen teilhaben können. Die 8 Beiträge werden diskutiert.

5. Januar/Februar
Die 2-er-Teams arbeiten ihr The­ma weiter aus.

6. Freitag, der 19. Februar 202110.00–16.30 Uhr;
Präsentation/ Vorträge – sofern mög­lich. Der Ort wird dann rechtzeitig bekanntgeben. Sollte sich absehen lassen, dass pandemiebedingt kein Treffen mög­lich ist, ist der Vortrag schriftlich auszuarbeiten.

Bitte melden Sie sich über das LSF und direkt bei mir (kurt.wettengl@tu-dortmund.de) an.

Lehrangebot Sommer­semester 2020

Prof. Dr. Barbara Welzel

Kunstgeschichtl. Colloquium/ Beratungskolloquium
„Kunsthistorisches Kolloquium“

Seminarnummer: 160234
Termine und Raum werden noch bekannt gegeben
[KG11.3; KW4_2, KW4b_2; KuK KWP4]
1 SWS

Am Ende des Stu­di­ums noch einmal Rückschau nehmen und Per­spek­tiven entwickeln – das ist eine der wichtigsten Funktionen des Kunstgeschichtlichen Kolloquiums. Es bietet Raum, Fragen an das Fach zu klären, gemeinsam aktuelle Fragen zu diskutieren etc.

 

Kunst und Raum/ Kunstgeschichtliche Vertiefung/Kunstgeschichte und Bildwissenschaft
Stadtspäher

Seminarnummer: 160208
Blockveranstaltungen: Ortstermine
Beginn und Einführung: Freitag, 24.04., 10-14 Uhr, Hoch­schul­etage Dort­mun­der U
Weitere Termine: 7.5./15.5./22.5./3.7.
[KW2_2, KW2a_2, KW2b_2; KW3_1 - KW3_3, KW3a, KW3b_1 - KW3b_3; KW4a, KW4b]
2 SWS

Das Seminar wird das Konzept der „Stadtspäher“ vorstellen: Was sind „Stadtspäher“, welche Themen bearbeiten sie mit welchen Methoden, welche Orte suchen sie warum auf?

  • Freitag 8.5.2020, ab 15 Uhr: der Landschaftspark an Schloss Bodelschwingh
  • Freitag 15.5.2020: 10-18 Uhr: Ressource Mittelalter Ruhr. Essen, in den Räumen der Volkshochschule
  • Freitag 22.5.2020, 14-18 Uhr: Niederländische Landschaften 1400-1600. Ort: Stadtkirche St. Petri. In Kooperation mit dem Festival „Klang­vokal
  • Freitag, 3.7., 10-14 Uhr: Hoch­schul­etage im Dort­mun­der U

Prof. Dr. Ingrid Scheurmann

Einführung in die Denkmalpädagogik/ Denkmalpädagogische Methoden und Formen der Kunstvermittlung
Denkmalpflege und Nachhaltigkeit
Zum historischen und aktuellen Umgang mit Bau- und Naturdenkmälern und was sie eigentlich dazu macht


Seminarnummer: 160232
Blockveranstaltung: 16./17. April, 14./15. Mai, 25./26. Juni, am Donnerstag von 14-18 Uhr, am Freitag von 10-14 Uhr, Fakultätssitzungssaal, GBII, EG, Campus Süd
[KuK KW2.1; KuK KW2.2]
2 SWS

Unter dem Motto „Rettung von Geschichte durch Renitenz gegen den Verbrauch“ (Wilfried Lipp 1996) un­ter­sucht das Seminar das Aufkommen und die Entwicklung von Erhaltensvorstellungen im Bereich von Denkmal-, Heimat- und Naturschutz während der Industrialisierung und Modernisierung der westeuropäischen Gesellschaften. Dabei ging die Kritik am Verbrauch des Historischen im 19. Jahrhundert einher mit der Erforschung, Inventarisierung und wachsende Kenntnis des für erhaltenswürdig Erachteten. Das trug maßgeblich zur Verwissenschaftlichung und Spezialisierung der Belange sowie zur Einrichtung staatlicher Schutzbehörden bei. In Preußen etwa standen Naturdenkmäler eher unter staatlichem Schutz als Baudenkmale.
Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Nachhaltigkeitsdebatte sollen historische und aktuelle Erhaltenskonzepte auf die ihnen zugrundeliegenden Wertvorstellungen diskutiert und Überlegungen zu einer integrierten „Re­ssour­cen­scho­nung“ angestellt werden. Dazu werden historische und aktuelle Beispiele herangezogen, die im Zentrum von Diskussionen standen oder immer noch stehen. Ziel ist es, gemeinsam Ideen für eine nachhaltige Bau- und Naturdenkmalpflege zu entwickeln und exemplarisch zu erproben.
Das Seminar richtet sich an Studentinnen und Studenten, die an der Diskussion denkmalpflegerischer und kunsthistorischer Grundsatzfragen sowie an der Entwicklung von Ideen und Kon­zep­ten für eine zukunftsfähige Erhaltung interessiert sind.

Literatur zum Einstieg:
- Tilmann Breuer: Denkmallandschaft. Ein Grenzbegriff und seine Grenzen, in: Österreichische Zeitschrift für Kunst und Denkmalpflege 1983, XXXVII. Jg., S. 75-82.
- Birgit Franz; Achim Hubel (Hg.): Historische Kulturlandschaft und Denkmalpflege. Definition – Abgrenzung – Bewertung – Elemente – Umgang (= Jahrestagung des Arbeitskreises Theorie und Lehre der Denkmalpflege 2008), Bamberg 2009.
- Uta Hassler (Hg.): Langfriststabilität. Beiträge zur langfristigen Dynamik der gebauten Umwelt, Zürich 2011.
- Hans Jonas: Das Prinzip Ver­ant­wor­tung. Versuch einer Ethik für die technologische Zivilisation, Frankfurt am Main 1979.
- Wilfried Lipp: Natur – Geschichte- Gesell­schaft. Zur Entstehung des Denkmalbewusstseins der bürgerlichen Gesell­schaft, Frankfurt/New York1987
- Hans-Rudolf Meier; Marion Wohlleben (Hg.): Denkmalpflege und Nachhaltigkeit. Beiträge zu einer Kultur der Umsicht., Zürich 2002.
- Hans-Rudolf Meier; Ingrid Scheurmann; Wolfgang Sonne (Hg.): Werte. Begründungen der Denkmalpflege in Geschichte und Gegenwart, Berlin 2013.
- Hartwig Schmidt (Hg.): Das Konzept Reparatur. Ideal und Wirklichkeit, München 2000.

Jun.-Prof. Dr. Henrike Haug

Vertiefung I-III/ Kunstgeschichte und Bildwissenschaft
Zwischen deutscher Geschichte und Arbeitskampf: Die Düsseldorfer Malerschule im 19. Jahrhundert

Seminarnummer: 160225
Mi, 10-12 Uhr, EF 50 R. 4.234
Beginn und Einführung: Mittwoch, 22.04.2020, EF 50 R.4.234
[KW3_1, KW3a_1, KW3b_1; KG10.1, KG11.1, KG13.1; KW4_1, KW4a_1, KW4b_1;]
2 SWS

Das Seminar wendet sich dem Phänomen der „Düsseldorfer Malerschule“ zwischen 1819 und 1918 zu: Gefragt wird erstens nach der Organisation und den besonderen Formen der „Königlich-Preußischen Kunstakademie“ in Düsseldorf, wurden an dieser Institution doch eine Vielzahl von Künstlern durch neuartige pädagogische Ansätze ausgebildet. Zweitens werden einzelne Protagonisten – Lehrer und Schüler – in ihren Karrierewegen und künstlerischen Positionen vorgestellt, sowie das Motiv der künstlerischen Kooperation als Ausdruck einer veränderten Kunstauffassung diskutiert. Drittens sollen die beiden leitenden Gattungen der Düsseldorfer Malerschule, das Historiengemälde und das Genrebild, in ihren Formen und Aufgaben für das 19. Jahrhundert als der Epoche der Industrialisierung, des beginnenden Arbeitskampfes und der nationalen Einung analysiert werden.

Einführende Literatur:
- Holtei, Christa: Die Düsseldorfer Malerschule. Kunst – Geschichte – Leben, Düsseldorf: Droste, 2017.
- Die Düsseldorfer Malerschule und ihre internationale Ausstrahlung 1819-1918, (= Ausst. Kat. Düsseldorf, Museum Kunstpalast, 2011/2012), hrsg. Bettina Baumgärtel, Petersberg: Imhof, 2011.
 

Exkursion
Kunst / Raum / Stadt: Berlin

Seminarnummer: 160226
Exkursion: 5.09-12.09.20
Beginn und Einführung: Mittwoch 22.04. + 20.05., 12-14 Uhr, Raum wird noch bekannt gegeben
[KW2.3, KW2b.3]
2 SWS

Ziel der Exkursion ist es, die Stadt Berlin ausgehend von den Museen und Sammlungen als vielschichtigen und historisch gewachsenen Kunst-Raum ken­nen­zu­ler­nen. Dazu wollen wir die Geschichte der einzelnen Institutionen erkunden und die verschiedenen Formen der musealen Sammlungen vorstellen und diskutieren. Besucht werden das Kunstgewerbemuseum, das Bode-Museum, das Deutsche Historische Museum, die Gemäldegalerie, das Alte Museum, das Pergamonmuseum, das Märkische Museum, das Museum Europäischer Kulturen, der Hamburger Bahnhof, die Alte Nationalgalerie, die Neue Nationalgalerie, das Museum für Fotografie und das Museum Berggruen. Anhand der un­ter­schied­lichen Gründungsintentionen und der sich wandelnden Bestände der Häuser soll eine Geschichte der Institution Museum erkennbar werden; zugleich wollen wir die verschiedenen Vermittlungsansätze diskutieren und dabei die Aufgaben von Museen immer wieder kritisch hinterfragen.
Die Teilnehmer*innenzahl an der Exkursion ist auf 20 Stu­die­ren­de beschränkt: Bitte bewerben Sie sich für die Teilnahme mit einer kurzen (1-2 Seiten umfassenden) Referatsskizze zu einem möglichen The­ma. Einsendeschluss der Bewerbungen ist Mittwoch, der 15. April 2020: als pdf an henrike.haug@tu-dortmund.de

Literatur:
- Hiller von Gaertringen, Katrin und Georg: Eine Geschichte der Berliner Museen in 227 Häusern, Berlin/München: DKV, 2014.

Hon.-Prof. Dr. Kurt Wettengl

Vertiefung I-III
Zeit und Zeitkonzepte in der Kunst der Gegenwart

Seminarnummer: 160238
Blockseminar: Termine werden ver­schoben und nach Pfingsten bekannt gegeben
[KG7.1, KG7E.1, KG8, KG9.1; KW3_1, KW3a_1, KW3b_1]
2 SWS

Zeit, gesellschaftliche und individuelle Zeitvorstellungen, Zeitkonzepte, Lebenszeit, Zeiterfahrung, Dehnung von Zeitwahrnehmung, Beschleunigung oder Verlangsamung finden ihren Ausdruck in den verschiedensten Künsten der Gegenwart – als Sujet oder in der künstlerischen Form. Eng verbunden damit ist die Dynamik von Erinnern und Vergessen.
Zeit und Zeitkonzepte in der Kunst der Gegenwart stehen im Zentrum der Ver­an­stal­tung. Kunstwerke von Marina Abramovic, Kader Attia, Christian Boltanski, On Kawara, Richard Long, Nam June Paik, Sigrid Sigurdsson, Bill Viola, Andy Warhol u. a. werden thematisiert.

Dr. Niklas Gliesmann

Kunst und Raum
Denkmalbotschafter – Schwerter Erinnerungsorte

Seminarnummer: 160210
Freitag 10-12 Uhr, EF50, R 4.234 und in Kompaktterminen vor Ort
Beginn Fr 17.04.20, EF50, R 4.234
Termine vor Ort (vermutlich an Freitagen im Mai und Juni, je 10-13 Uhr und die Präsentation, deren Termin noch bekannt gegeben wird)
2 SWS
LABG 2009 (2016) [KW2.2, KW2a.2, KW2b.2] [KW2.3]

Am Markt in Schwerte stehen die heutige evangelische Kirche St. Viktor und das direkt anschließende Rathaus aus dem späten 16. Jahrhundert. Die beiden Gebäude markieren den Zugang zur denkmalgeschützten Altstadt. St. Viktor beherbergt heraus­ra­gen­de Kunstwerke des späten Mittelalters und zeigt den Status derer, die sie einst gestiftet haben und ihr religiöses Verständnis. Das Alte Rathaus markiert die politische Bedeutung der ehemals wohlhabenden Hansestadt Schwerte an der Ruhr. Beide aber haben nicht nur eine historische und repräsentative Bedeutung, sondern sind in Gebrauch und noch immer zwei der identitätsstiftenden Orte. Die Denkmalbotschafter erkunden diese Erinnerungsorte gemeinsam, recherchieren Themen und Quellen und planen Vermittlungsstrategien, um die Denkmäler in die Gegenwart zu bringen. Sie stellen diese Erkennt­nisse als Denkmalbotschafterinnen und Denkmalbotschafter an einem Präsentationstag (Termin folgt) in Schwerte öffentlich vor.
Die Inhalte werden wir in den Seminarsitzungen und Kompaktterminen vor Ort erarbeiten, beteiligte Kooperationspartner treffen und Vermittlungsweisen erproben.


Vertiefung 1,2,3/ An­ge­wand­te Kunstvermittlung
Eine niederländische Reise

Seminarnummer: 160224
Donnerstag, 10-12 Uhr, EF50 R 4.234
Termine vor Ort: Freitag 22. Mai 2020, 14:30-18:00 Uhr, in St. Petri, Dort­mund-Innenstadt, Work­shop; Donnerstag 9.7.20, 15:00 - 18:00 Uhr Abschlusssitzung in St. Viktor in Schwerte zum dortigen Antwerpener Retabel.
Beginn: Do 16.04.20, EF50, R 4.234
2 SWS
LABG 2009 (2016): [KW3.1-3.3, KW3a, KW3b.1-KW3b.3; KuK KW2.3]

Seit Albrechts Dürers Reise nach und Aufenthalt in Antwerpen vom Juli 2020 bis Juli 2021 sind bald 500 Jahre vergangen. Von Dürer selbst ist ein Reisebericht (auch „Das Tagebuch der Niederländischen Reise“ genannt) ge­schrie­ben worden. Dieser und viele seiner heute separat erhaltenen zeichnerischen Blätter sind eine Fundgrube von Beobachtungen, biographischen Notizen, Finanzabrechnungen und Ereignissen, die aufgrund der Detailtreue und heute hinzukommender wissenschaftlicher Kommentierung einen „point of presence“ schaffen, der für uns die historische Stadt Antwerpen, Ihre Kunst, Ihr Selbstverständnisses und die Ereignisse dieser Zeit neu in Netzwerke verknüpft. Es scheinen darin vielfältige Beziehungen zu Orten, Themen und Ereignissen in Dürers Lebenswelt auf, die einen Blick in die Kulturgeschichte der Niederlande am Umbruch vom Mittelalter zur nordeuropäischen Renaissance erlauben und auch das Dort­mun­der Goldene Wunder ins kulturgeschichtliche Licht setzen helfen. Denn im Jahr 2021 sind auch 500 Jahre seit Erstellung des Liefervertrags für das größte heute erhaltene Antwerpener Retabel verstrichen.
Was hat Dürer gesehen? Was nimmt er für wich­tig? Was hat er gezeichnet? Wo geht er hin? Und daraus folgend die Frage; wie hat er Stadt – die damals größte Handelsstadt Nordeuropas – wahrgenommen? Wen hat er getroffen? Wie sortiert er die Eindrücke? Was ist zeitlicher Prozess? Was trägt weiter, was sinkt ins Nichtwahrnehmbare? Hat Dürers Reise irgendwo Spuren hinterlassen? Wer war denn noch in dieser Zeit dort und gibt es wei­tere Quellen? Was geschieht, wenn man zu­sam­men aus Dürers Tagebuch liest und die Notizen darin, seine Beobachtungen und Querverweise analysiert und ihre erst heute in unserem wis­sen­schaft­lichen Framing neu auftauchenden Querbezüge entdeckt? Was passiert, wenn darin erkennbare Oberthemen bis in die Gegenwart reichen, wenn
unser Wahrnehmen, unsere Themen und Bezüge vielleicht auf einem 500 Jahre alten Ausgangspunkt gründen und sich damit neue Aussagen und Bilder formulieren lassen?
Dieses Seminar ko­ope­riert mit dem Seminar „Dürer war gestern_Zeichenexkursion nach Antwerpen“ von Herrn Borchers im Arbeitsbereich Künstlerisches Arbeiten/Graphik. Der
kunstgeschichtliche Teil thematisiert die historische Wahr­neh­mung der Stadt
Antwerpen vor 500 Jahren, während die Zeichenexkursion die heutige Stadt in den Blick nimmt. Beide Seminare sollen von Ihnen belegt werden und erbringen bei erfolgreichem Abschluss sowohl eine Unterschrift in KW, wie auch eine in KA.
Eventuelle Fragen dazu beantworten wir gern im Vorfeld per E-Mail.

Dr. Birgit Franke

Sehen und Beschreiben  
 
Frührenaissance in Florenz und Brügge - entfällt in diesem Semester
 
Seminarnummer: 160222  
 
[KG1.2, KG2.2, KG1E.1, KG1E.2; KW1_2, KW1b_1] 2 SWS 
 
Im Fokus des Seminars stehen Gemälde des 15. Jahrhunderts, die in Florenz und Brügge entstanden sind: Porträts und biblische Historien, Heiligenlegenden und mythologische Themen. Neben den ästhetischen und narrativen Prinzipien werden die historischen Kontexte und Funktionen der Gemälde analysiert, die die künstlerische Gestaltung ebenso mitbedingten wie die Vorgaben der Auftraggeber. Auf der Grundlage der Publikation von Michael Baxandall interessiert zudem das „period eye“, der historische Blick auf Kunstwerke, der auf vielfältige Weise durch das alltägliche Leben, Er­fah­run­gen und Ge­wohn­hei­ten geprägt war. Die Maler stellten sich weitgehend auf die visuelle Kompetenz ihres Publikums ein. Bestandteil des Seminars ist der Work­shop „Niederländische Landschaften“, in dem u.a. nach der Rolle der Landschaftshintergründe in den Gemälden gefragt wird. 
 
Zur Einführung (Anschaffung wird empfohlen!): Michael Baxandall: Die Wirklichkeit der Bilder. Malerei und Erfahrung im Italien der Renaissance. Seit 1977 in zahlreichen Auflagen erschienen.

Dr. Christian Walda

Kunst und Raum

Kuratieren im Museum  
 
Seminarnummer: 160206 
 
wird auf das Winter­semester 2020/21 ver­schoben
 
 
[KW2_2, KW2a_2, KW2b_2] 2 SWS 
 
Die Aufgaben eines Museums bestehen im Sammeln, Bewahren, Erforschen/Dokumentieren und Ausstellen/Vermitteln von kunsthistorisch, kulturell, historisch, naturwissenschaftlich oder anderweitig für uns Men­schen relevanten Objekten und ihren Narrativen. Dieses Seminar hat das Ziel, Museen und ihre Funktionen für die Gesell­schaft nahezubringen.  
 
Hierfür nehmen die Stu­die­ren­den die Arbeitsfelder der Kuratorinnen und Kuratoren in den Blick. Sie stehen im inhaltlichen und organisatorischen Zentrum der Museumsarbeit und sind als Ausgangspunkt gut geeignet, das Museumswesen mit seinen Funktionen für die Gesell­schaft ken­nen­zu­ler­nen. Sie sind nicht nur in allen vier Aufgabenfeldern eines Museums tätig, sondern müssen diese weitgehend auch verantworten und eigenständig vorantreiben. Nicht selten haben sie überdies die Funktionen von Sammlungs- und Projektleitungen inne. Die kuratorische Tätigkeit beschränkt sich damit nicht auf die rein inhaltliche Arbeit, sondern umfasst – in den letzten Jahren immer stärker – Aufgaben des Projektmanagements und der Ver­wal­tung.    Die Stu­die­ren­den sollen Einblick in die Arbeitsfelder in einem Museum bekommen und ver­schie­de­ne Funktionen kennen- und voneinander abgrenzen lernen. Der Schwerpunkt ist das kultur- und kunstgeschichtlich ausgerichtete Museum, die behandelten Felder lassen sich aber problemlos auf alle Museumsformen übertragen. Bezugspunkt ist das Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dort­mund. An diesem Ort werden an konkreten Beispielen die behandelten Aspekte der kuratorischen Aufgaben mit der Praxis abgeglichen und umgekehrt die vorgefundene museale Praxis unter Maßgabe der erarbeiteten Aufgabenfelder kritisch beleuchtet werden.

Priv.-Doz. Dr. Esther Meier

Methoden der Kunstgeschichte/ Kult. Gedächtnis und Methoden der Kunstgeschichte 
 
Aus zweiter Hand.  Aspekte der Veränderungen von Objekten und Räumen  
 
Seminarnummer: 160229 Mi, 14:00–16:00 Uhr, EF50, R.4234 Beginn und Einführung: Mittwoch, 15.04.2020, EF 50 R. 4234 
 
[KG4.1, KG4E.1, KG5.1; KW2_1, KW2a_1. KW2b_1; KW_5.1; KuK KWP2; KuK KdM P2; KuK KdT P2, KuK Musikw. P2] 
 
2 SWS 
 
Kein Kunstwerk und Objekt der Ver­gan­gen­heit blieb so bewahrt, wie es einst geschaffen wurde. Diese Binsenweisheit birgt eine Fülle von komplexen Fragestellungen.  Es gilt, die materielle Veränderung zu erkennen und zu benennen, doch nicht mit dem alleinigen Zielt, den ursprünglichen Zustand aus den späteren Veränderungen herauszuschälen. Vielmehr sind spätere Eingriffe mitunter dem ersten Schaffensprozess vergleichbar, da auch dadurch ein Objekt ent­steht, das den momentanen Bedürfnissen, den gegenwärtigen Umständen und kulturellen Gegebenheiten entspricht. Deshalb sind der Anlass der Veränderung und die dadurch entstehende neue Aussage in einer eingehenden Analyse herauszuarbeiten. Die Ver­an­stal­tung will exemplarisch Werke mit je un­ter­schied­lichen Veränderungen betrachten. Darunter solche, die vom Künstler selbst in einem zweiten Arbeitsschritt, andere, die zu einer späteren Zeit von anderer Hand vorgenommen wurden. Dabei werden auch prominente Beispiele im Mit­tel­punkt stehen, die die Kunstgeschichte geprägt haben.

Priv.-Doz. Dr. Katharina Christa Schüppel

Vertiefung I-III 
 
Farbe, Licht, Fragmente: Spätantike und mittelalterliche Mosaiken  in Rom und Süditalien  - entfällt in diesem Semester
 
Seminarnummer: 160232  
 
[KG7.1, KG7E.1, KG8, KG9.1; KW3_1, KW3a_1, KW3b_1] 2 SWS 
 
Aus unzähligen kleinen tesserae – Mosaiksteinchen – aufgebaut erzählen die Mosaiken der Spätantike und des Mittelalters in Rom und Süditalien komplexe Ge­schich­ten. Sie verhandeln Konzepte von Spiritualität, entwerfen Geschichtsbilder und repräsentieren lokale politische Gemeinschaften. Aufgrund ihrer Materialität reagieren Mosaiken in besonderer Weise mit ihrer Umgebung, vor allem mit Licht – weshalb wir im Seminar aktuelle Konzepte des „multisensorischen Kirchenraums“ diskutieren werden. Gegenstand des Seminars sind  (in Auswahl) die Mosaikausstattungen der großen römischen Basiliken (Santa Maria Maggiore, Santa Pudenziana, Santa Prassede), das spätantike Baptisterium in Neapel, das Mausoleum der Costanza in Rom, die Mosaiken des Normannenpalasts in Palermo und des Domes in Monreale, das Aufeinandertreffen von westlichen und byzantinischen Modellen in Santa Maria dell’Ammiraglio in Palermo, und auch die großen mittelalterlichen Bodenmosaiken wie das Mosaik der Kathedrale in Otranto. 
 
Das Seminar findet als Blockseminar statt. Am 24.04.20 gibt es eine Vorbereitungssitzung, in der auch die Themen vergeben werden.

Christopher Kreutchen M.Ed.

Vertiefung I-III 
 
»PRACHTRESERVATE« – Gartendenkmale als Landmarken historischer wie »politischer Landschaft«. 
 
Seminarnummer: 160228 
 
Block: 30. April.; 28. Mai.; 25. Juni.; 02. Juli. je 10 – 12 Uhr, EF 50 R.4.234 
 
4 Tagesexkursionen:
Fr. 08. Mai Studientag in Schloss Bodelschwingh, Dort­mund
Sa. 30. Mai Schloss Benrath, Düsseldorf
So. 28. Juni Bergpark Wilhelmshöhe, Kassel
Sa. 04. Juli Landschaftspark Duisburg Nord 
 
[KG7.1, KG7E.1, KG8, KG9.1; KW3_1, KW3a_1, KW3b] 
 
2 SWS 
 
Bezeichnet der Kunsthistoriker Martin Warnke Gärten als »Prachtreservate«, so charakterisiert er sie im gewissen Sinne als Schutzräume; als Schutzräume repräsentativer Pracht gegen die Natur wie historischen Gesellschaften. Demnach verlangen Men­schen in Gartenräumen der Natur vor der Folie von Konventionen, Netzwerken, Erwartungen und technischen Mög­lich­keiten eine Aussage ab. Es wird die Hypothese zu prüfen sein, inwiefern derartige Reservate politische Grundfiguren aus Land, Nation und Herrscher in Raumfolgen konservieren bzw. in ihren Raumkonzepten auf eine natürliche wie politische Landschaft reagieren und sich von dieser abheben.  
Im Verlauf des Seminars werden vier unterschiedliche »Prachträume« aufgesucht und ihre inszenierte ›Andersartigkeit‹ zu anderen Natur- wie Gesellschaftsräumen un­ter­sucht. Gleichzeitig wird zu fragen sein, inwiefern die Gartendenkmale als Aussageabsichten mit Fernwirkung in der Landschaft und auf Reiserouten installiert wurden. 

Für das Seminar wurde ein Skript mit der zu lesenden Literatur erstellt. Sie erhalten dies ab dem 6. April in der zentralen Vervielfältigungsstelle im Mathetower. Bitte bringen Sie das Skript zur ersten Sitzung mit. 
 
Teilnahmevoraussetzung: bestandene Modulprüfung KG1 bzw. KG2 bzw. KW1 bzw. KW1a bzw. KW1b der LABG 2009.

 

Sehen und Beschreiben/ An­ge­wand­te Kunstvermittlung 
 
LANDSCHAFTSGÄRTEN: gesellschaftliche Potenziale unter den Vorzeichen des Klimawandels. 
 

Seminarnummer: 160207 Dienstag, 12 – 14 Uhr, EF 50 R. 4.234 Beginn und Einführung: Dienstag, 21.04.2020, R. 4.234 Zusätzlicher Termin: Do. 07. Mai Studientag in Schloss Bodelschwingh + wei­tere Vor-Ort-Termine [KG1.2, KG2.2, KG1E.1, KG1E.2; KW1_2, KW1b_1] [KuK KW2.3] 
 
2 SWS 
 
Wird die Entstehung von »englischen« Landschaftsgärten – verkürzt gesprochen – als politisch transformierte Gegenreaktion auf die formbasierten Gärten des Absolutismus beschrieben oder auch der Englische Garten in München als erstes »demokratisches Grün des Kontinents« bezeichnet, so wird das Raumkonzept des Landschaftsgartens mit einer politischen Haltung gleichgesetzt; ge­sell­schaft­li­cher Wandel übersetzt in Gartenräumen.  
 
Im Zentrum des Seminars steht zum einen der Zusammenhang von Politik und Garten sowie einem historischen »Erziehungswillen« durch derartige Raumkonzepte und zum anderen der Erhalt solch begehbarer Landschaftsbilder als akute gesellschaftliche Her­aus­for­de­rung unter dem Vorzeichen des Klimawandels. Was bedeutet es in Fragen von kultureller Teilhabe ein »demokratisches Grün« für eine heterogene Gesell­schaft zu reaktivieren? Welche Her­aus­for­de­rung bzw. welches Potential liegt dabei in der natürlichen Vergänglichkeit solcher Gartendenkmale und wie kann die konkrete Arbeit von zwei Jahrhunderten an dem kulturellen Erbe zum Dialogpartner für zeitgemäße und in die Zukunft gewandte Gesellschaftsdiskurse werden? 
 
Das Seminar ist Teil von DoProfil für inklusionsorientierte Lehrer/-innenbildung und verhandelt Aspekte kultureller Teilhabe im engen Austausch mit der katholischen wie evangelischen Theo­lo­gie, der Anglistik, Psycholinguistik, Re­ha­bili­ta­tions­wissen­schaf­ten, Philosophie und historischen Bil­dungs­for­schung. Ferner wird exemplarisch der Bodelschwingher Landschaftsgarten zu­sam­men mit Musikstudierenden sowie einem Landschaftsmalerei-Seminar erforscht. 
 
Für das Seminar wurde ein Skript mit der zu lesenden Literatur erstellt. Sie erhalten dies ab dem 6. April in der Zentralen Vervielfältigungsstelle im Mathetower. Bitte bringen Sie das Skript zur ersten Sitzung mit.

Christin Ruppio M.A.

Vertiefung I-III 
 
Moderne-Narrative  
 
Seminarnummer: 160230 Di 12-14 Uhr, EF 50 R.4234 Beginn und Einführung: Dienstag, 14.04.20, EF 50 R.4.234 
 
[KG7.1, KG7E.1, KG8, KG9.1; KW3_1, KW3a_1, KW3b_1] 
 
2 SWS 
 
„Die Docks sind ganz enorm; man verliert jeden Maßstab, wenn man […] an den Schiffen entlangeilt, schnurgerade an der wie im Traum immer noch länger werdenden ankernden Schiffreihe. […] Hier wird die Welt ganz phantastisch. Ich habe seit den Schlachthäuser n in Chicago dieses Märchenhafte unserer Welt nicht wieder so konkret gefühlt.“   Harry Graf Kessler, Tagebuch 6. Juni 1901 
 
Kessler – ein bedeutender Chronist des frühen 20. Jahrhunderts – stellt hier die phantastischen Eindrücke heraus, die monumentale Industrieanlagen und urbane Landschaften bei empfindsamen Beobachtern hinterlassen konnten. Einer zeitgleich aufkommenden Angst vor den rasanten wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Veränderungen setzt Kessler eine poetische Fortschrittserzählung entgegen.  Anhand von Werken der Sammlung des Museum Folkwang Essen werden wir nachvollziehen, wie ein ästhetisches In­te­res­se­ im Spannungsfeld zwischen Maschinenfaszination und Geschwindigkeitstaumel, aber auch Sehnsucht nach Ursprünglichkeit und Einfachheit, die Kunst des frühen 20. Jahrhunderts prägte.  
 
Um die Werke in ihrem kulturhistorischen Kontext zu verstehen, lesen wir gemeinsam folgendes Buch (zur Anschaffung empfohlen!): Philipp Blom: Der taumelnde Kontinent. Europa 1900–1914. München 2011.

 

Vertiefung I-III

Stadt Bauten Ruhr – Kommunale Bauten

Seminarnummer: 160231

Do., 10:15–11:45 Uhr, Bau­kunst­archiv NRW, Ostwall 7, Dort­mund

Einführung und Platzvergabe: Do. 9.4. 10:00 Uhr, EF50, Raum 4.234

Blocktermine: Fr. 8.5. und Fr. 15.5. jeweils 10:00–14:00 Uhr (voraus­sicht­lich in Essen und Schwelm)

Mit diesem Seminar steigen Sie in das fortlaufende Projekt „Stadt Bauten Ruhr – Forschen, Lehren, Teilhaben“ ein. Im interdisziplinären Austausch zwischen TU Dort­mund (Kunstgeschichte und Architektur), Bau­kunst­archiv NRW und Museum Folkwang Essen erforschen wir den Einfluss moderner Architektur auf ein vielfältiges Verständnis des Ruhrgebietes. Der Fokus des Projektes liegt dabei auf moderner Architektur des 20 Jahrhunderts, zu der das Bau­kunst­archiv NRW einen reichen Bestand originaler Objekte bewahrt. In jedem Semester wird eine signifikante Bauaufgabe in den Fokus rücken. Im Sommer­semester 2020 sind es kommunale Bauten.  

Die Erschließung des Archivs als aktiver Ort ge­sell­schaft­li­cher Identitätsbildung ist ein weiteres Ziel des Projektes. Kann die Objekterfahrung und Analyse architektonischer Medien (z.B. Pläne und Modelle) zu einem erweiterten Verständnis der Region beitragen? Diesen Fragen nähern wir uns in regelmäßigen Sitzungen im Bau­kunst­archiv NRW (Dort­mund) und weiteren vor Ort Terminen in umliegenden Städten.  Auf Basis dieser „For­schung in Echtzeit“ werden Sie gemeinsam mit den Stu­die­ren­den aus der Architektur einen Beitrag für einen Audioguide erarbeiten, der die Er­geb­nisse des Projektes einem breiteren Publikum zugänglich machen soll. 

Laura Di Betta M.A.

Kunst und Raum/ Vertiefung I-III 
 
Kunst in der DDR  
 
Seminarnummer: 160220 Di 10-12 Uhr, EF 50 4.234 Beginn und Einführung: Dienstag, 23.04.2020, EF 50 R.4.234 
 
[KW2_2, KW2a_2, KW2b_2; KG7.1, KG7E.1, KG8, KG9.1; KW3_1, KW3a_1, KW3b_1] 
 
2 SWS 
 
Die im Winter 2019/20 im Düsseldorfer Museum Kunstpalast realisierte Ausstellung „Utopie und Untergang“ bietet Anlass, das künstlerische Schaffen in der DDR und seine Rezeption seit dem Mauerfall zum The­ma eines Seminars der Kunstgeschichte zu machen.  
Das Seminar möchte sich wissenschaftlich mit dem künstlerischen Erbe aus der DDR-Zeit auseinandersetzen. Untersucht und historisch verortet werden sollen einerseits die Kategorien, mit denen diese Kunstwerke seither beschrieben und bewertet wurden. An­der­er­seits lernen wir die Bandbreite künstlerischer Positionen kennen.

 

Kunst und Raum/ Methoden der Kunstgeschichte 
 
Magdeburg zwischen Romanik und Gegenwart 
 
Seminarnummer: 160209 Beginn und Einführung: Donnerstag, 23.04.2020, EF 50 R.4.234 Weitere Termine: 14.05./18.06., EF 50 R. 4.234; Block, 19.7.-21.7.2020 vor Ort in Magdeburg 
 
[KG4.1, KG4E.1, KG5.1; KW2_1, KW2a_1. KW2b_1] 
 
2 SWS 
 
Magdeburg: Stadt am Hellweg und von Kaiser Otto I., mehrfach zerstört und wieder aufgebaut, sozialistische Modellstadt, heute Landeshauptstadt und Bewerber für den Titel „Kulturhauptstadt 2025“. 
Das Seminar möchte anhand der vielfältigen Bauwerke – vom romanischen Stiftsgebäude über den Magdeburger Dom, Zeugnisse Modernen Bauens bis zum sozialistischen Wohnungsbau – den Umgang mit dem kulturellen Erbe der Stadt beleuchten. Im Zentrum stehen dabei mögliche Vermittlungsansätze, dieses kulturelle Erbe für zukünftige Generationen verfügbar zu machen und zu halten. 
Das Seminar findet zum Teil vor Ort in Magdeburg statt. Für die Dauer vom 19.–21. Juli 2020 sind selbstständig Unterkunft und Fahrt zu organisieren. Die maximale Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen beschränkt.

Kalender

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen können Sie den Lageplänen entnehmen.