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Kunstgeschichte und Bildwissenschaft

Lehrangebot Som­mer­se­mes­ter 2021

Vorschau Som­mer­se­mes­ter 2021

Kunstgeschichte

Die An­mel­dung­en erfolgen – so nicht ausdrücklich anders angegeben – über das LSF

 

LEHRAMT

Kirchen als Erinnerungsorte
Laura Di Betta M.A.
Dienstag, 14-16 Uhr, Beginn: 20.4.2021
Ort: digital
LABG 2009 (2016) [KG1.2, KG2.2, KG1E.1, KG1E.2; KW1_2, KW1b_1]
2 SWS

Kirchen sind doppelt codierte Orte. Sie sind in einer religiösen Perspektive Orte der Geschichte Gottes mit den Men­schen. Gleichzeitig sind sie in einer säkularen Codierung Kulturdenkmäler und Zeugnisse der Kultur und Geschichte der eu­ro­pä­isch­en Städte, Dörfer und Landschaften.

Im Seminar wer­den wir unterschiedliche Kirchen als Erinnerungsorte un­ter­su­chen: Was kön­nen wir an ihrer Ar­chi­tek­tur ablesen? Was an ihren Kirchenschätzen? Welche Geschichte(n) des Ortes, in dem sie stehen, kön­nen wir daran erkennen?

Das Seminar umfasst gemeinsame Sitzungen sowie einzelne vor-Ort-Termine und einen Block am 12.+13. Juni 2021 jeweils von 10-14 Uhr.

 

500 Jahre Goldenes Wunder - Kunstwerk und Kontext
Dr. Niklas Gliesmann
Dienstag, 19.30-21.00 Uhr, Beginn: 20.04.2021
St. Petri, Dort­mund und digital (hybrid)
LABG 2009 (2016) [KG1.2, KG2.2, KG1E.1, KG1E.2; KW1_2, KW1b_1; KG4.1, KG4E.1, KG5.1; KW2_1, KW2a_1, KW2b_1]

Die Vor­trags­rei­he findet am 20.4., 27.4., 4.5., 11.5., 18.5., 25.5., 1.6., 8.6., 15.6., 22.6., 29.6. entweder von 19:30 bis 21 Uhr in St. Petri, Westenhellweg (gegenüber Hauptbahnhof), 44137 Dort­mund oder bei anhaltender Pan­de­mie-Situation zur gleichen Zeit im di­gi­ta­len Raum statt.

Die Sitzungen am 6.7., 13.7. und 20.7. sind als Seminarsitzungen an der TU Dort­mund EF50, R. 4.234 oder im di­gi­ta­len Raum zur Themenvertiefung und Reflexion der Vor­trags­rei­he vorgesehen.

Projektteam: Dr. Christopher Kreutchen M.Ed. und Dr. Niklas Gliesmann

In der Vor­trags­rei­he geht es im Frühjahr und Sommer 2021 multiperspektivisch um das Goldene Wunder in St. Petri in Dort­mund, dessen 500. Jahr seit Abschluss des Liefervertrags 2021 damit gefeiert wird. Verschiedene Aspekte seiner Funktion, Herstellung, materiellen Struk­tur und der Kulturgeschichte der Entstehungszeit wer­den dazu in den Mit­tel­punkt gestellt, um das Kunstwerk und seinen Kontext in den Blick zu nehmen. Forschungsgeschichte der Antwerpener Retabel und ih­re Rezeption im 19. und 20. Jahrhundert, die spezifisch franziskanische Gestaltung, Beispiele von politischem Bildgebrauch um 1520 oder die Handelsstadt Antwerpen als Ort der Kunst und Luxusgüter kom­men zur Sprache.

 

Buch und Bibliothek – Die StiftsBibliothek Xanten
Dr. Niklas Gliesmann
Freitag, 10.00 s.t.-15.15, am 16.4.2021, 7.5.2021, 28.5.2021 und 4.6.2021, Beginn: 16.4.2021
Ort: digital
LABG 2009 (2016) [KG7.1, KG7E.1, KG8, KG9.1; KW3_1 –KW3_3 , KW3a_1 –KW3a_3, KW3b_1-KW3b_3; KG11.2, KG12.1; KW5_1; KG10.1, KG11.1, KG13.1; KW4_1, KW4a_1, KW4b_1]
2 SWS

Die StiftsBibliothek Xanten be­her­bergt einen einzigartigen Bestand an historischen Büchern aus un­ter­schied­lichen Zeiten, handschriftlich und gedruckt, aus dem Gebrauch der ehemaligen Stiftskirche St. Viktor und ihrer Stiftsherren, sowie aus anderen geistlichen Institutionen. Sie befinden sich in ei­nem historischen Lesesaal, der uns zur Ver­fü­gung steht, um diese Bücher anzusehen.

Im Seminar wer­den wir uns das Buch als kulturgeschichtliche Erscheinung, in seiner materiellen Form, als Statusobjekt und als Trägermedium anschauen. Was sind das für Bücher in ihrer Gestaltung, in ihrem Inhalt, ihrem Gebrauch damals und in ihrem Wert für unser Forschen heute? Was sind Marginalien, Federproben und wie wird ein Buch hergestellt, gebunden und verwahrt? Warum hatte ein solcher Ort eine Bibliothek und Bücher aus welchen Disziplinen stehen dort? Das Seminar wurde ge­mein­sam erdacht und wird durch­ge­führt mit Unter­stüt­zung von Hannah Metzner M.A. (Forschungsvolontärin), Elisabeth Maas M.A. (Museumsleiterin) und Dipl.-Rest. Claudia Kienzle M.A. (Buchrestaurierung).

Teilnahmevoraussetzung: bestandene Modulprüfung KG1 bzw. KG2 bzw. KW1 bzw. KW1a bzw. KW1b der LABG 2009.

 

Bauforschung  und Baubeschreibung
Dr. Silke Haps
Montag 16-18 Uhr, 14-tägig, Beginn ab 26.04.2021
Ort: digital

LABG 2009 (2016) [KW2_2, KW2a_2, KW2b_2]
2 SWS

Bauforschung bedeutet die wis­sen­schaft­liche Er­for­schung von baulichen Anlagen und ih­re Betrachtung als Quellenmaterial. In der Über­tra­gung aus der Deutung anderer, vor allem schriftlicher Quellen, kann sie mit dem »Lesen« sämtlicher baulicher Überreste in ihrem Zu­sam­men­hang umschrieben wer­den. Eine Auswertung der schriftlichen und bildlichen Überlieferung, sofern diese vorhanden ist, ergänzt hierbei die Un­ter­su­chung. Bauforschung – auch »historische« oder je nach Kontext »archäologische Bauforschung« genannt – ist eng verknüpft mit der Bau-/Architekturgeschichte: Diese sind Teilgebiete der Kunstgeschichte (und Archäologie) und seit dem 19. Jahrhundert auch ei­gen­stän­dige Fachgebiete in der Architektenausbildung an den neu gegründeten Technischen Hoch­schu­len, den Vorläufern der Technischen Uni­ver­si­tä­ten, in Deutsch­land. Bauforschung als Teil der Baugeschichte mit den dort etablierten Methoden der Analyse und Beschreibung, die sich wiederum mit der Un­ter­su­chung der historischen Bauten selbst als Quellen befasst, kann hierbei als »historische Wis­sen­schaft mit Methoden des Architekten« bezeichnet wer­den. In der Regel findet sie in interdisziplinärem Austausch statt.

In diesem Seminar setzen wir uns mit Methoden der Annäherung an Bauten auseinander, dem Erkennen, Verstehen und Vermitteln. Wie nähern wir uns ei­nem Bauwerk? Was sehen wir? Welche Methoden stehen uns bei der Analyse zur Ver­fü­gung? Wie kön­nen wir das Gesehene in Worte fassen?

Die Ver­an­stal­tung umfasst gemeinsame Sitzungen 14-tägig am Montag sowie an einzelnen wei­te­ren Terminen, die sämtlich per Zoom statt­finden:

Mo, 26.04.2021, 16:00-18:00 Uhr (Einführung I) Mo, 10.05.2021, 16:00-18:00 Uhr (Einführung II) Di, 25.05.2021, 12:00-14:00 Uhr (Selbstlernphase - Rücksprache) Mi, 26.05.2021, 12:00-14:00 Uhr (Selbstlernphase - Rücksprache) Sa, 29.05.2021, 10:00-12:00 Uhr (Einführung III) Mo, 07.06.2021, 16:00-18:00 Uhr (Referate, Input) Mo, 21.06.2021, 16:00-18:00 Uhr (Referate, Input) Sa, 26.06.2021, 10:00-12:00 Uhr (Referate, Input) Sa, 03.07.2021, 10:00-14:00 Uhr (Referate, Input, Zwischenfeedback) Mo, 05.07.2021, 16:00-18:00 Uhr (Referate, Input) Mo, 19.07.2021, 16:00-18:00 Uhr (Referate, Input) Mo, 06.09.2021, 16:00-18:00 Uhr (Rücksprache, Abschlussphase) Mo, 20.09.2021, 16:00-18:00 Uhr (Schlussbesprechung, Reflexion, Feedback)

Teilnahmevoraussetzung: bestandene Modulprüfung KG1 bzw. KG2 bzw. KW1 bzw. KW1a bzw. KW1b der LABG 2009.

 

 

Bronzeskulpturen
PD Dr. Henrike Haug
Termine: Das Seminar findet als di­gi­ta­le Blockveranstaltung statt. Die Termine sind Mittwoch, 07.07.21, Donnerstag, 08.07.21, und Freitag, 09.07.2021, jeweils von 12 bis 18 Uhr.
Ort: digital

LABG 2009 (2016) [KG7.1, KG7E.1, KG8, KG9.1;KW3_1 –KW3_3 , KW3a_1 –KW3a_3, KW3b_1-KW3b_3]
2 SWS

Teilnahmevoraussetzung: bestandene Modulprüfung KG1 bzw. KG2 bzw. KW1 bzw. KW1a bzw. KW1b der LABG 2009.

 

„Art and Design for All!” Die Kunstgewerbemuseen und ih­re Sammlungen
Judith Klein M.A.
Donnerstag, 10-12 Uhr, Beginn: 22.04.2021
Ort: digital
LABG 2009 (2016) [KG4.1, KG4E.1, KG5.1; KW2_1, KW2a_1, KW2b_1]
2 SWS

Im 19. Jahrhundert gingen die Kunstgewerbemuseen aus den Kunst- und Wunderkammern der vorangegangenen Jahrhunderte hervor. Ihre (Muster-)Sammlungen hatten dabei Vorbildcharakter für Künstler, Handwerker und die wachsende Industrie und dienten als Inspiration für neue Erzeugnisse. 

Im Rah­men dieses Seminars wer­den sowohl die Gründungsgeschichten als auch die Sammlungspraxis be­deu­ten­der Kunstgewerbemuseen im Mit­tel­punkt stehen. Die (virtuelle) Reise wird u.a. in das Mu­se­um für angewandte Kunst in Wien, in das Victoria & Albert Mu­se­um in London, in das Stedelijk Mu­se­um in Amsterdam und auch in das Mu­se­um für Kunst und Kulturgeschichte in Dort­mund führen.

Teilnahmevoraussetzung: bestandene Modulprüfung KG1 bzw. KG2 bzw. KW1 bzw. KW1a bzw. KW1b der LABG 2009.

 

sharing heritage
Christopher Kreutchen M.Ed.
Donnerstag, 16-18 Uhr , Beginn: 22.04.2021
Ort: digital
LABG 2009 (2016) [KG11.2, KG12.1; KW5_1]
2 SWS

Im Kontext von DoProfiL (Dort­mun­der Profil für inklusionsorientierte Lehrer/-innenbildung) stellt das Seminar Fragen nach kultureller Teilhabe; nach sharing heritage in Zeiten der Pan­de­mie, Limitierung räumlicher Zugänglichkeit und des social distancings. Wer erbt von wem eigentlich was? Lässt sich das Erbe ausschlagen, oder was ist der ben­efit von Teilhabe? Geht sharing heritage eigentlich digital? Das Seminar flankiert die III. Staffel der »Dort­mun­der DENKwerkstatt Kunstwissenschaft«, die sich im Som­mer­se­mes­ter dem gleichen The­ma wid­met. Aus dem geteilten DENKraum der wöchentlichen Kurzimpulse nimmt das Seminar die Gedankensplitter der beteiligten For­sche­rin­nen und Forscher auf, diskutiert und kontextualisiert sie.

Im engen Austausch mit der Arbeits­gruppe »Kulturelle Teilhabe« – For­sche­rin­nen und Forschern der Kunstgeschichte, Kunstdidaktik, katholischen wie evangelischen Theo­lo­gie, der Anglistik, Psycholinguistik, Re­ha­bili­ta­tions­wissen­schaf­ten, Philosophie, Musik­wissen­schaft und historischen Bil­dungs­for­schung – wird nach Choreografien der Teilhabe gesucht, die Kulturräume an die »Alltagsräume« anschließen.

 

Next Stop Paradise! Salzburg und Innsbruck
Christopher Kreutchen M.Ed.
LABG 2009 (2016) [KW2.3, KW2b.3]

Beginn: 28.04.2021

Teilnahmevoraussetzung: bestandene Modulprüfung KG1 bzw. KG2 bzw. KW1 bzw. KW1a bzw. KW1b der LABG 2009.

Eigenverantwortliche Tagesexkursionen über das Semester verteilt zu drei von vier vorgeschlagenen Gartendenkmalen in der Region + ein selbstgewählter Garten oder Park

Begleitet durch monatliche „small-talks“ mittwochs 12.00–14.00 (erstes Treffen 28.04.)

 

»Meine Damen, mehr euer Verstand als unser Entschluss hat uns hierher geführt. Was ihr mit euren Kümmernissen anzufangen meint, weiß ich nicht; die meinigen habe ich hinter dem Stadttor zurückgelassen, als ich vor kurzem mit euch hindurchgegangen bin. Deshalb entschließt euch denn ins­ge­samt, entweder mit mir zu scherzen, zu lachen und zu singen, soviel sich mit eurer Ehrbarkeit verträgt, oder ver­ab­schie­det mich, dass ich wieder meinen Sorgen nachgehe und in die geplagte Stadt zurückkehre.« (Giovanni Boccaccio »Das Dekameron.« Übers. und hg. von Karl Witte. Frankfurt am Main 20175, S. 32)

Unter den Vorzeichen des Pandemiegeschehens steht die Exkursion »Next Stop Paradise« in der kulturellen Tradition einer ›Fahrt ins Grüne‹; einer Fahrt, um die Sorgen des Alltags hinter sich zu lassen. Dabei bildet das ›Grün‹ seit jeher einen kulturellen Gegenort zur Stadt und den damit verbundenen Belastungen, Verantwortungen und Problemen. So lässt auch bereits Boccaccio im »Dekameron« (Mitte 14. Jh.) eine Gruppe vor dem Schwarzen Tod aus Florenz in die Gartenanlagen vor der Stadt fliehen. Den Anspruch an den Aufenthalt dort lässt Boccaccio die Figur des Dioneo formulieren. Innerhalb des Seminars wer­den wir solche kulturellen ›Fluchtbewegungen‹ und ›Gärten‹ als realisierte Utopie und inszenierte Gegenorte diskutieren.

»Dioneo, sehr wohl hast du gesprochen. In Lust und Freuden müssen wir leben, denn aus keinem anderen Grund sind wir dem Jammer entflohen.« (Ebd., S. 32)

Das Seminar ist Teil von DoProfil (Dort­mun­der Profil für inklusionsorientierte Lehrer/-innenbildung) und verhandelt Aspekte kultureller Teilhabe im engen Austausch von Kunstgeschichte, Kunstdidaktik, katholischen wie evangelischen Theo­lo­gie, der Anglistik, Psycholinguistik, Re­ha­bili­ta­tions­wissen­schaf­ten, Philosophie, Musik­wissen­schaft und historischen Bil­dungs­for­schung.

 

Kunstgeschichtliches Kolloquium
PD Dr. Esther Meier
Mittwoch 14-täg., 12-14 Uhr, Beginn: 21.04.2021
Ort: digital
LABG 2009 (2016) [KG11.3; KW4_2, KW4b_2]
1 SWS

Das Seminar will am Ende des Stu­di­ums das Fach Kunstgeschichte, dessen Arbeitsweisen und Be­deu­tung reflektieren. In diesem Rah­men kön­nen offene Diskussionspunkte und aktuelle Fragestellungen erörtert wer­den.

In der ersten Sitzung wer­den die Themen ge­mein­sam ent­wickelt.

 

Kunstgeschichtliches Kolloquium
PD Dr. Esther Meier
Mittwoch 14-täg., 14-16 Uhr, Beginn: 28.04.2021
Ort: digital
LABG 2009 (2016) [KG11.3; KW4_2, KW4b_2]
1 SWS

Das Seminar will am Ende des Stu­di­ums das Fach Kunstgeschichte, dessen Arbeitsweisen und Be­deu­tung reflektieren. In diesem Rah­men kön­nen offene Diskussionspunkte und aktuelle Fragestellungen erörtert wer­den.

In der ersten Sitzung wer­den die Themen ge­mein­sam ent­wickelt.

 

Verschwindend – Stadtbauten als Modelle
Christin Ruppio M.A.
Dienstag 10-12 Uhr, Beginn: 20.04.2021
Ort: digital
LABG 2009 (2016) [KW2_2, KW2a_2, KW2b_2; KG7.1, KG7E.1, KG8, KG9.1; KW3_1 –KW3_3 , KW3a_1 –KW3a_3, KW3b_1-KW3b_3]
2 SWS

Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg war auch im Ruhrgebiet eine Zeit der Neuorientierung, Umdeutung und Suche. Ebenso eine Zeit des Aufschwungs, der in Form neuer Ar­chi­tek­tur im Stadtbild sichtbar wurde. Viele dieser damals hochgeschätzten Nachkriegsbauten sind heute vom Abriss bedroht oder längst verschwunden. Sie bleiben allein anhand von Skizzen, Plänen und Modellen in Archiven wie dem Bau­kunst­archiv NRW in Dort­mund erfahrbar. Im Seminar wer­den wir das Archiv als Ort des aktiven ge­sell­schaft­li­chen Diskurses kennenlernen. Zudem wer­den die dort bewahrten Bestände zu den (bald) verschwundenen Bauten als Aus­gangs­punkt für die künstlerische Auseinandersetzung mit der Ar­chi­tek­tur dieser Zeit in Form von Modellen, Artefakten und Skulpturen dienen.

Das Seminar ist Teil des For­schungs­pro­jek­tes „Stadt Bauten Ruhr“, welches vom Lehrstuhl für Kunstgeschichte der TU Dort­mund in Ko­ope­ra­ti­on mit dem Lehrstuhl Geschichte und The­o­rie der Ar­chi­tek­tur (TU Dort­mund), dem Bau­kunst­archiv NRW und dem Folkwang Mu­se­um Essen durch­ge­führt wird. Zugleich findet es im Rah­men einer Ko­ope­ra­ti­on der Kunstgeschichte mit dem künst­le­ri­schen Arbeiten im Bereich Plastik statt. Es ist deshalb nur in Kombination mit der Ver­an­stal­tung von Maik Ronz „Modell und Utopie“ (Blocktermine wer­den noch bekannt gegeben!) zu belegen. Insgesamt sind es also 4 SWS und Sie er­hal­ten eine Unterschrift in der Kunstgeschichte und eine in der Plastik. 

Teilnahmevoraussetzung: bestandene Modulprüfung KG1 bzw. KG2 bzw. KW1 bzw. KW1a bzw. KW1b der LABG 2009.

 

Folkwang Impuls
Christin Ruppio M.A.
Donnerstag 12-14 Uhr, Beginn: 22.04.2021
Ort: digital
LABG 2009 (2016) [KG7.1, KG7E.1, KG8, KG9.1; KW3_1 –KW3_3 , KW3a_1 –KW3a_3, KW3b_1-KW3b_3; KG10.1, KG11.1, KG13.1; KW4_1, KW4a_1, KW4b_1]
2 SWS

Am 25.3.1921 verstarb der Mäzen und Kulturvermittler Karl Ernst Osthaus verfrüht und hinterließ in seiner Heimatstadt Hagen die bedeutende Sammlung des Folkwang-Museums sowie bis heute sichtbare Fragmente wegweisender Projekte in den Be­rei­chen Baukultur und angewandte Künste. Zwischen 1902 und 1921 hatte Osthaus Künstler/innen und Architekten (u.a. Milly Steger, Peter Behrens, Bruno Taut und Walter Gropius) nach Hagen geladen, um mit ihnen Projekte durch­zu­führen, die seiner Idee der Vereinbarkeit von Kunst und Leben im ganzen Stadtgebiet Gestalt verleihen sollten. Mit Initiativen wie den Wanderausstellungen des Deut­schen Mu­se­um für Kunst in Handel und Gewerbe sorgte Osthaus aber ebenso dafür, dass seine Vision weit über die Grenzen Hagens hinaus Beachtung fand. Während die Bauten und Kunstwerke im öf­fent­lichen Raum weiterhin das Stadtbild Hagens prägen, wurde die Folkwang-Sammlung inklu­sive der Weltkunst-Objekte nach Osthaus’ Tod nach Essen verkauft und die Sammlung kunstgewerblicher Objekte nach Krefeld.

Zum 100. Todestag von Karl Ernst Osthaus blicken wir zurück auf eine Person und eine Geschichte, die von außerordentlichem Sendungsbewusstsein ebenso geprägt war, wie von teils paradox erscheinenden Aussagen und Handlungen. Im Seminar wer­den wir Osthaus’ Vision aus un­ter­schied­lichen Per­spek­tiven un­ter­su­chen (z.B. aus den Reformbewegungen und Weltkunst-Ansätzen um 1900 heraus) und der heute über mehrere Städte und Institutionen verstreuten Sammlung nachspüren. Dabei wird uns nicht allein die Retrospektive beschäftigen, sondern auch die Fra­ge, welche zukunfts­weisenden Aspekte sich in diesem vom Folkwang ausgehenden Impuls bis heute finden.

Teilnahmevoraussetzung: bestandene Modulprüfung KG1 bzw. KG2 bzw. KW1 bzw. KW1a bzw. KW1b der LABG 2009.

 

Zurück bis zu Adam und Eva – Religiöse Motive in der Kunst der Moderne
Annika Schank M.A.
Mi 18-20 Uhr und Blocktermine, Beginn: 21.04.2021
Ort: digital

LABG 2009 (2016) [KG4.1, KG4E.1, KG5.1; KW2_1, KW2a_1, KW2b_1]
2 SWS

Heilige und ih­re Attribute, Madonnentypen, die Arma Christi… die christliche Ikonografie verfügt über eine ganz eigene Bildsprache, deren Motive bis in die zeitgenössische Kunst fortwirken. Ursprünglich religiöse Bildformeln wie das Triptychon und die Pietà wer­den von Künstler*innen wie Max Beckmann und Käthe Kollwitz aktualisiert. Performer*innen entdecken rituelle Handlungen für sich und besetzen sie neu. Paul Thek schafft eigene Reliquien und die passenden Reliquiare dazu. Und Ulrike Rosenbach wirft die Fra­ge auf, wie die Vorstellung der jungfräulichen Gottesmutter Maria das Frauenbild prägt. Auch Erzählungen und Figuren aus der Hebräischen Bibel wer­den künst­lerisch aufgegriffen: Auguste Rodin stellt mit dem Sündenfall die Entfremdung des modernen Men­schen dar. Marc Chagall findet eine moderne Formensprache für die Ge­schich­ten um Moses, David oder Rachel. Barnett Newman reflektiert in abstrakten Gemälden wie Abraham über Demut und Spiritualität. Im Seminar verfolgen wir die Darstellungskonventionen auf ih­re Ursprünge zurück, beschäftigen uns mit biblischen Texten und Heiligenlegenden und lernen, die Hin­ter­grün­de der modernen Adaptionen zu entschlüsseln. Im Zen­trum stehen Kunstwerke in der Sammlung Folkwang, geplant ist außerdem eine Exkursion nach Köln.

 

Termine

Mi, 21.4., 8.30 (s.t.) -10 Uhr (s.t.)(Einführung Zoom)

Sa, 24.4., 10 – 16 Uhr (Mu­se­um Folkwang)

Mi, 19.5., 8.30 (s.t.)-10 Uhr (s.t.) (Zoom)

Sa, 29.5., 10 – 16 Uhr (Mu­se­um Folkwang)

Sa, 5.6., 10 – 16 Uhr (Köln)

Mi, 7.7., 8.30 (s.t.) -11 Uhr (s.t.) (Zoom)

Sa, 10.7. 10 – 16 Uhr (Köln)

Gedankenspiele. Conceptual Art
PD Dr. Katharina Christa Schüppel
Blocktermine: 23.04.21 (Freitag), 15-18 Uhr; Einführung 05.06.21 (Sams­tag), 9-12 und 13-16 Uhr: Blockseminar Teil 1 12.06.21 (Sams­tag), 9-12 und 13-16 Uhr: Blockseminar Teil 2 19.06.21 (Sams­tag), 9-12 und 13-16 Uhr: Blockseminar Teil 3
Ort: digital
LABG 2009 (2016) [KG7.1, KG7E.1, KG8, KG9.1;KW3_1 –KW3_3 , KW3a_1 –KW3a_3, KW3b_1-KW3b_3; KG10.1, KG11.1, KG13.1; KW4_1, KW4a_1, KW4b_1]

Nur Gedankenspiele? Der Begriff Conceptual Art be­schreibt eine Kunstform, die in ihren Ursprüngen, in den 1960er Jahren, die Idee bzw. das künstlerische Kon­zept vom Objekt löst. Dennoch spielen genau wie die Ideen – über Zeit, Raum, ganz allgemein das Leben, das Künstlersein in Ver­gan­gen­heit und Gegenwart – auch die Ma­te­ri­alien eine bedeutende Rolle in Werken konzeptueller Kunst: einfache und kostbare Ma­te­ri­alien, alte und neue Stoffe, „natürliche“ Ma­te­ri­alien wie Pflanzen, ephemere Phänomene wie Nebel und Rauch, die eine materiale Basis haben. Ebenso wich­tig ist der (scheinbare) Materialverzicht als Statement: das Sprechen über Kunst und das Ausstellungskonzept als Kunstwerk. Gegenstand des Seminars sind Positionen der Conceptual Art von den 1960er Jahren bis heute.

Das Seminar findet als digitales Blockseminar statt.

Teilnahmevoraussetzung: bestandene Modulprüfung KG1 bzw. KG2 bzw. KW1 bzw. KW1a bzw. KW1b der LABG 2009.

 

Vom Phoenix-Werk zum Phoenix-See. Orte - Orte der Erinnerung - Orte in der Erinnerung,
Hon.-Prof. Dr. Kurt Wettengl
Montag 14-16 Uhr, Beginn: 19.04.2021 (Zoom-Meeting), Ab­schluss­ver­an­stal­tung am 30. Juli 2021, ab 10 Uhr (online oder vor Ort)
Ort: digital
LABG 2009 (2016) [KG7.1, KG7E.1, KG8, KG9.1;KW3_1 –KW3_3 , KW3a_1 –KW3a_3, KW3b_1-KW3b_3]

Das Seminar konzentriert sich auf einen Ort in Dort­mund, der in diesem Seminar von allen ge­mein­sam un­ter­sucht wer­den soll: Hörde mit dem ehemaligen Phoenix-Werk und dem heutigen Phoenix-See.

 

Das Seminar befasst sich im übergeordneten Sinne mit:

# (künstlerischer) Raumerkundung

# dem, was Orte sind und dem, was sie ausmachen

# dem Verschwinden von Orten

# der Veränderung von Orten

# mit Orten der Erinnerung und Orten in der Erinnerung

Wir beschäftigen uns mit den Gegebenheiten und Atmosphären der Orte, mit Kunstwerken, die sich im ver­gang­enen Jahrzehnt mit diesem ehemaligen Industriestandort und seiner unmittelbaren Um­ge­bung befassten und mit Me­di­en (Dokumentationsfotografien und -filmen etc.), die von diesen Orten handeln, die ih­re Funktion und Be­deu­tung dokumentieren, analysieren, erschließen aber auch mythisieren.

 

Erwartet wer­den drei Arbeitsschritte mit Abgabe und Präsentation zu ver­schie­de­nen Terminen:

1. 3-seitiger Text über Ihre Erkundung des Ortes

2. 10-seitiger Text zu ei­nem der Themen

3. Präsentation am Abschluß

Bitte überlegen Sie sich vor der An­mel­dung, ob Sie sich angesichts der An­for­der­ungen beteiligen möchten.

Ein Moodle-Lernraum wird ein­ge­rich­tet

Das Seminar ist auf 20 Teil­neh­mer­in­nen begrenzt. Es findet zu­nächst online statt. Sofern es die pandemische Lage im Sommer erlaubt, könnte das Seminar dann mit einer eintägigen Ver­an­stal­tung vor Ort enden.

 

Teilnahmevoraussetzung: bestandene Modulprüfung KG1 bzw. KG2 bzw. KW1 bzw. KW1a bzw. KW1b der LABG 2009.

 

MASTER KUK

sharing heritage
Christopher Kreutchen M.Ed.
Donnerstag, 16-18 Uhr, Beginn: 22.04.2021
Ort: digital
Master KuK KW P2
2 SWS

 

Einführung in die Museums-  oder Denkmal-pädagogik: Geschichte und The­o­ri­en
Hon.-Prof. Dr. Ingrid Scheurmann
Freitag, Block; Termine wer­den noch bekannt gegeben
Ort: digital

Master KuK KW 2.1
1 SWS

 

Museums- oder denkmalpädagogische Methoden und Formen der Kunstvermittlung
Hon.-Prof. Dr. Ingrid Scheurmann
Master KuK KW 2.2
Freitag, Block; Termine wer­den noch bekannt gegeben
Ort: digital

1 SWS

 

Buch und Bibliothek – Die StiftsBibliothek Xanten
Dr. Niklas Gliesmann
Freitag, 10.00-15.15, vier Blocktermine, Beginn: 23.04.2021
Ort: digital
Master KuK KW2.3
2 SWS

Die StiftsBibliothek Xanten be­her­bergt einen einzigartigen Bestand an historischen Büchern aus un­ter­schied­lichen Zeiten, handschriftlich und gedruckt, aus dem Gebrauch der ehemaligen Stiftskirche St. Viktor und ihrer Stiftsherren, sowie aus anderen geistlichen Institutionen. Sie befinden sich in ei­nem historischen Lesesaal, der uns zur Ver­fü­gung steht, um diese Bücher anzusehen.

Im Seminar wer­den wir uns das Buch als kulturgeschichtliche Erscheinung, in seiner materiellen Form, als Statusobjekt und als Trägermedium anschauen. Was sind das für Bücher in ihrer Gestaltung, in ihrem Inhalt, ihrem Gebrauch damals und in ihrem Wert für unser Forschen heute? Was sind Marginalien, Federproben und wie wird ein Buch hergestellt, gebunden und verwahrt? Warum hatte ein solcher Ort eine Bibliothek und Bücher aus welchen Disziplinen stehen dort? Das Seminar wurde ge­mein­sam erdacht und wird durch­ge­führt mit Unter­stüt­zung von Hannah Metzner M.A. (Forschungsvolontärin), Elisabeth Maas M.A. (Museumsleiterin) und Dipl.-Rest. Claudia Kienzle M.A. (Buchrestaurierung).

 

Beratungskolloquium
PD Dr. Esther Meier
Mittwoch 14-täg., 12-14 Uhr, Beginn: 21.04.2021 und Mittwoch 14-täg. 14-16 Uhr, Beginn: 28.04.2021
Ort: digital
Master KuK KW P4
2 SWS

Das Seminar will am Ende des Stu­di­ums das Fach Kunstgeschichte, dessen Arbeitsweisen und Be­deu­tung reflektieren. In diesem Rah­men kön­nen offene Diskussionspunkte und aktuelle Fragestellungen erörtert wer­den.

In der ersten Sitzung wer­den die Themen ge­mein­sam ent­wickelt.

Kunstgeschichte und Bildwissenschaft

Lehrangebot Win­ter­se­mes­ter 2020/21

Vorschau Win­ter­se­mes­ter 2020/21

Kunstgeschichte

All eyes on… Objekte un­ter­su­chen und be­schrei­ben

Laura Di Betta M.A.
Donnerstag, 16-18 Uhr, Beginn Donnerstag 5.11.2020
EF 50 R. 4.234
LABG 2009 (2016) [KG1.2, KG2.2, KG1E.1, KG1E.2; KG4.1, KG4E.1, KG5.1, KW2_1, KW2a_1, KW2b_1]

Die Ekphrasis – die kunstvolle Bildbeschreibung – hat eine bis in die Antike zurückreichende Tradition. Beginnend mit Homers poetischer Beschreibung von Achilles‘ Schild, haben sich im Laufe der kunstgeschichtlichen Auseinandersetzung mit Objekten über die Jahrhunderte ver­schie­de­ne Herangehensweisen, Formen und Schulen ent­wickelt, das Sichtbare in Sprache zu übertragen. Die Beschreibung von Objekten – von der ersten Bestandsaufnahme bis zu den kleinsten Details – steht am Anfang jeder gelungenen Analyse. In diesem Seminar wol­len wir uns mit dieser Annäherung an Objekte auseinandersetzen. Wie nähern wir uns ei­nem Kunstwerk? Was sehen wir? Und wie fassen wir das Gesehene in Worte? Dabei spielt be­son­ders die Ar­beit mit Originalen eine wichtige Rolle.

Die Ver­an­stal­tung umfasst gemeinsame Sitzungen sowie in­di­vi­du­elle Museumsbesuche.

Zur Einführung

Raphael Rosenberg: Von der Ekphrasis zur wis­sen­schaft­lichen Bildbeschreibung. Vasari, Agucchi, Félibien, Burckhardt, in: Zeitschrift für Kunstgeschichte 58. Bd., H. 3 (1995), S. 297-318.

Bitte melden Sie sich über das LSF an.

 

Kunst- und Kulturmuseen als Erinnerungsorte
Laura Di Betta M.A.
Freitag 12-14 Uhr, Beginn Freitag, 6.11.2020
EF 50 R. 4.234
LABG 2009 (2016) [KW3.1-KW3.3, KW3a, KW3b.1-KW3b.3)

Fr 12-14 Uhr, EF 50 4.234 + vor-Ort-Termine

Kunst- und Kulturmuseen sind ein wichtiger der Teil der Erinnerungskultur. Als Orte des Sammelns, Bewahrens, Forschens und Vermittels prägen sie, was und wie erinnert wer­den soll. Ausgehend von Pierre Noras eingeführtem Begriff des „Erinnerungsorts“ un­ter­sucht das Seminar Kunst- und Kulturmuseen der Region als Bewahrer des kulturellen Erbes. Dabei soll nicht nur die jeweilige Sammlung in den Blick genommen wer­den, sondern auch die Einbindung der Museumsarchitektur in den städtischen Raum sowie das Verhältnis zwischen der Institution und der Stadt­ge­sell­schaft.

Die Ver­an­stal­tung umfasst gemeinsame Sitzungen sowie in­di­vi­du­elle Museumsbesuche.

Zur Einführung

Pierre Nora: Das Zeitalter des Gedenkens, in: Pierre Nora (Hrsg.), Erinnerungsorte Frankreichs, München 2005, S. 543-575.

Teilnahmevoraussetzung: bestandene Modulprüfung KG1 bzw. KG2 bzw. KW1 bzw. KW1a bzw. KW1b der LABG 2009. Bitte melden Sie sich über das LSF an.

Flügelretabel Entdecken, Verstehen, Vermitteln
Dr. Niklas Gliesmann
Donnerstag 14-16 Uhr, Beginn Donnerstag, 5.11.2020
EF 50 R. 4.234
LABG 2009 (2016) [KG1.2, KG2.2, KG1E.1, KG1E.2; KW1_2, KW1b_1; KG4.1, KG4E.1, KG5.1, KW2_1, KW2a_1, KW2b_1]

Gegenstand des Seminars sind die im späten Mittelalter weit verbreiteten Flügelretabel. Es wer­den dabei einige im Norden Europas erhaltene Retabel besprochen, mit einer Schwerpunktlegung auf die im frühen 16. Jahrhundert aus dem Produktionszentrum Antwerpen kommenden Exemplare. Dabei geht es sowohl um die Fragen zur Entstehung und Funktion dieses Typs von Altarausstattung, als auch zur tech­nisch­en Herstellungsweise von Skulptur und Malerei und um Überlegungen zur topografischen Verbreitung. Die Käufer und die Wahr­neh­mung dieser Objekte an Ihren Bestimmungsorten sind ebenso Seminarthema. Vertieft wer­den die Kennt­nisse zur Bildersprache der Retabel (Ikonografie), die methodischen Wege in der Auseinandersetzung mit der Herstelleridentifikation (Stilkritik) und die kulturgeschichtliche Sicht auf die Zentren der Pro­duk­tion. Die Geschichte der Er­for­schung dieser Objekte im Fach Kunstgeschichte soll ebenso zur Sprache kom­men, wie die eigene Monumentenkenntnis erweitert wird. Das Lesen und Interpretieren zugehöriger Quellentexte rundet das The­ma ab.

Bitte melden Sie sich über das LSF an.

 

Reiseskizzen
Dr. Niklas Gliesmann
Freitag 10-12 Uhr, Beginn Freitag, 6.11.2020
EF 50 R. 4.234
LABG 2009 (2016) [KG7.1, KG7E.1, KG8, KG9.1; KW3.1-KW3.3, KW3a, KW3b.1-KW3b.3, KG10.1, KG11.1, KG13.1; KW4_1, KW4a_1, KW4b_1; KG11.2, KG12.1; KW5_1]

Wer reist, muss oft und mag auch meist davon be­rich­ten. Dieses Erzählen kann in Schriftform geschehen, vor allem aber lebt ein Bericht oft von Bildern der be­such­ten Orte, von Faszination, Exotik und Neuerung. Die Bilder zeigen die Vorstellungen die sich die oder der Reisende selbst von den Orten macht, oder die aufgrund der Erwartungshaltung ihrer und seiner Leser nachträglich bei der Abfassung des Berichtes entstehen. Im Seminar wol­len wir ver­schie­de­ne Kombinationen von Text und Bildern in Reisekontexten anschauen und ver­ste­hen welche Folgen für die Kunst, Politik und Wis­sen­schaft diese Reisen bis in die Gegenwart haben, sowie Objekte und Bilder der Unternehmung in den Kontext ihrer Entstehungszeit einordnen. Wir un­ter­su­chen Reisen von Kaufleuten, von Entdeckern und von Wis­sen­schaft­lern, ganz reales Reisen wie auch fantastisch ausgeschmücktes.

Teilnahmevoraussetzung: bestandene Modulprüfung KG1 bzw. KG2 bzw. KW1 bzw. KW1a bzw. KW1b der LABG 2009. Bitte melden Sie sich über das LSF an.

 

Einführung in die Kunstgeschichte 

Prof. Dr. Barbara Welzel
Mittwoch 10-12 Uhr und Mittwoch 12-14 Uhr
EF 50 R. 4.234
LABG 2009 (2016) [KW1_1, KW1a_]

 

Dort­mund entdecken
Judith Klein M.A.
Donnerstag 10-12 Uhr
EF 50 R. 4.234
LABG 2009 (2016) [KG1.2, KG2.2, KG1E.1, KG1E.2; KW1_2, KW1b_1; KW2_2, KW2a_2, KW2b_2]

 

Diversitätsdialoge: Potentiale ge­sell­schaft­li­cher HETEROTOPIEN 2.0. Covid19 – Impulsgeber für kulturelle Teilhabeprozesse oder Anlass digitaler Mimikry
Christopher Kreutchen M.Ed.

Dienstag 16-18 Uhr, Beginn Dienstag 3.11.2020
EF 50 R. 4.234
LABG 2009 (2016) [KG4.1, KG4E.1, KG5.1; KW2_1, KW2a_1, KW2b_1; KG10.1, KG11.1, KG13.1; KW4_1, KW4a_1, KW4b_1]

Im Kontext vom DoProfil für inklusionsorientierte Lehrer/-innenbildung un­ter­sucht das Seminar Aspekte kultureller Teilhabe in Zeiten der Pan­de­mie wie Limitierung räumlicher Zugänglichkeit. Dabei versteht sich das Seminar dezidiert als Forschungsseminar, was im Diversitätsdialog mit der Musik­wissen­schaft der Fra­ge nach den Potentialen ge­sell­schaft­li­cher Heterotopien nachgeht; sprich nach Michel Foucault den Potentialen von in konkreten Raumkonzepten realisierter Utopien – Museen, Kirchen, Konzerthäuser, Theater, Kinos, Friedhöfe und Gärten. Wie verändern sich die in­sti­tu­ti­o­nell­en Angebote kultureller Teilhabe durch die Langzeitfolgen der Pan­de­mie? Wie wer­den analoge Raumkonzepte in „di­gi­ta­le Räu­me“ übersetzt oder transformiert? Welche Zugänge und Bewegungsanlässe denken Sie dafür mit? Im engen Austausch mit der Arbeits­gruppe »kulturelle Teilhabe« – For­sche­rin­nen und Forschern der katholischen wie evangelischen Theo­lo­gie, der Anglistik, Psycholinguistik, Re­ha­bili­ta­tions­wissen­schaf­ten, Philosophie und historischen Bil­dungs­for­schungwer­den sich im Zeichen der Pan­de­mie entwickelnde Strategien der Teilhabe beschrieben und nach Choreografien der Teilhabe gesucht, die Kulturräume an die „Alltagsräume“ oder eben an­ders­he­rum anschließen.

Teilnahmevoraussetzung: bestandene Modulprüfung KG1 bzw. KG2 bzw. KW1 bzw. KW1a bzw. KW1b der LABG 2009. Bitte melden Sie sich über das LSF an.

 

Spot on Mnemosyne – 13 Wochen 13 Orte des Erinnerns
Christopher Kreutchen M.Ed.
Montag 12-14 Uhr, Beginn Montag, 2.11.2020
EF R. 4.234
LABG 2009 (2016) [KG7.1, KG7E.1, KG8, KG9.1; KW3.1-KW3.3, KW3a, KW3b.1-KW3b.3; KG11.2, KG12.1; KW5_1]

Dort­mun­der DENKwerkstatt Kunstwissenschaft“: Neben den Inhalten ist das gemeinsame Denken bei Kopräsenz in geteilten Räumen wesentlicher Aspekt von Uni­ver­si­tät, der sich jedoch nicht eins zu eins »digitalisieren« lässt. Der situativen Her­aus­for­de­rung einer „Adhoc-In­no­va­ti­on“ im Frühjahr 2020 begegnet die Dort­mun­der Kunstwissenschaft (Kunstgeschichte und Kunstdidaktik) mit einer experimentellen und sich im ge­mein­samen Tun entwickelnden „Denkwerkstatt“. Im Win­ter­se­mes­ter geht das Format in die zweite Staffel. In Staffel II der DENKwerkstatt steht Menmeosyne, die Göttin des Erinnerns, im Fokus. 13 For­sche­rin­nen und Forscher wer­den in 13 Semesterwochen 13 Räu­me des Erinnerns aufrufen; sie in wöchentlichen Kurzimpulsen als räumliche Orientierungsmarken aktivieren. Werden sich die DENKwerkstatt-Impulse erneut als »digitaler« Gesprächsfaden durch das Semester ziehen, so wird das Seminar näher an die einzelnen Beiträge heranzoomen und in fach­li­chen spin offs „Mnemosynes“ Rolle in wis­sen­schaft­lichen Diskursen ausleuchten. Das Seminar ist Teil von DoProfil für inklusionsorientierte Lehrer/-innenbildung und verhandelt Aspekte kultureller Teilhabe – im Win­ter­se­mes­ter mit dem Schwerpunkt auf Raum – im engen Austausch mit der katholischen wie evangelischen Theo­lo­gie, der Anglistik, Psycholinguistik, Re­ha­bili­ta­tions­wissen­schaf­ten, Philosophie und historischen Bil­dungs­for­schung.

Teilnahmevoraussetzung: bestandene Modulprüfung KG1 bzw. KG2 bzw. KW1 bzw. KW1a bzw. KW1b der LABG 2009. Bitte melden Sie sich über das LSF an.

 

Prämuseale Sammlungen: Kunst, Natur und Wis­sen­schaft
PD Dr. Esther Meier
Mittwoch 14-16 Uhr
EF 50 R. 4234
LABG 2009 (2016) [KG11.2, KG12.1; KW5_1]

Öffentliche Museen sind verhältnismäßig junge Ein­rich­tun­gen. Das Sammeln, Ordnen und Zurschaustellen von Bildern und Objekten jedoch ist eine alte Kulturpraxis. Das Seminar will das Sammlungswesen von etwa 1500 bis 1800 unter ver­schie­de­nen Aspekten eingehender be­trach­ten. In jenen Jahrhunderten ent­stan­den Kunst- und Wunderkammern mit Werken der Kunst, Natur und Tech­nik sowie Spezialsammlungen, die sich auf eine Objekt- oder Bildgattung konzentrierten und zunehmend favorisiert wurden. Jeder Typus, die je eigene Systematik sowie die Zugänglichkeit generierte spezifisches Wissen, förderte Kommunikations- und Denkstrukturen.

Das Seminar wird einen Überblick über Sammlungen, Ordnungssysteme, Erwerbsstrukturen und Nutzung gegeben sowie in exemplarischen Tiefbohrungen heraus­ra­gen­de Sammlungen und Sammlerpersönlichkeiten be­trach­ten wie Kaiser Rudolfs II., der um 1600 in Prag eine Kunstkammer einrichtete oder Margarete von Österreich, Statthalterin der Niederlande, die in Mechelen vielfältige Objekte sammelte.

 

"Verschwindend? – Stadt Bauten Ruhr"
Christin Ruppio M.A.
Di. 10:15–11:45 Uhr und Blocktermine (wer­den noch bekannt gegeben!), Beginn Dienstag, 3.11.2020
EF 50 R. 4.234
LABG 2009 (2016) [KG7.1, KG7E.1, KG8, KG9.1; KW3.1-KW3.3, KW3a, KW3b.1-KW3b.3; KW2_2, KW2a_2, KW2b_2]

Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg war auch im Ruhrgebiet eine Zeit der Neuorientierung, Umdeutung und Suche. Ebenso eine Zeit des Aufschwungs, der in Form neuer Ar­chi­tek­tur im Stadtbild sichtbar wurde. Viele dieser damals hochgeschätzten Nachkriegsbauten sind heute vom Abriss bedroht oder längst verschwunden. Sie bleiben allein anhand von Skizzen, Plänen und Modellen in Archiven wie dem Bau­kunst­archiv NRW in Dort­mund erfahrbar. Im Seminar wer­den wir das Archiv als Ort des aktiven ge­sell­schaft­li­chen Diskurses kennenlernen. Zudem wer­den die dort bewahrten Bestände zu den (bald) verschwundenen Bauten als Aus­gangs­punkt für die künstlerische Auseinandersetzung mit der Ar­chi­tek­tur dieser Zeit in Form von Modellen, Artefakten und Skulpturen dienen.

Das Seminar ist Teil des For­schungs­pro­jek­tes „Stadt Bauten Ruhr“, welches vom Lehrstuhl für Kunstgeschichte der TU Dort­mund in Ko­ope­ra­ti­on mit dem Lehrstuhl Geschichte und The­o­rie der Ar­chi­tek­tur (TU Dort­mund), dem Bau­kunst­archiv NRW und dem Folkwang Mu­se­um Essen durch­ge­führt wird. Zugleich findet es im Rah­men einer Ko­ope­ra­ti­on der Kunstgeschichte mit dem künst­le­ri­schen Arbeiten im Bereich Plastik statt. Es ist deshalb nur in Kombination mit der Ver­an­stal­tung von Maik Ronz „Modell und Utopie“ (Blocktermine wer­den noch bekannt gegeben!) zu belegen. Insgesamt sind es also 4 SWS und Sie er­hal­ten eine Unterschrift in der Kunstgeschichte und eine in der Plastik. 

Teilnahmevoraussetzung: bestandene Modulprüfung KG1 bzw. KG2 bzw. KW1 bzw. KW1a bzw. KW1b der LABG 2009.

 

Räu­me lesen - Baukulturelle Bildung
Christin Ruppio M.A.
Donnerstag 12-14 Uhr
EF 50 R. 4.234
LABG 2009 (2016) [KG7.1, KG7E.1, KG8, KG9.1; KW3_1 , KW3a_1, KW3b_1; KW2_2, KW2a_2, KW2b_2]

„Baukultur braucht Bildung!“ betitelt die Bundesstiftung Baukultur ihr 2020 erschienenes Handbuch. Die Stiftung setzt sich unter an­de­rem dafür ein, dass Lehrer*innen für die Relevanz baukultureller Themen sensibilisiert und für ih­re Vermittlung ausgebildet sein sollen. Im Seminar wer­den aktuelle Vermittlungsbeispiele aus Sicht der Kunstwissenschaften und Raumsoziologie un­ter­sucht. Ebenso wer­den wir die Idee, dass Ar­chi­tek­tur und Stadtraum der Vermittlung bedürfen, historisch nachvollziehen.

Im Rah­men des Seminars wer­den wir die Aus­stel­lung „Und so et­was steht in Gelsenkirchen…“ im Mu­se­um Folkwang Essen besuchen. Termine dafür stimmen wir ge­mein­sam in der ersten Sitzung ab.

 

How to Draw in Public – Keith Haring als Künstler und Aktivist
Annika Schank M.A./ M.Ed.
Blockveranstaltung
Beginn und Einführung Mittwoch, 4.11.2020, 16-18 Uhr, digital
LABG 2009 (2016) [KG7.1, KG7E.1, KG8, KG9.1; KW3.1-KW3.3, KW3a, KW3b.1-KW3b.3]

Keith Harings bunte Ufos, Babys oder Tanzende schmückten in den 1990ern weltweit Schulhofwände und Kaffeetassen. Doch der US-amerikanische Künstler war auch ein politischer Aktivist und ein engagierter Netzwerker. Er kooperierte mit Musikern, Tänzern und Schriftstellern, bewegte sich in der queeren Szene und organisierte Ausstellungen in Clubs. Mit seinen Subway Drawings in der New Yorker U-Bahn und sei­nem Pop Shop, in dem er Poster und T-Shirts verkaufte, holte er die Kunst aus Museen und Galerien und adressierte ein breites Publikum.

Das Mu­se­um Folkwang zeigt diesen Herbst sowohl Harings bekannte Werke als auch Zeichnungen, Collagen und Videos von Performances und geht auf den Kontext seiner Ar­beit im New York der 1980er Jahre ein. Ausgehend von der Aus­stel­lung nehmen wir im Seminar Street Art und Kunst im öf­fent­lichen Raum, Fragen nach dem Verhältnis von Kunst, Pop und Subkultur sowie die Reaktionen von Künstler*innen auf die Aids-Krise in den Blick und befassen uns auch mit  der zeitgleichen Aus­stel­lung Rettet die Liebe! Internationale Plakate gegen AIDS im Mu­se­um Folkwang. Nach ge­mein­samen Ausstellungsbesuchen wird in Kleingruppen eine Folge für den Museumspodcast Radio Folkwang konzipiert und aufgezeichnet:

www.museum-folkwang.de/de/ueber-uns/bildung-vermittlung/podcast.html

Termine

Mo, 4.11., 16 – 18 Uhr Einführung (digital per Web-Konferenz)

Fr, 4.12., 16 - 20 Uhr (Mu­se­um Folkwang)

Sa, 5.12., 10 - 16 Uhr (Mu­se­um Folkwang)

Fr, 11.12., 16 - 20 Uhr (Mu­se­um Folkwang)

Sa, 12.12., 10 - 16 Uhr (Mu­se­um Folkwang)

Fr, 8.1., 16 - 20 Uhr (Mu­se­um Folkwang)

Sa, 9.1., 10 - 16 Uhr (Mu­se­um Folkwang)

Dort­mun­der Passagen
Prof. Dr. Barbara Welzel
Montag 16-18 Uhr, Beginn Montag, 2.11.2020
digital (ggf. einzelne Ortstermine)
LABG 2009 (2016) [KG7.1, KG7E.1, KG8, KG9.1; KW3_1 , KW3a_1, KW3b_1]

Master KuK [KW 1.1, KW1.2; KW3.1, KW3.2]

Mit den „Dort­mun­der Passagen“ wurde 2019 ein Stadtführer ent­wickelt, der die Stadt Dort­mund in der Gegenwart und zugleich in ihrer historischen Tiefe erschließt. Er ist in fünf Routen gegliedert, auf denen das Stadtgebiet erschlossen wer­den kann. Dabei wer­den nicht isolierte Sehenswürdigkeiten behandelt. Vielmehr geht es um die Erschließung der Stadt in der Bewegung, um Flanieren und Erkunden. Das Seminar möch­te gleichermaßen die Methoden der Stadterschließung reflektieren wie einzelne Orte er­kun­den.

Für den Master „Kulturanalyse und Kulturvermittlung“ gehört das Seminar in ein Projektmodul, das einen Audioguide für eine der Routen er­ar­bei­ten soll.

Für die Lehramtsstudierenden geht es um Methoden der Stadterkundung und der stadtkulturellen Bildung.

Teilnahmevoraussetzung: bestandene Modulprüfung KG1 bzw. KG2 bzw. KW1 bzw. KW1a bzw. KW1b der LABG 2009. Bitte melden Sie sich über das LSF an

 

Grundlage

Stefan Mühlhofer/Wolfgang Sonne/Barbara Welzel (Hg.): Dort­mun­der Passagen. Ein Stadtführer. Berlin 2019. Zur Anschaffung empfohlen!

 

Dort­mun­der Passagen: Projekt Audioguide
Prof. Dr. Barbara Welzel
Dienstag, 14-16 Uhr, 14-täg. Beginn Dienstag, 3.11.2020
digital (und ggf. einzelne Termin in Raum EF 50, 4.234)
Master KuK [KW 1.3; KW 3.3]

Im Rah­men des Mas­ter­stu­dien­gangs „Kulturanalyse und Kulturvermittlung“ steht in der kunstwissenschaftlichen Vertiefung ein Vermittlungsprojekt im Pro­gramm, das die Stu­die­ren­den des 1. und des 3. Semester ge­mein­sam realisieren. Im Win­ter­se­mes­ter 2020/21 wol­len wir einen Audioguide zu einer der Routen der „Dort­mun­der Passagen“ er­ar­bei­ten: die Stationen auswählen, die Sachinformationen recherchieren, die Vermittlungsstrategien reflektieren, die Texte verfassen und schließlich den Audioguide produzieren. Diese Ver­an­stal­tung steht im inhaltlichen Zu­sam­men­hang mit dem Vertiefungsseminar zu den „Dort­mun­der Passagen“ und der „edition ortlos“ von „Bild und Klang“. Für das kunstwissenschaftliche Projekt müssen alle drei Ver­an­stal­tun­gen be­sucht wer­den.

Bitte melden Sie sich über das LSF an.

 
Kunsthistorisches Colloquium
Prof. Dr. Barbara Welzel
Mittwoch, 16:00 – 18:00 Uhr, 14-täg.; Beginn Mittwoch, 4.11.2020, und Mittwoch 11.11.2020
digital (ggf. einzelne Ortstermine)
LABG 2009 (2016) [KG11.3; KW4_2, KW4b_2]

Am Ende des Stu­di­ums noch einmal Rückschau nehmen und Per­spek­tiven ent­wi­ckeln – das ist eine der wichtigsten Funktionen des Kunstgeschichtlichen Kolloquiums. Es bietet Raum, Fragen an das Fach zu klären, ge­mein­sam aktuelle Fragen zu diskutieren etc.

Teilnahmevoraussetzung: bestandene Modulprüfung KG1 bzw. KG2 bzw. KW1 bzw. KW1a bzw. KW1b der LABG 2009. Bitte melden Sie sich über das LSF an

 

RUHR-ATLAS. Die künstlerische Erkundung von Räumen, Städten, Landschaften
Hon.-Prof. Dr. Kurt Wettengl
Beginn: Freitag, 6. November 2020, 14 Uhr, Ort (außerhalb der TU) wird noch be­kannt­ge­ge­ben
LABG 2009 (2016) [KG7.1, KG7E.1, KG8, KG9.1; KW3.1-KW3.3, KW3a, KW3b.1-KW3b.3]

Teilnahmebeschränkung: 16 Teilnehmer*innen

Angesichts der Co­ro­na-Pan­de­mie wird das Seminar nicht in Räumen der TU statt­finden, sondern sofern mög­lich im Freien und hybrid.

Mit temporären oder permanenten Kunstwerken begleiten Künstlerinnen und Künstler in den ver­gang­enen Jahrzehnten bis heute den Strukturwandel des Ruhrgebiets. Meist erfolgt diese Auseinandersetzung mit dieser Region auf Einladung von Institutionen und zu besonderen Anlässen. Die Künstlerinnen und Künstler arbeiten mit den verschiedensten Methoden und in un­ter­schied­lichen Me­di­en. Sie blicken dabei keineswegs nur zurück auf die Ver­gan­gen­heit des Ruhrgebiets, sie stellen gleichzeitig Fragen nach der Gegenwart und entwerfen Vorstellungen von Mög­lich­keiten der Gestaltung dieses großen Industriegebiets, dessen Ver­gan­gen­heit die Landschaft geprägt und verändert hat, prägende Bauwerke und imposante Abraumhalten hinterlassen und die Strukturen des sozialen Lebens nachhaltig geprägt hat.

Kunstwerke auf Halden und entlang des Emscher-Kanals wer­den im Seminar ebenso verhandelt wie andere, z. B. klangkünstlerische Annäherungen an die Region. Aber auch die eigenen Wahrnehmungen der Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer wer­den zum The­ma: Es geht um eine bewusste Raumerfahrung auf dem Weg von Ihrem Aus­gangs­punkt zum Kunstwerk oder dem Ort seiner Entstehung (z. B. bei Klangkunstwerken) und die aufmerksame Wahr­neh­mung für den Ort des Kunstwerks. Wissen­schaft­liche und künstlerische Methoden kom­men hierbei zur An­wen­dung.

Ich stelle mir folgende Schritte vor:

1. Freitag, 6. November, 14.00 Uhr (Ort wird noch be­kannt­ge­ge­ben; im Freien)
Maximal 16 Teil­neh­mer­in­nen und Teilnehmer; Vorstellung von 8 Themen und Bildung von 2-er-Teams

2. Im November
suchen Sie im Team das Kunstwerk oder den Ort seiner Entstehung (bei temporären Werken) auf. Sie be­schrei­ben den Weg, die Atmosphären der Orte durch die Sie kom­men sowie den Ort des Werks in Text, Bild (Zeichnung, Skizze, Video) und Fieldrecordings.

3. November/De­zem­ber
Nach der ersten Begehung setzen sich intensiv mit dem Kunstwerk und dem Ort auseinander und ent­wi­ckeln Fragestellungen.

4. Am 15. De­zem­ber
laden die 8 Teams ihr Medium (Video, Animation, Text-Bild-Collage etc., Vor­trag) hoch, sodass alle anderen an den bisherigen Ergebnissen teilhaben kön­nen. Die 8 Beiträge wer­den diskutiert.

5. Januar/Februar
Die 2-er-Teams arbeiten ihr The­ma weiter aus.

6. Freitag, der 19. Februar 202110.00–16.30 Uhr;
Präsentation/ Vorträge – sofern mög­lich. Der Ort wird dann rechtzeitig bekanntgeben. Sollte sich absehen lassen, dass pandemiebedingt kein Treffen mög­lich ist, ist der Vor­trag schriftlich auszuarbeiten.

Bitte melden Sie sich über das LSF und direkt bei mir (kurt.wettengl@tu-dortmund.de) an.

Lehrangebot Som­mer­se­mes­ter 2020

Prof. Dr. Barbara Welzel

Kunstgeschichtl. Colloquium/ Beratungskolloquium
„Kunsthistorisches Kolloquium“

Seminarnummer: 160234
Termine und Raum wer­den noch bekannt gegeben
[KG11.3; KW4_2, KW4b_2; KuK KWP4]
1 SWS

Am Ende des Stu­di­ums noch einmal Rückschau nehmen und Per­spek­tiven ent­wi­ckeln – das ist eine der wichtigsten Funktionen des Kunstgeschichtlichen Kolloquiums. Es bietet Raum, Fragen an das Fach zu klären, ge­mein­sam aktuelle Fragen zu diskutieren etc.

 

Kunst und Raum/ Kunstgeschichtliche Vertiefung/Kunstgeschichte und Bildwissenschaft
Stadtspäher

Seminarnummer: 160208
Blockveranstaltungen: Ortstermine
Beginn und Einführung: Freitag, 24.04., 10-14 Uhr, Hoch­schul­etage Dort­mun­der U
Weitere Termine: 7.5./15.5./22.5./3.7.
[KW2_2, KW2a_2, KW2b_2; KW3_1 - KW3_3, KW3a, KW3b_1 - KW3b_3; KW4a, KW4b]
2 SWS

Das Seminar wird das Kon­zept der „Stadtspäher“ vorstellen: Was sind „Stadtspäher“, welche Themen bearbeiten sie mit welchen Methoden, welche Orte suchen sie warum auf?

  • Freitag 8.5.2020, ab 15 Uhr: der Land­schafts­park an Schloss Bodelschwingh
  • Freitag 15.5.2020: 10-18 Uhr: Ressource Mittelalter Ruhr. Essen, in den Räumen der Volkshochschule
  • Freitag 22.5.2020, 14-18 Uhr: Niederländische Landschaften 1400-1600. Ort: Stadt­kirche St. Petri. In Ko­ope­ra­ti­on mit dem Festival „Klang­vokal
  • Freitag, 3.7., 10-14 Uhr: Hoch­schul­etage im Dort­mun­der U

Prof. Dr. Ingrid Scheurmann

Einführung in die Denkmalpädagogik/ Denkmalpädagogische Methoden und Formen der Kunstvermittlung
Denkmalpflege und Nach­hal­tig­keit
Zum historischen und aktuellen Umgang mit Bau- und Naturdenkmälern und was sie eigentlich dazu macht


Seminarnummer: 160232
Blockveranstaltung: 16./17. April, 14./15. Mai, 25./26. Juni, am Donnerstag von 14-18 Uhr, am Freitag von 10-14 Uhr, Fakultätssitzungssaal, GBII, EG, Cam­pus Süd
[KuK KW2.1; KuK KW2.2]
2 SWS

Unter dem Motto „Rettung von Geschichte durch Renitenz gegen den Verbrauch“ (Wilfried Lipp 1996) un­ter­sucht das Seminar das Aufkommen und die Ent­wick­lung von Erhaltensvorstellungen im Bereich von Denkmal-, Heimat- und Naturschutz wäh­rend der Industrialisierung und Modernisierung der westeuropäischen Gesellschaften. Dabei ging die Kritik am Verbrauch des Historischen im 19. Jahrhundert einher mit der Er­for­schung, Inventarisierung und wachsende Kenntnis des für erhaltenswürdig Erachteten. Das trug maß­geb­lich zur Verwissenschaftlichung und Spezialisierung der Belange sowie zur Ein­rich­tung staatlicher Schutzbehörden bei. In Preußen etwa standen Naturdenkmäler eher unter staatlichem Schutz als Baudenkmale.
Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Nachhaltigkeitsdebatte sollen historische und aktuelle Erhaltenskonzepte auf die ihnen zugrundeliegenden Wertvorstellungen diskutiert und Überlegungen zu einer integrierten „Re­ssour­cen­scho­nung“ angestellt wer­den. Dazu wer­den historische und aktuelle Beispiele herangezogen, die im Zen­trum von Diskussionen standen oder immer noch stehen. Ziel ist es, ge­mein­sam Ideen für eine nach­hal­ti­ge Bau- und Naturdenkmalpflege zu ent­wi­ckeln und exemplarisch zu erproben.
Das Seminar richtet sich an Studentinnen und Studenten, die an der Diskussion denkmalpflegerischer und kunsthistorischer Grundsatzfragen sowie an der Ent­wick­lung von Ideen und Kon­zep­ten für eine zukunftsfähige Erhaltung interessiert sind.

Literatur zum Einstieg:
- Tilmann Breuer: Denkmallandschaft. Ein Grenzbegriff und seine Grenzen, in: Österreichische Zeitschrift für Kunst und Denkmalpflege 1983, XXXVII. Jg., S. 75-82.
- Birgit Franz; Achim Hubel (Hg.): Historische Kulturlandschaft und Denkmalpflege. Definition – Abgrenzung – Bewertung – Elemente – Umgang (= Jahrestagung des Arbeitskreises The­o­rie und Lehre der Denkmalpflege 2008), Bamberg 2009.
- Uta Hassler (Hg.): Langfriststabilität. Beiträge zur langfristigen Dynamik der gebauten Umwelt, Zürich 2011.
- Hans Jonas: Das Prinzip Ver­ant­wor­tung. Versuch einer Ethik für die tech­no­lo­gi­sche Zivilisation, Frankfurt am Main 1979.
- Wilfried Lipp: Natur – Geschichte- Ge­sell­schaft. Zur Entstehung des Denkmalbewusstseins der bürgerlichen Ge­sell­schaft, Frankfurt/New York1987
- Hans-Rudolf Meier; Marion Wohlleben (Hg.): Denkmalpflege und Nach­hal­tig­keit. Beiträge zu einer Kultur der Umsicht., Zürich 2002.
- Hans-Rudolf Meier; Ingrid Scheurmann; Wolfgang Sonne (Hg.): Werte. Begründungen der Denkmalpflege in Geschichte und Gegenwart, Berlin 2013.
- Hartwig Schmidt (Hg.): Das Kon­zept Reparatur. Ideal und Wirklichkeit, München 2000.

Jun.-Prof. Dr. Henrike Haug

Vertiefung I-III/ Kunstgeschichte und Bildwissenschaft
Zwischen deutscher Geschichte und Arbeitskampf: Die Düsseldorfer Malerschule im 19. Jahrhundert

Seminarnummer: 160225
Mi, 10-12 Uhr, EF 50 R. 4.234
Beginn und Einführung: Mittwoch, 22.04.2020, EF 50 R.4.234
[KW3_1, KW3a_1, KW3b_1; KG10.1, KG11.1, KG13.1; KW4_1, KW4a_1, KW4b_1;]
2 SWS

Das Seminar wendet sich dem Phänomen der „Düsseldorfer Malerschule“ zwischen 1819 und 1918 zu: Gefragt wird erstens nach der Organisation und den besonderen Formen der „Königlich-Preußischen Kunstakademie“ in Düsseldorf, wurden an dieser Institution doch eine Vielzahl von Künstlern durch neuartige pä­da­go­gi­sche Ansätze ausgebildet. Zweitens wer­den einzelne Protagonisten – Lehrer und Schüler – in ihren Karrierewegen und künst­le­ri­schen Positionen vorgestellt, sowie das Motiv der künst­le­ri­schen Ko­ope­ra­ti­on als Ausdruck einer veränderten Kunstauffassung diskutiert. Drittens sollen die beiden leitenden Gattungen der Düsseldorfer Malerschule, das Historiengemälde und das Genrebild, in ihren Formen und Aufgaben für das 19. Jahrhundert als der Epoche der Industrialisierung, des beginnenden Arbeitskampfes und der nationalen Einung analysiert wer­den.

Einführende Literatur:
- Holtei, Christa: Die Düsseldorfer Malerschule. Kunst – Geschichte – Leben, Düsseldorf: Droste, 2017.
- Die Düsseldorfer Malerschule und ih­re in­ter­na­ti­o­na­le Ausstrahlung 1819-1918, (= Ausst. Kat. Düsseldorf, Mu­se­um Kunstpalast, 2011/2012), hrsg. Bettina Baumgärtel, Petersberg: Imhof, 2011.
 

Exkursion
Kunst / Raum / Stadt: Berlin

Seminarnummer: 160226
Exkursion: 5.09-12.09.20
Beginn und Einführung: Mittwoch 22.04. + 20.05., 12-14 Uhr, Raum wird noch bekannt gegeben
[KW2.3, KW2b.3]
2 SWS

Ziel der Exkursion ist es, die Stadt Berlin ausgehend von den Museen und Sammlungen als vielschichtigen und historisch gewachsenen Kunst-Raum ken­nen­zu­ler­nen. Dazu wol­len wir die Geschichte der einzelnen Institutionen er­kun­den und die ver­schie­de­nen Formen der musealen Sammlungen vorstellen und diskutieren. Besucht wer­den das Kunstgewerbemuseum, das Bode-Mu­se­um, das Deutsche Historische Mu­se­um, die Gemäldegalerie, das Alte Mu­se­um, das Pergamonmuseum, das Märkische Mu­se­um, das Mu­se­um Europäischer Kulturen, der Hamburger Bahnhof, die Alte Nationalgalerie, die Neue Nationalgalerie, das Mu­se­um für Fotografie und das Mu­se­um Berggruen. Anhand der un­ter­schied­lichen Gründungsintentionen und der sich wandelnden Bestände der Häuser soll eine Geschichte der Institution Mu­se­um erkennbar wer­den; zugleich wol­len wir die ver­schie­de­nen Vermittlungsansätze diskutieren und dabei die Aufgaben von Museen immer wieder kritisch hinterfragen.
Die Teilnehmer*innenzahl an der Exkursion ist auf 20 Stu­die­ren­de beschränkt: Bitte bewerben Sie sich für die Teilnahme mit einer kurzen (1-2 Seiten umfassenden) Referatsskizze zu ei­nem möglichen The­ma. Einsendeschluss der Be­wer­bun­gen ist Mittwoch, der 15. April 2020: als pdf an henrike.haug@tu-dortmund.de

Literatur:
- Hiller von Gaertringen, Katrin und Georg: Eine Geschichte der Berliner Museen in 227 Häusern, Berlin/München: DKV, 2014.

Hon.-Prof. Dr. Kurt Wettengl

Vertiefung I-III
Zeit und Zeitkonzepte in der Kunst der Gegenwart

Seminarnummer: 160238
Blockseminar: Termine wer­den ver­schoben und nach Pfingsten bekannt gegeben
[KG7.1, KG7E.1, KG8, KG9.1; KW3_1, KW3a_1, KW3b_1]
2 SWS

Zeit, gesellschaftliche und in­di­vi­du­elle Zeitvorstellungen, Zeitkonzepte, Lebenszeit, Zeiterfahrung, Dehnung von Zeitwahrnehmung, Beschleunigung oder Verlangsamung finden ihren Ausdruck in den verschiedensten Künsten der Gegenwart – als Sujet oder in der künst­le­ri­schen Form. Eng verbunden damit ist die Dynamik von Erinnern und Vergessen.
Zeit und Zeitkonzepte in der Kunst der Gegenwart stehen im Zen­trum der Ver­an­stal­tung. Kunstwerke von Marina Abramovic, Kader Attia, Christian Boltanski, On Kawara, Richard Long, Nam June Paik, Sigrid Sigurdsson, Bill Viola, Andy Warhol u. a. wer­den the­ma­ti­siert.

Dr. Niklas Gliesmann

Kunst und Raum
Denkmalbotschafter – Schwerter Erinnerungsorte

Seminarnummer: 160210
Freitag 10-12 Uhr, EF50, R 4.234 und in Kompaktterminen vor Ort
Beginn Fr 17.04.20, EF50, R 4.234
Termine vor Ort (vermutlich an Freitagen im Mai und Juni, je 10-13 Uhr und die Präsentation, deren Termin noch bekannt gegeben wird)
2 SWS
LABG 2009 (2016) [KW2.2, KW2a.2, KW2b.2] [KW2.3]

Am Markt in Schwerte stehen die heutige evangelische Kirche St. Viktor und das direkt an­schlie­ßen­de Rathaus aus dem späten 16. Jahrhundert. Die beiden Gebäude markieren den Zugang zur denkmalgeschützten Altstadt. St. Viktor be­her­bergt heraus­ra­gen­de Kunstwerke des späten Mittelalters und zeigt den Status derer, die sie einst gestiftet haben und ihr religiöses Ver­ständ­nis. Das Alte Rathaus markiert die politische Be­deu­tung der ehemals wohlhabenden Hansestadt Schwerte an der Ruhr. Beide aber haben nicht nur eine historische und repräsentative Be­deu­tung, sondern sind in Gebrauch und noch immer zwei der identitätsstiftenden Orte. Die Denkmalbotschafter er­kun­den diese Erinnerungsorte ge­mein­sam, recherchieren Themen und Quellen und planen Vermittlungsstrategien, um die Denkmäler in die Gegenwart zu bringen. Sie stellen diese Erkennt­nisse als Denkmalbotschafterinnen und Denkmalbotschafter an ei­nem Präsentationstag (Termin folgt) in Schwerte öffentlich vor.
Die Inhalte wer­den wir in den Seminarsitzungen und Kompaktterminen vor Ort er­ar­bei­ten, beteiligte Ko­ope­ra­tions­part­ner treffen und Vermittlungsweisen erproben.


Vertiefung 1,2,3/ An­ge­wand­te Kunstvermittlung
Eine niederländische Reise

Seminarnummer: 160224
Donnerstag, 10-12 Uhr, EF50 R 4.234
Termine vor Ort: Freitag 22. Mai 2020, 14:30-18:00 Uhr, in St. Petri, Dort­mund-Innenstadt, Work­shop; Donnerstag 9.7.20, 15:00 - 18:00 Uhr Abschlusssitzung in St. Viktor in Schwerte zum dortigen Antwerpener Retabel.
Beginn: Do 16.04.20, EF50, R 4.234
2 SWS
LABG 2009 (2016): [KW3.1-3.3, KW3a, KW3b.1-KW3b.3; KuK KW2.3]

Seit Albrechts Dürers Reise nach und Aufenthalt in Antwerpen vom Juli 2020 bis Juli 2021 sind bald 500 Jahre vergangen. Von Dürer selbst ist ein Reisebericht (auch „Das Tagebuch der Niederländischen Reise“ genannt) ge­schrie­ben worden. Dieser und viele seiner heute separat erhaltenen zeichnerischen Blätter sind eine Fundgrube von Be­obach­tung­en, biographischen Notizen, Finanzabrechnungen und Ereignissen, die aufgrund der Detailtreue und heute hinzukommender wis­sen­schaft­licher Kommentierung einen „point of presence“ schaffen, der für uns die historische Stadt Antwerpen, Ihre Kunst, Ihr Selbstverständnisses und die Ereignisse dieser Zeit neu in Netzwerke verknüpft. Es scheinen darin vielfältige Beziehungen zu Orten, Themen und Ereignissen in Dürers Lebenswelt auf, die einen Blick in die Kulturgeschichte der Niederlande am Umbruch vom Mittelalter zur nordeuropäischen Renaissance er­lau­ben und auch das Dort­mun­der Goldene Wunder ins kulturgeschichtliche Licht setzen helfen. Denn im Jahr 2021 sind auch 500 Jahre seit Erstellung des Liefervertrags für das größte heute erhaltene Antwerpener Retabel verstrichen.
Was hat Dürer gesehen? Was nimmt er für wich­tig? Was hat er gezeichnet? Wo geht er hin? Und daraus folgend die Fra­ge; wie hat er Stadt – die damals größte Handelsstadt Nordeuropas – wahrgenommen? Wen hat er getroffen? Wie sortiert er die Eindrücke? Was ist zeitlicher Prozess? Was trägt weiter, was sinkt ins Nichtwahrnehmbare? Hat Dürers Reise irgendwo Spuren hinterlassen? Wer war denn noch in dieser Zeit dort und gibt es wei­tere Quellen? Was geschieht, wenn man zu­sam­men aus Dürers Tagebuch liest und die Notizen darin, seine Be­obach­tung­en und Querverweise analysiert und ih­re erst heute in unserem wis­sen­schaft­lichen Framing neu auftauchenden Querbezüge entdeckt? Was passiert, wenn darin erkennbare Oberthemen bis in die Gegenwart reichen, wenn
unser Wahrnehmen, unsere Themen und Bezüge vielleicht auf ei­nem 500 Jahre alten Aus­gangs­punkt gründen und sich damit neue Aussagen und Bilder formulieren lassen?
Dieses Seminar ko­ope­riert mit dem Seminar „Dürer war gestern_Zeichenexkursion nach Antwerpen“ von Herrn Borchers im Arbeitsbereich Künstlerisches Arbeiten/Graphik. Der
kunstgeschichtliche Teil the­ma­ti­siert die historische Wahr­neh­mung der Stadt
Antwerpen vor 500 Jahren, wäh­rend die Zeichenexkursion die heutige Stadt in den Blick nimmt. Beide Seminare sollen von Ihnen belegt wer­den und erbringen bei erfolgreichem Abschluss sowohl eine Unterschrift in KW, wie auch eine in KA.
Eventuelle Fragen dazu beantworten wir gern im Vorfeld per E-Mail.

Dr. Birgit Franke

Sehen und Beschreiben  
 
Frührenaissance in Florenz und Brügge - entfällt in diesem Semester
 
Seminarnummer: 160222  
 
[KG1.2, KG2.2, KG1E.1, KG1E.2; KW1_2, KW1b_1] 2 SWS 
 
Im Fokus des Seminars stehen Gemälde des 15. Jahrhunderts, die in Florenz und Brügge ent­stan­den sind: Porträts und biblische Historien, Heiligenlegenden und mythologische Themen. Neben den ästhetischen und narrativen Prinzipien wer­den die historischen Kontexte und Funktionen der Gemälde analysiert, die die künstlerische Gestaltung ebenso mitbedingten wie die Vorgaben der Auftraggeber. Auf der Grundlage der Publikation von Michael Baxandall interessiert zudem das „period eye“, der historische Blick auf Kunstwerke, der auf vielfältige Weise durch das alltägliche Leben, Er­fah­run­gen und Ge­wohn­hei­ten geprägt war. Die Maler stellten sich weitgehend auf die visuelle Kom­pe­tenz ihres Publikums ein. Bestandteil des Seminars ist der Work­shop „Niederländische Landschaften“, in dem u.a. nach der Rolle der Landschaftshintergründe in den Gemälden gefragt wird. 
 
Zur Einführung (Anschaffung wird empfohlen!): Michael Baxandall: Die Wirklichkeit der Bilder. Malerei und Erfahrung im Italien der Renaissance. Seit 1977 in zahl­rei­chen Auflagen er­schie­nen.

Dr. Christian Walda

Kunst und Raum

Kuratieren im Mu­se­um  
 
Seminarnummer: 160206 
 
wird auf das Win­ter­se­mes­ter 2020/21 ver­schoben
 
 
[KW2_2, KW2a_2, KW2b_2] 2 SWS 
 
Die Aufgaben eines Museums bestehen im Sammeln, Bewahren, Erforschen/Dokumentieren und Ausstellen/Vermitteln von kunsthistorisch, kulturell, historisch, naturwissenschaftlich oder anderweitig für uns Men­schen relevanten Objekten und ihren Narrativen. Dieses Seminar hat das Ziel, Museen und ih­re Funktionen für die Ge­sell­schaft nahezubringen.  
 
Hierfür nehmen die Stu­die­ren­den die Arbeitsfelder der Kuratorinnen und Kuratoren in den Blick. Sie stehen im inhaltlichen und organisatorischen Zen­trum der Museumsarbeit und sind als Aus­gangs­punkt gut geeignet, das Museumswesen mit seinen Funktionen für die Ge­sell­schaft ken­nen­zu­ler­nen. Sie sind nicht nur in allen vier Aufgabenfeldern eines Museums tätig, sondern müssen diese weitgehend auch verantworten und eigenständig vorantreiben. Nicht selten haben sie überdies die Funktionen von Sammlungs- und Projektleitungen inne. Die kuratorische Tätigkeit beschränkt sich damit nicht auf die rein inhaltliche Ar­beit, sondern umfasst – in den letzten Jahren immer stärker – Aufgaben des Projektmanagements und der Ver­wal­tung.    Die Stu­die­ren­den sollen Einblick in die Arbeitsfelder in ei­nem Mu­se­um bekommen und ver­schie­de­ne Funktionen kennen- und voneinander abgrenzen lernen. Der Schwerpunkt ist das kultur- und kunstgeschichtlich ausgerichtete Mu­se­um, die behandelten Felder lassen sich aber problemlos auf alle Museumsformen übertragen. Bezugspunkt ist das Mu­se­um für Kunst und Kulturgeschichte Dort­mund. An diesem Ort wer­den an konkreten Beispielen die behandelten Aspekte der kuratorischen Aufgaben mit der Praxis abgeglichen und umgekehrt die vorgefundene museale Praxis unter Maßgabe der erarbeiteten Aufgabenfelder kritisch beleuchtet wer­den.

Priv.-Doz. Dr. Esther Meier

Methoden der Kunstgeschichte/ Kult. Gedächtnis und Methoden der Kunstgeschichte 
 
Aus zweiter Hand.  Aspekte der Veränderungen von Objekten und Räumen  
 
Seminarnummer: 160229 Mi, 14:00–16:00 Uhr, EF50, R.4234 Beginn und Einführung: Mittwoch, 15.04.2020, EF 50 R. 4234 
 
[KG4.1, KG4E.1, KG5.1; KW2_1, KW2a_1. KW2b_1; KW_5.1; KuK KWP2; KuK KdM P2; KuK KdT P2, KuK Musikw. P2] 
 
2 SWS 
 
Kein Kunstwerk und Objekt der Ver­gan­gen­heit blieb so bewahrt, wie es einst geschaffen wurde. Diese Binsenweisheit birgt eine Fülle von komplexen Fragestellungen.  Es gilt, die materielle Veränderung zu erkennen und zu benennen, doch nicht mit dem alleinigen Zielt, den ursprünglichen Zustand aus den späteren Veränderungen herauszuschälen. Vielmehr sind spätere Eingriffe mitunter dem ersten Schaffensprozess vergleichbar, da auch dadurch ein Objekt ent­steht, das den momentanen Bedürfnissen, den gegenwärtigen Umständen und kulturellen Gegebenheiten entspricht. Deshalb sind der Anlass der Veränderung und die dadurch entstehende neue Aussage in einer eingehenden Analyse herauszuarbeiten. Die Ver­an­stal­tung will exemplarisch Werke mit je un­ter­schied­lichen Veränderungen be­trach­ten. Darunter solche, die vom Künstler selbst in ei­nem zweiten Arbeitsschritt, andere, die zu einer späteren Zeit von anderer Hand vorgenommen wurden. Dabei wer­den auch prominente Beispiele im Mit­tel­punkt stehen, die die Kunstgeschichte geprägt haben.

Priv.-Doz. Dr. Katharina Christa Schüppel

Vertiefung I-III 
 
Farbe, Licht, Fragmente: Spätantike und mittelalterliche Mosaiken  in Rom und Süditalien  - entfällt in diesem Semester
 
Seminarnummer: 160232  
 
[KG7.1, KG7E.1, KG8, KG9.1; KW3_1, KW3a_1, KW3b_1] 2 SWS 
 
Aus unzähligen kleinen tesserae – Mosaiksteinchen – aufgebaut erzählen die Mosaiken der Spätantike und des Mittelalters in Rom und Süditalien komplexe Ge­schich­ten. Sie verhandeln Konzepte von Spiritualität, entwerfen Geschichtsbilder und repräsentieren lokale politische Gemeinschaften. Aufgrund ihrer Materialität reagieren Mosaiken in besonderer Weise mit ihrer Um­ge­bung, vor allem mit Licht – weshalb wir im Seminar aktuelle Konzepte des „multisensorischen Kirchenraums“ diskutieren wer­den. Gegenstand des Seminars sind  (in Auswahl) die Mosaikausstattungen der großen römischen Basiliken (Santa Maria Maggiore, Santa Pudenziana, Santa Prassede), das spätantike Baptisterium in Neapel, das Mausoleum der Costanza in Rom, die Mosaiken des Normannenpalasts in Palermo und des Domes in Monreale, das Aufeinandertreffen von westlichen und byzantinischen Modellen in Santa Maria dell’Ammiraglio in Palermo, und auch die großen mittelalterlichen Bodenmosaiken wie das Mosaik der Kathedrale in Otranto. 
 
Das Seminar findet als Blockseminar statt. Am 24.04.20 gibt es eine Vorbereitungssitzung, in der auch die Themen ver­ge­ben wer­den.

Christopher Kreutchen M.Ed.

Vertiefung I-III 
 
»PRACHTRESERVATE« – Gartendenkmale als Landmarken historischer wie »politischer Landschaft«. 
 
Seminarnummer: 160228 
 
Block: 30. April.; 28. Mai.; 25. Juni.; 02. Juli. je 10 – 12 Uhr, EF 50 R.4.234 
 
4 Tagesexkursionen:
Fr. 08. Mai Studientag in Schloss Bodelschwingh, Dort­mund
Sa. 30. Mai Schloss Benrath, Düsseldorf
So. 28. Juni Bergpark Wilhelmshöhe, Kassel
Sa. 04. Juli Land­schafts­park Duisburg Nord 
 
[KG7.1, KG7E.1, KG8, KG9.1; KW3_1, KW3a_1, KW3b] 
 
2 SWS 
 
Bezeichnet der Kunsthistoriker Martin Warnke Gärten als »Prachtreservate«, so cha­rak­te­ri­siert er sie im gewissen Sinne als Schutzräume; als Schutzräume repräsentativer Pracht gegen die Natur wie historischen Gesellschaften. Demnach verlangen Men­schen in Gartenräumen der Natur vor der Folie von Konventionen, Netzwerken, Erwartungen und tech­nisch­en Mög­lich­keiten eine Aussage ab. Es wird die Hypothese zu prü­fen sein, inwiefern derartige Reservate politische Grundfiguren aus Land, Nation und Herrscher in Raumfolgen konservieren bzw. in ihren Raumkonzepten auf eine natürliche wie politische Landschaft reagieren und sich von dieser abheben.  
Im Verlauf des Seminars wer­den vier unterschiedliche »Prachträume« aufgesucht und ih­re inszenierte ›Andersartigkeit‹ zu anderen Natur- wie Gesellschaftsräumen un­ter­sucht. Gleichzeitig wird zu fragen sein, inwiefern die Gartendenkmale als Aussageabsichten mit Fernwirkung in der Landschaft und auf Reiserouten installiert wurden. 

Für das Seminar wurde ein Skript mit der zu lesenden Literatur erstellt. Sie er­hal­ten dies ab dem 6. April in der zen­tra­len Vervielfältigungsstelle im Mathe­tow­er. Bitte bringen Sie das Skript zur ersten Sitzung mit. 
 
Teilnahmevoraussetzung: bestandene Modulprüfung KG1 bzw. KG2 bzw. KW1 bzw. KW1a bzw. KW1b der LABG 2009.

 

Sehen und Beschreiben/ An­ge­wand­te Kunstvermittlung 
 
LANDSCHAFTSGÄRTEN: gesellschaftliche Po­ten­ziale unter den Vorzeichen des Kli­ma­wan­dels
 

Seminarnummer: 160207 Dienstag, 12 – 14 Uhr, EF 50 R. 4.234 Beginn und Einführung: Dienstag, 21.04.2020, R. 4.234 Zusätzlicher Termin: Do. 07. Mai Studientag in Schloss Bodelschwingh + wei­tere Vor-Ort-Termine [KG1.2, KG2.2, KG1E.1, KG1E.2; KW1_2, KW1b_1] [KuK KW2.3] 
 
2 SWS 
 
Wird die Entstehung von »englischen« Landschaftsgärten – verkürzt gesprochen – als politisch transformierte Gegenreaktion auf die formbasierten Gärten des Absolutismus beschrieben oder auch der Englische Garten in München als erstes »demokratisches Grün des Kontinents« bezeichnet, so wird das Raumkonzept des Landschaftsgartens mit einer politischen Haltung gleichgesetzt; ge­sell­schaft­li­cher Wandel übersetzt in Gartenräumen.  
 
Im Zen­trum des Seminars steht zum einen der Zu­sam­men­hang von Politik und Garten sowie ei­nem historischen »Erziehungswillen« durch derartige Raumkonzepte und zum anderen der Erhalt solch begehbarer Landschaftsbilder als akute gesellschaftliche Her­aus­for­de­rung unter dem Vorzeichen des Kli­ma­wan­dels. Was bedeutet es in Fragen von kultureller Teilhabe ein »demokratisches Grün« für eine heterogene Ge­sell­schaft zu reaktivieren? Welche Her­aus­for­de­rung bzw. welches Potential liegt dabei in der natürlichen Vergänglichkeit solcher Gartendenkmale und wie kann die konkrete Ar­beit von zwei Jahrhunderten an dem kulturellen Erbe zum Dialogpartner für zeitgemäße und in die Zukunft gewandte Gesellschaftsdiskurse wer­den
 
Das Seminar ist Teil von DoProfil für inklusionsorientierte Lehrer/-innenbildung und verhandelt Aspekte kultureller Teilhabe im engen Austausch mit der katholischen wie evangelischen Theo­lo­gie, der Anglistik, Psycholinguistik, Re­ha­bili­ta­tions­wissen­schaf­ten, Philosophie und historischen Bil­dungs­for­schung. Ferner wird exemplarisch der Bodelschwingher Landschaftsgarten zu­sam­men mit Musikstudierenden sowie ei­nem Landschaftsmalerei-Seminar er­forscht
 
Für das Seminar wurde ein Skript mit der zu lesenden Literatur erstellt. Sie er­hal­ten dies ab dem 6. April in der Zentralen Vervielfältigungsstelle im Mathe­tow­er. Bitte bringen Sie das Skript zur ersten Sitzung mit.

Christin Ruppio M.A.

Vertiefung I-III 
 
Moderne-Narrative  
 
Seminarnummer: 160230 Di 12-14 Uhr, EF 50 R.4234 Beginn und Einführung: Dienstag, 14.04.20, EF 50 R.4.234 
 
[KG7.1, KG7E.1, KG8, KG9.1; KW3_1, KW3a_1, KW3b_1] 
 
2 SWS 
 
„Die Docks sind ganz enorm; man verliert jeden Maßstab, wenn man […] an den Schiffen entlangeilt, schnurgerade an der wie im Traum immer noch länger werdenden ankernden Schiffreihe. […] Hier wird die Welt ganz phantastisch. Ich habe seit den Schlachthäuser n in Chicago dieses Märchenhafte unserer Welt nicht wieder so kon­kret gefühlt.“   Harry Graf Kessler, Tagebuch 6. Juni 1901 
 
Kessler – ein be­deu­ten­der Chronist des frühen 20. Jahrhunderts – stellt hier die phantastischen Eindrücke heraus, die monumentale Industrieanlagen und urbane Landschaften bei empfindsamen Beobachtern hinterlassen konn­ten. Einer zeitgleich aufkommenden Angst vor den rasanten wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Veränderungen setzt Kessler eine poetische Fortschrittserzählung entgegen.  Anhand von Werken der Sammlung des Mu­se­um Folkwang Essen wer­den wir nachvollziehen, wie ein ästhetisches In­te­res­se­ im Spannungsfeld zwischen Maschinenfaszination und Geschwindigkeitstaumel, aber auch Sehnsucht nach Ursprünglichkeit und Einfachheit, die Kunst des frühen 20. Jahrhunderts prägte.  
 
Um die Werke in ihrem kulturhistorischen Kontext zu ver­ste­hen, lesen wir ge­mein­sam folgendes Buch (zur Anschaffung empfohlen!): Philipp Blom: Der taumelnde Kontinent. Europa 1900–1914. München 2011.

 

Vertiefung I-III

Stadt Bauten Ruhr – Kommunale Bauten

Seminarnummer: 160231

Do., 10:15–11:45 Uhr, Bau­kunst­archiv NRW, Ostwall 7, Dort­mund

Einführung und Platzvergabe: Do. 9.4. 10:00 Uhr, EF50, Raum 4.234

Blocktermine: Fr. 8.5. und Fr. 15.5. jeweils 10:00–14:00 Uhr (voraus­sicht­lich in Essen und Schwelm)

Mit diesem Seminar steigen Sie in das fortlaufende Projekt „Stadt Bauten Ruhr – Forschen, Lehren, Teilhaben“ ein. Im in­ter­dis­zi­pli­nä­ren Austausch zwischen TU Dort­mund (Kunstgeschichte und Ar­chi­tek­tur), Bau­kunst­archiv NRW und Mu­se­um Folkwang Essen erforschen wir den Einfluss moderner Ar­chi­tek­tur auf ein vielfältiges Ver­ständ­nis des Ruhrgebietes. Der Fokus des Projektes liegt dabei auf moderner Ar­chi­tek­tur des 20 Jahrhunderts, zu der das Bau­kunst­archiv NRW einen reichen Bestand originaler Objekte bewahrt. In jedem Semester wird eine signifikante Bauaufgabe in den Fokus rücken. Im Som­mer­se­mes­ter 2020 sind es kommunale Bauten.  

Die Erschließung des Archivs als aktiver Ort ge­sell­schaft­li­cher Identitätsbildung ist ein wei­te­res Ziel des Projektes. Kann die Objekterfahrung und Analyse architektonischer Me­di­en (z.B. Pläne und Modelle) zu ei­nem erweiterten Ver­ständ­nis der Region beitragen? Diesen Fragen nähern wir uns in regelmäßigen Sitzungen im Bau­kunst­archiv NRW (Dort­mund) und wei­te­ren vor Ort Terminen in umliegenden Städten.  Auf Basis dieser „For­schung in Echtzeit“ wer­den Sie ge­mein­sam mit den Stu­die­ren­den aus der Ar­chi­tek­tur einen Beitrag für einen Audioguide er­ar­bei­ten, der die Er­geb­nisse des Projektes ei­nem breiteren Publikum zugänglich ma­chen soll. 

Laura Di Betta M.A.

Kunst und Raum/ Vertiefung I-III 
 
Kunst in der DDR  
 
Seminarnummer: 160220 Di 10-12 Uhr, EF 50 4.234 Beginn und Einführung: Dienstag, 23.04.2020, EF 50 R.4.234 
 
[KW2_2, KW2a_2, KW2b_2; KG7.1, KG7E.1, KG8, KG9.1; KW3_1, KW3a_1, KW3b_1] 
 
2 SWS 
 
Die im Winter 2019/20 im Düsseldorfer Mu­se­um Kunstpalast realisierte Aus­stel­lung „Utopie und Untergang“ bietet Anlass, das künstlerische Schaffen in der DDR und seine Rezeption seit dem Mauerfall zum The­ma eines Seminars der Kunstgeschichte zu ma­chen.  
Das Seminar möch­te sich wissenschaftlich mit dem künst­le­ri­schen Erbe aus der DDR-Zeit auseinandersetzen. Untersucht und historisch verortet wer­den sollen einerseits die Kategorien, mit denen diese Kunstwerke seither beschrieben und be­wer­tet wurden. An­der­er­seits lernen wir die Bandbreite künstlerischer Positionen kennen.

 

Kunst und Raum/ Methoden der Kunstgeschichte 
 
Magdeburg zwischen Romanik und Gegenwart 
 
Seminarnummer: 160209 Beginn und Einführung: Donnerstag, 23.04.2020, EF 50 R.4.234 Weitere Termine: 14.05./18.06., EF 50 R. 4.234; Block, 19.7.-21.7.2020 vor Ort in Magdeburg 
 
[KG4.1, KG4E.1, KG5.1; KW2_1, KW2a_1. KW2b_1] 
 
2 SWS 
 
Magdeburg: Stadt am Hellweg und von Kaiser Otto I., mehr­fach zerstört und wieder aufgebaut, sozialistische Modellstadt, heute Landeshauptstadt und Bewerber für den Titel „Kulturhauptstadt 2025“. 
Das Seminar möch­te anhand der vielfältigen Bauwerke – vom romanischen Stiftsgebäude über den Magdeburger Dom, Zeugnisse Modernen Bauens bis zum sozialistischen Wohnungsbau – den Umgang mit dem kulturellen Erbe der Stadt beleuchten. Im Zen­trum stehen dabei mögliche Vermittlungsansätze, dieses kulturelle Erbe für zukünftige Generationen verfügbar zu ma­chen und zu halten. 
Das Seminar findet zum Teil vor Ort in Magdeburg statt. Für die Dauer vom 19.–21. Juli 2020 sind selbstständig Unterkunft und Fahrt zu organisieren. Die maximale Teilnehmerzahl ist auf 20 Per­so­nen beschränkt.

Kalender

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Anfahrt & Lageplan

Der Cam­pus der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Cam­pus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Cam­pus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.

Direkt auf dem Cam­pus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Cam­pus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Cam­pus Nord und Cam­pus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund verteilen sich auf den größeren Cam­pus Nord und den kleineren Cam­pus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen kön­nen Sie den Lageplänen entnehmen.