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Kunstgeschichte und Bildwissenschaften

Lehrangebot Sommersemester 2022

Rheinisches Mittelalter

Sehen und Beschreiben/ Methoden der Kunstgeschichte/ Kult. Gedächtnis und Methoden der Kunstgeschichte

Dozent: Dr. Niklas Gliesmann

Seminarnummer: 160223

Fr. 10–12 Uhr, Raum 4.234

Beginn: 15.4.

LABG 2009 (2016): KW1_2, KW1b_1; KW2_1, KW2a_1, KW2b_1; KW5_1; KG11.2, KG12.1

2 SWS

Durch das Rheinland fließt mit dem namensgebenden Fluss eine der seit der Römerzeit meistbefahrenen Verkehrsrouten im europäischen Westen. Auf dieser Nord-Süd-Route reisen in den Jahrhunderten des Mittelalters künstlerische Einflüsse und Kunstwerke mit den Warenströmen aus den Niederlanden oder vom Mittel- und Oberrhein in die „Großstadt Köln“ mit ihren zahllosen Kirchen, Klöstern und Konventen. Aber auch die bedeutsame Ost-West-Verbindung von der Hafenstadt Antwerpen kommend, und dann unter anderem über Duisburg und den Hellweg nach Westfalen bis letztlich an die Häfen der Ostsee verlaufend, verbindet damals die Region am Rhein u. a. mit dem Herrschaftsgebiet des Damenstiftes Essen oder dem Kloster der Benediktiner in Essen-Werden. Im Seminar werden bedeutende rheinische Kunstwerke des Mittelalters vorgestellt und besprochen und sollen auch in Köln vor Ort angesehen werden. Historisch-politische Zusammenhänge kommen ebenso zur Sprache, wie die Geschichte der Kunstgeschichte und ihre Methoden in den Blick genommen werden und die adäquate Beschreibung mittelalterlicher Kunst gemäß den Fachbegriffen vertieft wird.

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Pilgerwege in Europa

Kunst und Raum/Vertiefung I-III

Dozent: Dr. Niklas Gliesmann

Seminarnummer: 160224

Do. 14–16 Uhr, Raum 4.234

Beginn: 14.4.

LABG 2009 (2016): KW3.1-3.3, KW3a, KW3b.1-KW3b.3; KW2.2, KW2a.2, KW2b.2

2 SWS

Das Seminar erschließt einige Orte, die wichtige (mittelalterliche) Pilgerziele waren und es für manche Menschen auch heute noch sind. Die Gebäude, Goldschmiedearbeiten und die Kirchenausstattung haben manchmal eine wechselvolle Geschichte zwischen bewahrender Tradition und stetiger Erneuerung und sind mit den Reliquien, wundertätigen Bildern, speziellen Bilderzählungen oder anderen Artefakten Materieller Kultur in ein Netz historischer und heutiger Raumbeziehungen auf Mikro- und Makroebenen eingebunden. Durch die Architektur und die erhaltenen Objekte, sowie mit Blick auf die während der Pilgerschaft zu beschreitenden Wege verdichtet sich der Blick auf die Menschen, die diese Orte einst erbaut oder begründet haben, die sie unterhielten, und nicht zuletzt auf die, die sie pilgernd besuchten.

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Schatzkammern und ihre Sammlungen – Kulturelles Erbe aus Gold und Seide

Methoden der Kunstgeschichte/Exkursion

Dozentin: Judith Klein M.A.

Seminarnummer: 160225

D0, 16–18 Uhr in Raum 4.234 + Kompakttermine vor Ort (tba)

Beginn: 14.4.

LABG 2009 (2016): KW2_1, KW2a_1, KW2b_1; KW2_3, KW2b_3

2 SWS

Auch wenn die religiöse Bedeutungszuschreibung Reliquien zu den eigentlichen Schätzen der Kirchen macht, stehen in diesem Seminar die künstlerisch sowie materiell aufwendig gearbeiteten Objekte der Kirchenschätze im Mittelpunkt. Domschatzkammern und Diözesanmuseen beherbergen bedeutende Sammlungen dieser kirchlichen Kunstwerke. Darunter befinden sich unter anderem historische Handschriften, liturgische Textilien und auch vorzüglich gearbeitete Goldschmiedearbeiten, wie beispielsweise Reliquiare.

Es sind jeweils eintägige Exkursionen zur Aachener Domschatzkammer, der Domschatzkammer Köln und zum Essener Domschatzes geplant.

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St. Viktor in Xanten – Erinnerungsort am Niederrhein

Vertiefung I-III/Kunst und Raum

Dozentin: Judith Klein M.A.

Seminarnummer: 160226

Do. 12–14 Uhr in Raum 4.234 + Kompakttermine vor Ort (tba)

Beginn: 14.4.

LABG 2009 (2016): KW2_2, KW2a_2, KW2b_2; KW3_1, KW3a_1, KW3b_1

2 SWS

Die Pfarr- und ehemalige Stiftskirche St. Viktor in Xanten gilt als einer der bedeutendsten Erinnerungsorte des Niederrheins. Zudem ist ihre Doppelturmfront im eher flachen Umland von weiten sichtbar und eine charakteristische Landmarke für den Ort.

Im Seminar werden wir uns mit dem kulturellen und historischen Kontext des Ortes und mit ausgewählten Objekten des Doms und des StiftsMuseums beschäftigen.

Geplant ist ein Kompakttermin vor Ort (Xantener Dom und StiftsMuseum Xanten).

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Flower Power | „ars“ und „natura“ ein anhaltender Dialog…

Sehen und Beschreiben/Kunstgeschichte und Bildwissenschaft

Dozent: Dr. Christopher Kreutchen

Seminarnummer: 160230

Do. 10–12 Uhr in Raum 4.234 + Kompakttermine vor Ort (tba)

Beginn: 14.4.

LABG 2009 (2016): KW1_2, KW1b_1; KW4_1, KW4a_1, KW4b_1; KG10.1, KG11.1, KG13.1

2 SWS

„A rose is a rose is a rose is a rose“ – Dieser Vers aus Gertrude Steins Gedicht „Sacred Emiliy“ – geschrieben 1913 und in „Geography and Plays“ 1922 erschienen – ist Inbegriff für einen kulturellen wie intellektuellen Zirkel im Paris der 1920er Jahre. Darüber hinaus wird der Vers zum Element eines kulturellen mental habit. Hat der Vers sich weitestgehend aus seinem poetischen Davor und Danach gelöst, konserviert er als geflügeltes Wort die Lust an sprachlichen Experimenten; eine Lust, sich auf den Ebenen von Welt und Sprache, Gesagtem, Gemeintem und Gefühltem oder Gewusstem, Wahrgenommenem und Erinnertem zu verorten.

Im Seminar wollen wir den Triggerpunkt dieses mitunter lustvollen ›Spiels‹ der Selbstverortung untersuchen: „a rose“. Als natürliches Kunstwerk wird die Blume in den Seminarfokus gerückt. Anhand von Blumen soll der anhaltende Dialog zwischen Kunst und Kultur untersucht werden. Gefragt wird nach kulturhistorischen Veränderungen, denen der Wert von Blumen unterliegt; ein Wert, der durch die nahezu unbegrenzte – in diesen Ausmaßen nie dagewesene – gegenwärtige Verfügbarkeit von Blumen in Vergessenheit geraten ist. Luxus, kanonisches Weltwissen, Vergänglichkeit, Flüchtigkeit, Spekulation, Repräsentation, Wirtschaft, Wissenschaft, Ästhetik, Mythos, Statement, Politik werden die Netzwerke sein, in denen gefragt wird: „is a rose is a rose…“?!

Welche Macht haben Blumen inne, dass sie Inbegriff einer Friedensbewegung, wenn nicht sogar einer ganzen Generation werden konnte.

Das Seminar erweitert den Diskursraum zwischen den Ausstellungen FLOWERS im Museum Ostwall (30. April – 25. September) und #KunstBlumen auf der Ebene Campus Stadt sowie dem Seminar »Kunst und Natur« von PD Dr. Kurt Wettengl. Mitunter ist es Teil von DoProfil (Dortmunder Profil für inklusionsorientierte Lehrer/-innenbildung) und verhandelt Aspekte kultureller Teilhabe im engen Austausch von Kunstgeschichte, Kunstdidaktik, katholischer wie evangelischer Theologie, der Anglistik, Psycholinguistik, Rehabilitationswissenschaften, Philosophie, Musikwissenschaft und historischen Bildungsforschung.

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Diversitätsdialoge: Kulturelle Identitäten - Eine Frage der Perspektive zwischen Musik-Kunst-Theologie

Kult. Gedächtnis und Methoden der Kunstgeschichte

Dozent: Dr. Christopher Kreutchen

Seminarnummer: 160234

Termine:

Fr. 13. Mai, 10–12 Uhr, digital: tu-dortmund.zoom.us/j/5552155919

20./21. Mai, je 10–18 Uhr in Raum 4.313

25./26. Juni, je 10–18 Uhr in Raum 4.313

LABG 2009 (2016): KW5_1, KG11.2, KG12.1

Master KuK: KWP2

2 SWS

„WIE SOLLEN WIR MORGEN LEBEN?“ So der Slogan für die Internationale Gartenausstellung 2027, die versucht bzw. versuchen wird in der Umgestaltung von öffentlichen Räumen eine Metropole-Ruhr-Identität zu konturieren. Aber wer ist dieses „WIR“ und kann es ein zukunftsfähiges Environment für ein solches regionales »WIR« geben? Wen meint „Das neue WIR“, von dem der Romanautor Jan Plamper schreibt?

Das kulturelle „WIR“ im Spannungsverhältnis zwischen Utopie und erklärtem Ziel eines demokratischen Miteinanders wird im Zentrum des Seminars stehen. Dabei verlangt die Identitätsfrage nach einer Standortbestimmung, nach einer Selbstvergewisserung über die eigenen Perspektiven und Selbstbilder, die ausgehandelt und gegenüber Dritten vertreten werden wollen und nach einer kritischen Auseinandersetzung mit ihren gesellschaftlichen Schattenseiten wie (religiösem) Othering.

In Form eines Diversitätsdialogs versteht sich das Seminar als eine erste Standortbestimmung in der Auseinandersetzung mit Musikwissenschaft und evangelischer Theologie: „Identität“ im kulturellen Spannungsverhältnis von Kunst, Musik und Religion.

Das Seminar ist Teil von DoProfil (Dortmunder Profil für inklusionsorientierte Lehrer/-innenbildung) und verhandelt Aspekte kultureller Teilhabe im engen Austausch von Kunstgeschichte, Kunstdidaktik, katholischer wie evangelischer Theologie, der Anglistik, Psycholinguistik, Rehabilitationswissenschaften, Philosophie, Musikwissenschaft und historischen Bildungsforschung.

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StadtPilgerTouren – Kunstgeschichte unterwegs

Vertiefung I-III

Dozentin: Dr. Johanna Lohff

Seminarnummer: 160233

LABG 2009 (2016): KW3_1, KW3a_1, KW3b_1, KW2.3 (Master KuK)

2 SWS

Termine:

Fr. 29.4.2022    10-12 Uhr         Einführung und Vorbereitung der Blockseminare (Raum tba)

Fr. 13.5.2022    10-14 Uhr         vor Ort in Dortmund

Fr. 20.5.2022    10-14 Uhr         vor Ort in Dortmund

Fr. 3.6.2022      10-14 Uhr         vor Ort in Dortmund

Fr. 10.6.2022    10-14 Uhr         vor Ort in Dortmund

Fr. 17.6.2022    10-14 Uhr          vor Ort in Dortmund

Blockseminar vor Originalen im Stadtgebiet Dortmund. Die Kooperation der TU Dortmund mit dem Projekt „StadtPilgerTouren. Dortmund mit anderen Augen sehen“ der Ev. Stadtkirche St. Petri und des Ev. Bildungswerks Dortmund ermöglicht es Studierenden, touristisch erschlossene und weniger bekannte Orte in Dortmund kennenzulernen, sich diese kunsthistorisch zu erarbeiten und zu einer geführten „StadtPilgerTour“ zusammenzustellen.

Zum Seminarinhalt gehört es auch, die erschlossenen Inhalte für verschiedene Zielgruppen der Erwachsenenbildung, d.h. für Menschen ab 16 Jahren, aufzuarbeiten und entsprechende Bewerbungsstrategien für die Angebote zu entwickeln. Je nach Teilnehmendenzahl werden die Touren in Kleingruppen erarbeitet. Die Touren finden zum Ende der Semesterferien statt.

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Kunstgeschichtliches Kolloquium  

Dozentin: PD Dr. Esther Meier

Seminarnummer: 160221

Gruppe I: Mittwoch 12-14 Uhr

Gruppe II: Mittwoch 14-16 Uhr

Beginn: 20.4.

LABG 2009 (2016): KG11.3, KW4_2, KW4b_2

2 SWS

Das Seminar will am Ende des Studiums das Fach Kunstgeschichte, dessen Arbeitsweisen und Bedeutung reflektieren. In diesem Rahmen können noch offene Fragen und aktuelle Diskussionen erörtert werden.

In der ersten Sitzung werden die Themen gemeinsam entwickelt.

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Bilder der Macht: Visuelle Repräsentation der Herrschaft

PD Dr. Esther Meier

Seminarnummer: 160234

Di, 12–14 Uhr

Raum 4.234

Beginn: 3.5.2022

LABG 2009 (2016): KW2_2, KW2a_2, KW2b_2

2 SWS

Politische Herrschaft findet immer ihren Ausdruck in bildlichen Repräsentationen. Sei es, dass der / die Herrscher*in selbst dargestellt ist oder sei es, dass der politische Sitz eine visuelle Präsenz hat. Im Laufe der Geschichte wechselten Herrschaftssysteme – absolutistisches Königtum, verschiedene Arten der Republik, Diktatur, Demokratie – und mit ihnen wechselten Formen und Aussagen der Herrschaftsrepräsentation. Eine erhebliche Rolle spielt auch die Werkgattung. Ob ein Porträt oder ein Grabdenkmal, ob ein Schloss oder ein Rathaus – jedes Werk richtet sich an eine andere Rezipientengruppe und entfaltet seine Wirkung innerhalb eines je eigenen Kontextes. Anhand von unterschiedlichen Werken der Früher Neuzeit bis zur Gegenwart soll der Aussagewert unterschiedlicher Darstellungen der Herrschaft analysiert werden.

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Das Kloster im späten Mittelalter – ein Ort der Bilder

PD Dr. Esther Meier

Seminarnummer: 160235

Di, 14–16 Uhr

Raum 4.234

Beginn: 3.5.

LABG 2009 (2016): KW3_1, KW3a_1, KW3b_1; KW4_1, KW4a_1, KW4b_1; KG10.1, KG11.1, KG13.1

2 SWS

Das Klosterleben des Mittelalters war geprägt von streng regulierten Riten und Regeln, die die Gemeinschaft zusammenbanden. Innerhalb der klar definierten Gruppe von Männern oder Frauen fungierten Architektur und Bilder jeglicher Art als Medium der Frömmigkeit und der Kommunikation. Die räumliche Disposition der Klosteranlage entsprach dem klar strukturierten Tagesablauf und war auf die Ausübung von Ritus, Frömmigkeit, Verwaltung und Wirtschaft ausgerichtet. Innerhalb dieser Gemeinschaftsform konnten bildliche Darstellungen unterschiedliche Funktionen erfüllen. Viele Klöster waren auch ein Ort der Kunstproduktion: es wurde gewebt und gestickt, gemalt und geschnitzt. Die Werke, die fähige Klosterangehörige schufen, waren für den Gebrauch im eigenen Kloster bestimmt oder entstanden für private Profanräume und andere Kirchen. Das Kloster als Raum, in dem Bilder und Architektur das Zusammenleben maßgeblich bestimmten, soll im Seminar eingehender betrachtet werden.

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Das Werk in seinem Präsentationskontext – eine Analyse vor Ort

PD Dr. Esther Meier

Seminarnummer: 160236

Mi, 11.5., 12-14 Uhr: Vorbesprechung in Raum 4.234

Termine vor Ort: Fr, 10.06. Köln

  Sa, 11.06. Köln

  Mi, 06.07. Burg Altena

LABG 2009 (2016): KW2.3

2 SWS

Das Bild und das Objekt an sich gibt es nicht. Jedes Werk wird in einem Kontext präsentiert oder gebraucht, so dass im Umkehrschluss die Umgebung die Rezeption bestimmt. Der Raum, in dem es zu sehen ist, und die Handlung, in die es eingebunden ist, bilden einen Resonanzraum, der unsere Wahrnehmung bestimmt. Dies gilt für den ersten Kontext der Werke, gleichermaßen wie für die heutige Präsentation historischer Objekte und Bilder.

Im Rahmen der Exkursion wollen wir ähnliche Werke in verschiedenen Kontexten ansehen – das jeweilige Werk selbst in seinem historischen Zusammenhang betrachten und seine gegenwärtige Ausstellung analysieren. Im Mittelpunkt stehen dabei Objekte des Mittelalters, die in sehr unterschiedlichen Museen, in Kirchen und auf Burgen aufbewahrt werden.

Bei der Vorbesprechung am 11.5. werden Teilnahmemodalitäten und Organisatorisches geklärt.

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Kunst und Natur

Sehen und Beschreiben/ Vertiefung I-III

Dozent: Prof. Dr. Kurt Wettengl

Seminarnummer: 160231

Kompaktseminar Termine:

22. April, 14–17 Uhr, Raum 4.234

21. Juli, 10–17 Uhr, Raum 4.234

22. Juli, 10–17 Uhr, Raum 4.234

LABG 2009 (2016): KW1_2, KW1b_1; KW3_1, KW3a_1, KW3b_1

2 SWS

Von der Zeit der Renaissance bis in die Zeit der Entstehung der modernen Naturwissenschaft arbeiten Kunst und Wissenschaften zusammen. Die Künstler*innen fanden Formen der Visualisierung wissenschaftlicher Erkenntnisse, sofern sie nicht selbst Künstler*innen und Wissenschaftler*innen waren. Mit dem "Ende der Naturgeschichte" im 18. Jahrhundert trennten sich die Wege. Heute aber kommt der Kunst und deren Visualisierungsstrategien wieder ein stärkeres Gewicht zu. Außerdem beauftragen sich Künstlerinnen und Künstler selbst, zu forschen oder die wissenschaftliche Forschung mit ihrer Kunst zu befragen.

Das Seminar wirft insbesondere einen Blick auf das 17. Jahrhundert wie auf unsere Gegenwart. Die Blumenaquarelle Georg Flegels (1566-1637), die Forschung der Künstlerin Maria Sibylla Merian (1647-1717) und die Brasilien-Expedition (1637-1644), an der neben Wissenschaftlern die Maler Albert Eckhout und der Maler Frans Post teilnahmen bilden die Schwerpunkte des 17. Jahrhunderts. Zu den Eckpunkten der Auseinandersetzung mit Natur und Ökologie heute gehören im Seminar Arbeiten von Mark Dion, Joos van de Plas, Sanna Kannisto, Maximilian Prüfer, Anita Albus, Cornelia Hesse-Honegger und sowie Kunstprojekte, die sich auf das Ruhrgebiet beziehen.

Das Seminar stellt eine wissenschaftliche Vertiefung und Erweiterung zu den Ausstellungen FLOWERS im Museum Ostwall (30. April–25. September) und #KunstBlumen auf der Ebene Campus Stadt im Dortmunder U dar.

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Documenta-Konzeptionen: Kunst – Vermittlung – Pädagogik

PD Dr. Andreas Zeising

Mittwoch 10–12 Uhr, Beginn: 13.4.2022

Ort: EF50, Raum 4.234

LABG 2016: KW3_1, KW3a_1, KW3b_1

2 SWS

Die Kasseler documenta, die seit 1955 im fünfjährigen Turnus stattfindet, war lange Zeit die unbestritten wichtigste internationale Ausstellung zeitgenössischer Kunst. Von jeher war es das Ziel der documenta, die Gegenwartskunst auf ihre gesellschaftliche, weltanschauliche und politische Tragweite hin zu befragen. In dieser Hinsicht ist die Geschichte der Ausstellung ein Spiegel unterschiedlichster, ja höchst konträrer Sichtweisen auf zeitgenössische Kunst. Hinzu trat seit den 1960er Jahren der Anspruch, neue pädagogische Ansätze der Kunstvermittlung in die Ausstellung zu implementieren. Sie reichen von der »Besucherschule« eines Bazon Brock bis zum performativen »Unlearning«, das für die transkulturelle Verfasstheit unserer globalisierten Gegenwart sensibilisieren soll. Mit dem Begriff des »lumbung« stellt die aktuelle documenta fifteen das Konzept des gemeinschaftlichen Teilens von Ressourcen in den Mittelpunkt, das von vornherein im Schnittfeld künstlerischer, ökonomischer und pädagogischer Prozesse angesiedelt ist.
Das Seminar ist für die Teilnahme an der geplanten Exkursion zur Documenta obligatorisch, es kann aber auch ganz unabhängig davon besucht werden.

 

 

documenta fifteen (Exkursion nach Kassel)

PD Dr. Andreas Zeising, N.N.

LABG 2016: KW2_3, KW2b_3

Die Exkursion findet im September 2022 statt. Der genaue Zeitpunkt steht noch nicht fest.

Die »documenta fifteen« stellt, wie bereits die vorangegangene documenta-Ausstellung des Jahres 2017, gesellschaftspolitische Fragen zur Diskussion. Erstmals wurde mit der kuratorischen Leitung keine Einzelpersönlichkeit betraut, sondern ein Team, nämlich das in Jakarta (Indonesien) beheimatete Künstler- und Kuratorenkollektiv Ruangrupa. Die Ausstellung in Kassel steht denn auch im Zeichen des kollektiven Miteinanders, des Austauschs und des voneinander Lernens. Voraussetzung zur Teilnahme an der Exkursion ist der Besuch des Seminars »Documenta-Konzeptionen«.  

Lehrangebot Wintersemester 2021/2022

 

Einführung in das Studium der Kunstgeschichte

Seminarnummer: 160220

Dozentin: Prof. Dr. Barbara Welzel

Mi, 10-12 Uhr, Raum 4.234

Beginn: Mi,20.10.21, 10 Uhr

LABG 2009 (2016): KW1_1, KW1a_1

2 SWS

Am Beginn des Studiums stehen Einführungen in die verschiedenen Disziplinen, so auch in das Studium der Kunstgeschichte. Ziel dieses Seminares ist es, eine Vorstellung von der Wissenschaft der Kunstgeschichte zu vermitteln und wichtige Arbeitsweisen kennenzulernen. Welche Orte und Objekte können Gegenstand kunstwissenschaftlicher Erkenntnis sein? Thema wird auch sein, wie sich Sehen verändert, wenn eine kunstwissenschaftliche Professionalisierung einsetzt, und welche Rolle Sprache in der Kunstgeschichte spielt.

Wir werden das Seminar zunächst in digitalen Treffen beginnen und dann entscheiden, welche Form der Präsenzveranstaltungen im Laufe der Vorlesungszeit möglich sind und stattfinden werden.

Bitte beachten: die Einführung wird zwei Mal angeboten, um die einzelnen Seminare nicht zu überfüllen. Bitte melden Sie sich für EINE der beiden Einführungen im LSF an.

 

 

 

Einführung in das Studium der Kunstgeschichte

Seminarnummer: 160220

Dozentin: Prof. Dr. Barbara Welzel

Mi, 12-14 Uhr, Raum 4.234

Beginn: Mi, 20.10.21, 12 Uhr

LABG 2009 (2016): KW1_1, KW1a_1

2 SWS

Am Beginn des Studiums stehen Einführungen in die verschiedenen Disziplinen, so auch in das Studium der Kunstgeschichte. Ziel dieses Seminares ist es, eine Vorstellung von der Wissenschaft der Kunstgeschichte zu vermitteln und wichtige Arbeitsweisen kennenzulernen. Welche Orte und Objekte können Gegenstand kunstwissenschaftlicher Erkenntnis sein? Thema wird auch sein, wie sich Sehen verändert, wenn eine kunstwissenschaftliche Professionalisierung einsetzt, und welche Rolle Sprache in der Kunstgeschichte spielt.

Wir werden das Seminar zunächst in digitalen Treffen beginnen und dann entscheiden, welche Form der Präsenzveranstaltungen im Laufe der Vorlesungszeit möglich sind und stattfinden werden.

Bitte beachten: die Einführung wird zwei Mal angeboten, um die einzelnen Seminare nicht zu überfüllen. Bitte melden Sie sich für EINE der beiden Einführungen im LSF an.

 

 

 

Kunstgeschichtliches Kolloquium

Seminarnummer: 160221

Dozentin: Prof. Dr. Barbara Welzel

Termine werden noch bekannt gegeben!

LABG 2009 (2016): KW4_2, KW4b_2; KG11.3

2 SWS

Am Ende des Studiums noch einmal Rückschau nehmen und Perspektiven entwickeln – das ist eine der wichtigsten Funktionen des Kunstgeschichtlichen Kolloquiums. Es bietet Raum, Fragen an das Fach zu klären, gemeinsam aktuelle Fragen zu diskutieren etc.

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Vertiefung 1,2,3/Kunstgeschichte und Bildwissenschaft/ Kult. Gedächtnis und Methoden der Kunstgeschichte

Bild und Klang: BILDRAUM UND KLANGRAUM

Seminarnummer: 160222

Di, 19:30–21 Uhr in und aus der Stadtkirche St. Reinoldi, Dortmund

Beginn: Du, 19.10.21, 19:30 Uhr

Termine:

19. und 26. Oktober 2021

02., 09., 16., 23., 30. November 2021

17. und 14. Dezember 2022

11., 18., 25. Januar 2022

01. Februar 2022

 

LABG 2009 (2016):

2 SWS

Wieder vor Ort! Die öffentliche Vorlesungsreihe „Bild und Klang“ soll wieder ein Begegnungsraum vor Ort in der Stadtkirche St. Reinoldi sein: Das interdisziplinäre Gespräch zwischen Kunstwissenschaft, Geschichte und Musikwissenschaft soll ab dem 19. Oktober 2021 wieder vor Ort in der Reinoldikirche stattfinden.

Nachdem es im vergangenen Corona-Winter gelungen ist, mit der „edition ortlos“ die Vorlesungsreihe in das Medium Film zu transformieren, wird es im diesem Winter 2021/2022 darauf ankommen, in behutsamer Gestaltung des Vorlesungsformats auf die konkreten Rahmenbedingungen – vor allem auf die zugelassene Zahl von Besucherinnen und Besuchern – zu reagieren. Wir werden deshalb die einzelnen Themen mehrfach anbieten, sodass hoffentlich alle wieder die Gelegenheit zum persönlichen Besuch vor Ort und zu persönlicher Begegnung erhalten werden. Detaillierte Informationen werden wir im Laufe des September bekanntgeben.

Veranstalter: Technische Universität Dortmund in Kooperation mit dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen, dem Stadtarchiv Dortmund, der Conrad-von-Soest-Gesellschaft und der Stadtkirche St. Reinoldi

Leitung: Dr. Stefan Mühlhofer, Prof. Dr. Michael Stegemann und Prof. Dr. Barbara Welzel

Team für das Wintersemester 2021/2022: Alexander Gurdon M.A., Dr. Sarah Hübscher, Judith Klein M.A., Dr. Christopher Kreutchen, Pfarrer Michael Küstermann, Dr. Stefan Mühlhofer, Dr. Christin Ruppio, PD Dr. Andreas Zeising

Kontakt: barbara.welzel@tu-dortmund.de; kuestermann@sanktreinoldi.de

Teilnahmevoraussetzung: bestandene Modulprüfung KG1 bzw. KG2 bzw. KW1 bzw. KW1a bzw. KW1b der LABG 2009.

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Methoden der Kunstgeschichte/Kunstgeschichte und Bildwissenschaft

Ikonoklasmen. Bilderstürme und ihre Diskursfelder

Seminarnummer: 160223

Dozentin: PD Dr. Esther Meier

Mi, 14–16 Uhr in Raum 4.234

Beginn: Mi, 20.10.21, 14 Uhr

LABG 2009 (2016): KW2_1, KW2a_1, KW2b_1, KW4_1, KW4a_1, KW4b_1; KG4.1, KG4E.1, KG5.1, KG10.1, KG11.1, KG13.1

2 SWS

Menschen zerstören Bilder. Das zeiten- und kulturenübergreifende Phänomen des Ikonoklasmus scheint nahezu eine Grundkonstante der Menschheit zu sein. Doch unterscheiden sich die Gründe, die zu einem Zerbrechen oder Wegnehmen von Bildern führen. Auch die ikonoklastische Handlung selbst zielt auf ein unterschiedliches Ergebnis, das keineswegs nur in der vollständigen Entfernung eines Bildes liegt. Mitunter kann sie sogar als ein Akt des Bildschaffens verstanden werden, etwa wenn Spuren eingetragen werden, die den Bildinhalt umdeuten.

Das Seminar will exemplarische Bilderstürme der Vergangenheit und der Gegenwart nach ihren Motivationen und Aktionsmodi befragen. Dabei soll auch das Kommunizieren über die zerstörerische Aktion Beachtung finden. Oftmals nämlich wird der Ikonoklasmus mittels des Bildes bekannt gegeben und die Erinnerung an manche Bilderstürme wird über Jahrhunderte wachgehalten.

Teilnahmevoraussetzung: bestandene Modulprüfung KG1 bzw. KG2 bzw. KW1 bzw. KW1a bzw. KW1b der LABG 2009.

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Kunstgeschichte und Bildwissenschaft

„This Brutal World“ – Brutalismus im Film

Seminarnummer: 160224

Dozentin: Dr. Christin Ruppio

Di, 10–12 Uhr in Raum 4.234

Beginn: Di, 26.10.21

LABG 2009 (2016): KW4_1, KW4a_1, KW4b_1 / Master KuK: KWP1

2 SWS

Kaum eine Architektur polarisiert wie der so genannte Brutalismus. Während in jüngster Zeit eine Art Hype um die monumentalen Betonbauten auszumachen ist – der sich in einer Schwemme sorgfältig kuratierter Schwarz-Weiß-Fotografien in Social Media und Vereinen, wie der „Brutalism Appreciation Society“, ausmachen lässt – wünscht ein großer Teil der Gesellschaft die „monströsen Furunkel“ (O-Ton Prinz Charles) aus den Stadtbildern zu entfernen.

Im Seminar werden wir uns damit befassen, welche architekturhistorischen Theorien und gesellschaftlichen Visionen hinter dem Begriff Brutalismus stehen und was dieses Wissen für unseren heutigen Umgang mit „unbequemen“ Bauten bedeuten kann. Insbesondere werden wir der Frage nachgehen, wie die Aufnahme und Inszenierung brutalistischer Bauten in Filmen wie „A Clockwork Orange“ (1971), eine negative Konnotation mitgeprägt haben. Auch neuere Filme wie „High Rise“ (2015), als Verfilmung eines dystopischen Romans aus den 1970er Jahren, und „Stranger than Fiction“ (2006), als mögliches Beispiel einer anderen Inszenierung brutalistischer Architektur im Film, werden mit einbezogen.  

In der ersten Sitzung werden wir einige Kompakttermine absprechen, die uns zu brutalistischen Bauten in der Region führen sollen, um filmische Inszenierung mit realer Objekteerfahrung abgleichen zu können.

Gleichzeitig muss das Seminar „Stranger than Fiction“ von Maik Ronz im
künstlerischen Arbeiten belegt werden, in dem das formale Potential des
Brutalismus untersucht wird (Sie erhalten je eine Unterschrift für KG und
eine für KA; gilt nicht für Master KuK).

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Vertiefung 1,2,3/Kunst und Raum

Stadt Bauten Ruhr - Bildungsbauten

Seminarnummer: 160225

Dozentin: Dr. Christin Ruppio

Di, 14–16 Uhr in Raum 4.234 sowie Kompakttermine (werden in der ersten Sitzung abgesprochen)

Beginn: Di, 26.10.21, 14 Uhr, Raum 4.234

LABG 2009 (2016): KW2_2, KW2a_2, KW2b_2, KW3_1–KW3_3 , KW3a_1 –KW3a_3, KW3b_1-KW3b_3; KG7.1, KG7E.1, KG8, KG9.1

2 SWS

Wir nehmen das 60. Jubiläum des Baus des EF50-Gebäudes zum Anlass, uns mit Bildungsbauten im Ruhrgebiet zu befassen. Die Bestände des Baukunstarchiv NRW in Dortmund dienen uns dabei als Ausgangspunkte, um die architekturhistorischen und gesellschaftsbestimmenden Diskurse zu erschließen, die den Bau von Orten der Bildung in der Nachkriegszeit bestimmten. Neben den großen Ruhruniversitäten werden uns auch Bibliotheken, Volkshochschulen und Bürgerhäuser beschäftigen.

Die Erschließung des Archivs als aktiver Ort gesellschaftlicher Identitätsbildung ist ein Thema mit dem wir uns ebenfalls befassen wollen. Kann die Objekterfahrung und Analyse architektonischer Medien (Pläne, Fotos, Modelle etc.) zu einem erweiterten Verständnis der Region beitragen?

Wir beginnen mit einer Einführung am 26.10. (wenn es die Pandemielage zulässt in Raum 4.234 oder, wenn nötig, via Zoom) und besprechen bei diesem Termin weitere Kompakttermine im Baukunstarchiv NRW.

Teilnahmevoraussetzung: bestandene Modulprüfung KG1 bzw. KG2 bzw. KW1 bzw. KW1a bzw. KW1b der LABG 2009. Bitte melden Sie sich über das LSF an.

 

 

 

Sehen und Beschreiben/Kunst und Raum

„KinderUni“ – Schätze und Geschichten aus dem Mittelalter

Seminarnummer: 160226

Dozentin: Judith Klein M.A.

Do, 14–16 Uhr in Raum 4.234 und vier KinderUni-Termine vor Ort (Daten folgen)

Beginn: Do, 21.10.21, 14 Uhr

LABG 2009 (2016): KW1_2, KW1b_1, KW2_2, KW2a_2, KW2b_2 ; KG1.2, KG2.2, KG1E.1, KG1E.2

2 SWS

KinderUni „Dortmund entdecken“

Mittelalter und Industrialisierung – auf Spurensuche in Huckarde

Sehen und Beschreiben: KinderUni goes digital!

Im Wintersemester 2021/2022 werden wir gemeinsam das bewährte Format KinderUni in das Medium Film übersetzen. Im Fokus steht dabei St. Urbanus in Dortmund Huckarde. Es gilt das Gebäude, seine Geschichte und seine Ausstattung kennen zu lernen und seine Bedeutung für die Stadt Dortmund und ihre Aussagekraft als Kulturerbe zu verstehen, um diese Themen überzeugend an Kinder im Grundschulalter vermitteln zu können. Im Seminar bereiten wir die Videos für die Veranstaltungsreihe vor und produzieren sie gemeinsam.

Welche Geschichten können Bauten und Kunstwerke aus dem Mittelalter noch heute erzählen? Diese Frage wird uns stetig beschäftigen und unsere Aufgabe wird es sein, diese Geschichten in kurzen Videos spannend zu erzählen. 

In der Reihe „Dortmund entdecken“ gibt es bereits einen Film in der digitalen KinderUni: „Biblisches Alter. Die Gemälde des Conrad von Soest in der Marienkirche“. 

 

Weitere Informationen zur KinderUni der TU Dortmund:

https://kunst.kmst.tu-dortmund.de/forschung-und-lehre/kunstgeschichte-und-bildwissenschaft/projekte/schaetze-und-geschichten-aus-dem-mittelalter/

 

https://www.tu-dortmund.de/landingpages/kinderuni/

 

Bitte melden Sie sich über das LSF an.

 

 

 

Vertiefung 1,2,3

Meeresbilder. Das Meer aus Sicht der Kunstgeschichte und Bildwissenschaft

Seminarnummer: 160227

Dozent: Dr. Pablo Schneider

Do, 16–18 Uhr in Raum 4.234

Beginn: Do, 21.10.21, 14 Uhr

LABG 2009 (2016): KW3_1, KW3a_1, KW3b_1, KG7.1, KG7E.1, KG8, KG9.1

2 SWS

Der Philosoph Hans Blumenberg eröffnete sein Werk Schiffbruch mit Zuschauer, erschienen 1979, mit der Beobachtung, dass der Mensch seine Existenz in einer spannungsvollen Gegenüberstellung von Meer und Land zu fassen versucht: „Der Mensch führt sein Leben und errichtet seine Institutionen auf dem festen Lande. Die Bewegung seines Daseins im Ganzen jedoch sucht er bevorzugt unter der Metaphorik der gewagten Seefahrt zu begreifen.“ Land und Meer, Mensch und See bilden eine jener spannungsvollen Konstellationen aus, in denen sich individuelle sowie kollektive Existenzen spiegeln, beschreiben oder erfahren sollen. Der Geschichte dieser Motivwelt wird sich das Seminar widmen.

Das Meer ist nicht nur ein Naturraum von besonderer Spezifik, es ist auch eine Lebenswelt, die Bilder generiert: äußerlich als reale Werke der Kunst und innerlich in der Form von Stimmungen oder Denkbildern. Die Motivwelten des Meeres fanden Eingang in nahezu alle Betrachtungsweisen der Kunst sowie Bildproduktion: Religion, Mythologie, Naturwissenschaft, Politische Ikonographie, Werbung, Daseinsmetaphern oder visuelle Weltdeutung. Hierbei kann eine eindrückliche Pendelbewegung beobachtet und beschrieben werden. Während beispielsweise die Motive aus christlicher Religion und Mythologie tendenziell eine inhaltliche Distanz zum Betrachter generierten, war dies in naturnahen Darstellungen nicht der Fall. So konnte die bewegte See, oder der Blick aufs Meer eine enorme Bandbreite an Stimmungen und Vor-Ahnungen in die individuellen Seh- und Denkweisen einbringen. Diese Eigenheit ist nicht nur dem Motiv des Meers eingeschrieben, führt hier aber zu besonders interessanten Bildfindungen innerhalb der Kunst- und Bildgeschichte.

Das Seminar wird anhand spezifischer Motive die visuelle Geschichte des Meeres vom Spätmittelalter bis in unsere Tage beschreiben. So werden beispielsweise Werke von Leonardo da Vinci, Jacob van Ruisdael, Caspar David Friedrich, William Turner, Anton Melbye, Théodore Géricault, Winslow Homer, Gerhard Richter, Rineke Dijkstra oder Ai Weiwei gemeinsam beschrieben und diskutiert. Gemeinsam ist den Werken, das diese unter spezifischen Gesichtspunkten die visuelle Verständnisgeschichte des Meeres beschreiben und hier jeweils für spezifische Themenkomplexe stehen. Das der Mensch versucht, in diesen sich und die Welt zu deuten, ist ein überaus spannungsvoller Aspekt der visuellen Deutungsgeschichte des Meeres.

Teilnahmevoraussetzung: bestandene Modulprüfung KG1 bzw. KG2 bzw. KW1 bzw. KW1a bzw. KW1b der LABG 2009. Bitte melden Sie sich über das LSF an.

 

 

 

Methoden der Kunstgeschichte/Kunst und Raum

Bauforschung – Baubeschreibung

Seminarnummer: 160228

Dozentin: Dr. Silke Haps

Mo, 16–18 Uhr; Das Seminar findet digital statt!

Beginn: Mo, 08.11.21

LABG 2009 (2016): KW2_1, KW2a_1, KW2b_1;  KW2_2, KW2a_2, KW2b_2, KG4.1, KG4E.1, KG5.1

2 SWS

Bauforschung bedeutet die wissenschaftliche Erforschung von baulichen Anlagen und ihre Betrachtung als Quellenmaterial. In der Übertragung aus der Deutung anderer, vor allem schriftlicher Quellen, kann sie mit dem »Lesen« sämtlicher baulicher Überreste in ihrem Zusammenhang umschrieben werden. Eine Auswertung der schriftlichen und bildlichen Überlieferung, sofern diese vorhanden ist, ergänzt hierbei die Untersuchung. Bauforschung – auch »historische« oder je nach Kontext »archäologische Bauforschung« genannt – ist eng verknüpft mit der Bau-/Architekturgeschichte: Diese sind Teilgebiete der Kunstgeschichte (und Archäologie) und seit dem 19. Jahrhundert auch ei­gen­stän­dige Fachgebiete in der Architektenausbildung an den neu gegründeten Technischen Hochschulen, den Vorläufern der Technischen Universitäten, in Deutschland. Bauforschung als Teil der Baugeschichte mit den dort etablierten Methoden der Analyse und Beschreibung, die sich wiederum mit der Un­ter­su­chung der historischen Bauten selbst als Quellen befasst, kann hierbei als »historische Wis­sen­schaft mit Methoden des Architekten« bezeichnet wer­den. In der Regel findet sie in interdisziplinärem Austausch statt.

In diesem Seminar setzen wir uns mit Methoden der Annäherung an Bauten auseinander, dem Erkennen, Verstehen und Vermitteln. Wie nähern wir uns einem Bauwerk? Was sehen wir? Welche Methoden stehen uns bei der Analyse zur Verfügung? Wie können wir das Gesehene in Worte fassen?

Teilnahmevoraussetzung: bestandene Modulprüfung KG1 bzw. KG2 bzw. KW1 bzw. KW1a bzw. KW1b der LABG 2009. Bitte melden Sie sich über das LSF an.

 

 

 

Vertiefung 1,2,3 / Projekt 1 / Projekt 2

„K20. Denkwerkstatt Museum“

Seminarnummer: 160229

Dozent: Dr. Niklas Gliesmann

Fr., 12-14 Uhr, EF50, Raum 4.234

Beginn: 22.10.2021, 10-12 Uhr

Drei Vorbereitungs-Kompakt-Termine freitags vor Ort in Düsseldorf,

je 11:00 – 16:30 Uhr; Termine werden zum Seminarstart bekannt gegeben

und zwei oder drei Vermittlungs-Kompakt-Termine mit Publikum freitags vor Ort in Düsseldorf

je 9:30 – 13:30 Uhr; Termine werden zum Seminarstart bekannt gegeben

Zum Seminar gehört die Veranstaltung „Die Denkwerkstatt planen“ (Fr. 10-12 Uhr, weitere 2 SWS), in dem die Inhalte der Vermittlung und der erweiterte Kontext des Museums als Institution und gesellschaftliches Forum mit ausreichend Zeit erarbeitet werden. Zur Teilnahme belegen Sie bitte beide Veranstaltungen.

LABG 2009 (2016): KW3.1-3.3, KW3a, KW3b.1-KW3b.3;

Master KuK: KW1.3, KW3.3 (bzw. K1.3, K3.3)

2 SWS

Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf ist zu Recht als „heimliche Nationalgalerie" bezeichnet worden. Nicht nur wurden in dieser Sammlung nach dem Zweiten Weltkrieg hochrangige Werke der Moderne zusammengetragen, sie ist vielmehr einer der bedeutendsten Orte in Deutschland, wo die internationale Kunst der Moderne überhaupt öffentlich präsentiert wird. Zugleich hat das Museum seine Sammlungstätigkeit auf diesem hohen Niveau bis in die Gegenwart fortsetzen können. Es kommt daher einer Verpflichtung gleich, Schülerinnen und Schülern – zumindest in NRW – diese Sammlung vorzustellen und ihnen Teilhabe an diesen kulturellen Schätzen zu ermöglichen.  Die Denkwerkstatt Museum ist ein Vermittlungsprojekt, das Studierende der TU Dortmund und Gymnasiastinnen und Gymnasiasten in der Sammlung der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen als Verhandlungsort über Kunst, kulturelle Erinnerung und Gegenwart zusammenführt. Sie eröffnet einen Raum, den drei Institutionen gemeinsam gestalten: die Universität, die Schule und das Museum. Alle drei sind einander Gastgeber, alle drei nehmen einander in die Pflicht. Die Studierenden werden zu Bilderbotschafterinnen und Bilderbotschaftern und die Schülerinnen und Schüler werden zu Dialogpartnern in der Befragung der Kunst des 20. Jahrhunderts.

Um die Inhalte der Vermittlung mit ausreichend Zeit erarbeiten und erproben zu können, belegen Sie bitte auch die Veranstaltung „Die Denkwerkstatt planen“ (Fr. 10-12 Uhr, weitere 2 SWS). Die montags gemeinsam erarbeiteten Themen werden in dieser Veranstaltung freitags mit den Originalen vor Ort ausprobiert, erfolgversprechende Methoden der Objektpräsentation abgewogen und das Museum als Ort und die Ausstellungshängung als Medium kennengelernt, um alles später unter realen Vermittlungsbedingungen im oben genannten Kontext zu präsentieren.

Teilnahmevoraussetzung: bestandene Modulprüfung KG1 bzw. KG2 bzw. KW1 bzw. KW1a bzw. KW1b der LABG 2009.

 

 

 

Vertiefung 1,2,3 / Materialrecherche und Forschungskontexte / Kunstdidaktisches Projektseminar 1 / Kulturelles Erbe / Kunstdidaktisches Projektseminar 2

 „Die Denkwerkstatt planen“

Seminarnummer: 160230

Dozent: Dr. Niklas Gliesmann

Fr., 10-12 Uhr, EF50, Raum 4.234

Beginn: 22.10.2021, 10-12 Uhr

Zum Seminar gehört die praktische Projekt-Veranstaltung „K20. Denkwerkstatt Museum“ (Kompakttermine freitags, weitere 2 SWS), in dem vor Ort die hier entwickelte Vermittlung umgesetzt wird. Zur Teilnahme belegen Sie bitte beide Veranstaltungen.

LABG 2009 (2016): KW3.1-3.3, KW3a, KW3b.1-KW3b.3;

Master KuK: KW1.1, KW1.2; KW3.1, KW 3.2 (bzw. K1.1, K1.2; K3.1. K3.2)

2 SWS (bzw. KuK 1+1 SWS)

Das Seminar dient der inhaltlichen Vorbereitung des Projekts „K20. Denkwerkstatt Museum“ in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, siehe oben.

Das Seminar wird die von den Bilderbotschafterinnen und Bilderbotschaftern vorzubereitenden Kunstwerke aus der ständigen Sammlung in Düsseldorf in einen weiten Kontext setzen. Gesellschaftliche Bedingungen ihrer Entstehung, der kunsthistorische Blick auf das 20. Jahrhundert, die Bezüge zu Kunsttheorien, zum Bildungsbegriff, zu Konzepten künstlerischer Arbeit und die Strukturen von Aneignungsprozessen, markante Zeitereignisse, die Aktualität ihrer Themen und Provenienz bis heute und eigenes Perspektivbewusstsein der Bilderbotschafterinnen und Bilderbotschafter sollen zur Sprache kommen. Dieser Kontext wird gemeinsam als Fundus für Vermittlungsthemen im Projekt genutzt und Vermittlungskonzepte zur Umsetzung eines „kunsthistorischen Erzählens im Museum“ daraus entwickelt.

Teilnahmevoraussetzung: bestandene Modulprüfung KG1 bzw. KG2 bzw. KW1 bzw. KW1a bzw. KW1b der LABG 2009.

 

 

 

Vertiefung 1,2,3/Kulturelles Gedächtnis und Methoden der Kunstgeschichte

Die Ordnung der Dinge: die Ausstellung als Medium

Seminarnummer: 160231

Kompaktseminar

Dozent: Dr. Kurt Wettengl

Beginn: Fr, 22.10., 14-17 Uhr, Raum 4.234

Weitere Termine: Do., 10.2.2022 und Fr, 11.2.2022, jeweils 10-17 Uhr

sowie

Zoom-Meetings an Montagen 14-16 Uhr (genaue Termine werden noch besprochen)

LABG 2009 (2016): KW3_1, KW3a_1, KW3b_1; KG7.1, KG7E.1, KG8, KG9.1

2 SWS

Die Geschichte und Typologie des Ausstellungswesens bis in unsere Gegenwart, die Wandlungen in der Gestaltung der Räume und der Präsentationsformen von Kunstwerken und Objekten, die Rolle der Kurator*innen und Vermittlungsformen sind unsere Themen. Hierzu werden verschiedene Kunstinstitutionen als Beispiele dienen. Bezogen auf Dortmund sollen am Beispiel des Museums Ostwall im Dortmunder U und im Museum für Kunst und Kulturgeschichte die Sammlungspräsentationen unter dem Aspekt ihrer Konzepte, Gestaltungen und Vermittlungsformen analysiert werden. Auch die kuratorischen Konzepte des Dortmunder Kunstvereins und des Künstlerhauses werden einbezogen.

Neben Referaten und Führungen (vor Ort, sofern es die Pandemie im Februar 2022 zulässt), bietet das Seminar auch die Möglichkeit der Konzeption einer kleinen Ausstellung als Übung.

Folgendes ist im Seminar zu erbringen:

1. Wahl eines Objekts (Malerei, Skulptur, Grafik, Design, Alltagsgegenstand etc.) aus der Präsentation des Museums Ostwall im Dortmunder U oder des Museums für Kunst und Kulturgeschichte.

2. Beschreibung des Exponats.

3. Recherche zur Literatur zu dem Objekt.

3. Beschreibung des Kontexts, in dem das Exponat ausgestellt ist:  Abteilung, thematischer Zusammenhang etc.

4. Beschreibung der Art der Präsentation (z. B. Aussehen der Vitrine, Beleuchtung, Form der dazugehörigen Beschriftungen etc.).

5. Recherche der konservatorischen Bedingungen, unter denen das Objekt idealer Weise ausgestellt werden sollte.

Kontakt für Fragen: kurt.wettengl@tu-dortmund.de

Teilnahmevoraussetzung: bestandene Modulprüfung KG1 bzw. KG2 bzw. KW1 bzw. KW1a bzw. KW1b der LABG 2009.

Bitte melden Sie sich über das LSF an.

 

 

 

Ansichtssache – Wie Kunstwerke betrachtet werden wollen

Seminarnummer: 160232

Kompaktseminar

Dozentin: Annika Schank M.A.

Beginn: Mittwoch, 27.10., 8.30-10 Uhr via Zoom Blocktermin im Museum Folkwang

Samstag, 30.10., 10-14 Uhr

Samstag, 13.11., 10-16 Uhr

Samstag, 27.11., 10-16 Uhr

Samstag, 11.12., 10-16 Uhr

Samstag, 15.1., 10-16 Uhr

LABG 2009 (2016): KW3_1 , KW3a_1, KW3b_1, KG7.1, KG7E.1, KG8, KG9.1

Ansichtssachen – Wie Kunstwerke betrachtet werden wollen

„Wer ist dieser Betrachter? Manchmal Beschauer, Zuschauer, Besucher genannt. Er hat kein Gesicht, er hat zu allermeist nur einen Rücken. Er beugt sich vor und schaut genau hin und verhält sich etwas ungeschickt. Seine Haltung ist fragend, seine Verwirrung diskret. Er – und ich glaube, er ist mehr männlichen als weiblichen Geschlechts – trat zusammen mit der Moderne auf.“

So beschreibt der Künstler und Theoretiker Brian O'Doherty in seinem Essay Inside the White Cube eine typische Rezeptionshaltung in Kunstausstellungen. Seit den 1960er Jahren beziehen zahlreiche Kunstwerke die Betrachtenden explizit in interaktive Situationen mit ein. Im Seminar betrachten wir in Video-Dokumentationen und vor Originalen ausgewählte Beispiele der Installation und Aktionskunst. Doch die Frage nach den Rezipient:innen ist nicht erst relevant, seit Performances und Happenings die Grenzen zwischen Künstler:in, Werk und Betrachter:in überschreiten. Darum nehmen wir auch ältere Werke in den Blick: Am Beispiel illusionistischer Renaissancemalerei und effektvoller Barockskulpturen besprechen wir, wie Künstler:innen früherer Jahrhunderte das Sehen aktiviert und mit den Betrachter:innen kommuniziert haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lehrangebot Sommersemester 2020

Prof. Dr. Barbara Welzel

Kunstgeschichtl. Colloquium/ Beratungskolloquium
„Kunsthistorisches Kolloquium“

Seminarnummer: 160234
Termine und Raum werden noch bekannt gegeben
[KG11.3; KW4_2, KW4b_2; KuK KWP4]
1 SWS

Am Ende des Studiums noch einmal Rückschau nehmen und Perspektiven entwickeln – das ist eine der wichtigsten Funktionen des Kunstgeschichtlichen Kolloquiums. Es bietet Raum, Fragen an das Fach zu klären, gemeinsam aktuelle Fragen zu diskutieren etc.

 

Kunst und Raum/ Kunstgeschichtliche Vertiefung/Kunstgeschichte und Bildwissenschaft
Stadtspäher

Seminarnummer: 160208
Blockveranstaltungen: Ortstermine
Beginn und Einführung: Freitag, 24.04., 10-14 Uhr, Hochschuletage Dortmunder U
Weitere Termine: 7.5./15.5./22.5./3.7.
[KW2_2, KW2a_2, KW2b_2; KW3_1 - KW3_3, KW3a, KW3b_1 - KW3b_3; KW4a, KW4b]
2 SWS

Das Seminar wird das Konzept der „Stadtspäher“ vorstellen: Was sind „Stadtspäher“, welche Themen bearbeiten sie mit welchen Methoden, welche Orte suchen sie warum auf?

  • Freitag 8.5.2020, ab 15 Uhr: der Landschaftspark an Schloss Bodelschwingh
  • Freitag 15.5.2020: 10-18 Uhr: Ressource Mittelalter Ruhr. Essen, in den Räumen der Volkshochschule
  • Freitag 22.5.2020, 14-18 Uhr: Niederländische Landschaften 1400-1600. Ort: Stadtkirche St. Petri. In Kooperation mit dem Festival „Klangvokal“
  • Freitag, 3.7., 10-14 Uhr: Hochschuletage im Dortmunder U

Prof. Dr. Ingrid Scheurmann

Einführung in die Denkmalpädagogik/ Denkmalpädagogische Methoden und Formen der Kunstvermittlung
Denkmalpflege und Nachhaltigkeit
Zum historischen und aktuellen Umgang mit Bau- und Naturdenkmälern und was sie eigentlich dazu macht


Seminarnummer: 160232
Blockveranstaltung: 16./17. April, 14./15. Mai, 25./26. Juni, am Donnerstag von 14-18 Uhr, am Freitag von 10-14 Uhr, Fakultätssitzungssaal, GBII, EG, Campus Süd
[KuK KW2.1; KuK KW2.2]
2 SWS

Unter dem Motto „Rettung von Geschichte durch Renitenz gegen den Verbrauch“ (Wilfried Lipp 1996) untersucht das Seminar das Aufkommen und die Entwicklung von Erhaltensvorstellungen im Bereich von Denkmal-, Heimat- und Naturschutz während der Industrialisierung und Modernisierung der westeuropäischen Gesellschaften. Dabei ging die Kritik am Verbrauch des Historischen im 19. Jahrhundert einher mit der Erforschung, Inventarisierung und wachsende Kenntnis des für erhaltenswürdig Erachteten. Das trug maßgeblich zur Verwissenschaftlichung und Spezialisierung der Belange sowie zur Einrichtung staatlicher Schutzbehörden bei. In Preußen etwa standen Naturdenkmäler eher unter staatlichem Schutz als Baudenkmale.
Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Nachhaltigkeitsdebatte sollen historische und aktuelle Erhaltenskonzepte auf die ihnen zugrundeliegenden Wertvorstellungen diskutiert und Überlegungen zu einer integrierten „Ressourcenschonung“ angestellt werden. Dazu werden historische und aktuelle Beispiele herangezogen, die im Zentrum von Diskussionen standen oder immer noch stehen. Ziel ist es, gemeinsam Ideen für eine nachhaltige Bau- und Naturdenkmalpflege zu entwickeln und exemplarisch zu erproben.
Das Seminar richtet sich an Studentinnen und Studenten, die an der Diskussion denkmalpflegerischer und kunsthistorischer Grundsatzfragen sowie an der Entwicklung von Ideen und Konzepten für eine zukunftsfähige Erhaltung interessiert sind.

Literatur zum Einstieg:
- Tilmann Breuer: Denkmallandschaft. Ein Grenzbegriff und seine Grenzen, in: Österreichische Zeitschrift für Kunst und Denkmalpflege 1983, XXXVII. Jg., S. 75-82.
- Birgit Franz; Achim Hubel (Hg.): Historische Kulturlandschaft und Denkmalpflege. Definition – Abgrenzung – Bewertung – Elemente – Umgang (= Jahrestagung des Arbeitskreises Theorie und Lehre der Denkmalpflege 2008), Bamberg 2009.
- Uta Hassler (Hg.): Langfriststabilität. Beiträge zur langfristigen Dynamik der gebauten Umwelt, Zürich 2011.
- Hans Jonas: Das Prinzip Verantwortung. Versuch einer Ethik für die technologische Zivilisation, Frankfurt am Main 1979.
- Wilfried Lipp: Natur – Geschichte- Gesellschaft. Zur Entstehung des Denkmalbewusstseins der bürgerlichen Gesellschaft, Frankfurt/New York1987
- Hans-Rudolf Meier; Marion Wohlleben (Hg.): Denkmalpflege und Nachhaltigkeit. Beiträge zu einer Kultur der Umsicht., Zürich 2002.
- Hans-Rudolf Meier; Ingrid Scheurmann; Wolfgang Sonne (Hg.): Werte. Begründungen der Denkmalpflege in Geschichte und Gegenwart, Berlin 2013.
- Hartwig Schmidt (Hg.): Das Konzept Reparatur. Ideal und Wirklichkeit, München 2000.

Jun.-Prof. Dr. Henrike Haug

Vertiefung I-III/ Kunstgeschichte und Bildwissenschaft
Zwischen deutscher Geschichte und Arbeitskampf: Die Düsseldorfer Malerschule im 19. Jahrhundert

Seminarnummer: 160225
Mi, 10-12 Uhr, EF 50 R. 4.234
Beginn und Einführung: Mittwoch, 22.04.2020, EF 50 R.4.234
[KW3_1, KW3a_1, KW3b_1; KG10.1, KG11.1, KG13.1; KW4_1, KW4a_1, KW4b_1;]
2 SWS

Das Seminar wendet sich dem Phänomen der „Düsseldorfer Malerschule“ zwischen 1819 und 1918 zu: Gefragt wird erstens nach der Organisation und den besonderen Formen der „Königlich-Preußischen Kunstakademie“ in Düsseldorf, wurden an dieser Institution doch eine Vielzahl von Künstlern durch neuartige pädagogische Ansätze ausgebildet. Zweitens werden einzelne Protagonisten – Lehrer und Schüler – in ihren Karrierewegen und künstlerischen Positionen vorgestellt, sowie das Motiv der künstlerischen Kooperation als Ausdruck einer veränderten Kunstauffassung diskutiert. Drittens sollen die beiden leitenden Gattungen der Düsseldorfer Malerschule, das Historiengemälde und das Genrebild, in ihren Formen und Aufgaben für das 19. Jahrhundert als der Epoche der Industrialisierung, des beginnenden Arbeitskampfes und der nationalen Einung analysiert werden.

Einführende Literatur:
- Holtei, Christa: Die Düsseldorfer Malerschule. Kunst – Geschichte – Leben, Düsseldorf: Droste, 2017.
- Die Düsseldorfer Malerschule und ihre internationale Ausstrahlung 1819-1918, (= Ausst. Kat. Düsseldorf, Museum Kunstpalast, 2011/2012), hrsg. Bettina Baumgärtel, Petersberg: Imhof, 2011.
 

Exkursion
Kunst / Raum / Stadt: Berlin

Seminarnummer: 160226
Exkursion: 5.09-12.09.20
Beginn und Einführung: Mittwoch 22.04. + 20.05., 12-14 Uhr, Raum wird noch bekannt gegeben
[KW2.3, KW2b.3]
2 SWS

Ziel der Exkursion ist es, die Stadt Berlin ausgehend von den Museen und Sammlungen als vielschichtigen und historisch gewachsenen Kunst-Raum kennenzulernen. Dazu wollen wir die Geschichte der einzelnen Institutionen erkunden und die verschiedenen Formen der musealen Sammlungen vorstellen und diskutieren. Besucht werden das Kunstgewerbemuseum, das Bode-Museum, das Deutsche Historische Museum, die Gemäldegalerie, das Alte Museum, das Pergamonmuseum, das Märkische Museum, das Museum Europäischer Kulturen, der Hamburger Bahnhof, die Alte Nationalgalerie, die Neue Nationalgalerie, das Museum für Fotografie und das Museum Berggruen. Anhand der unterschiedlichen Gründungsintentionen und der sich wandelnden Bestände der Häuser soll eine Geschichte der Institution Museum erkennbar werden; zugleich wollen wir die verschiedenen Vermittlungsansätze diskutieren und dabei die Aufgaben von Museen immer wieder kritisch hinterfragen.
Die Teilnehmer*innenzahl an der Exkursion ist auf 20 Studierende beschränkt: Bitte bewerben Sie sich für die Teilnahme mit einer kurzen (1-2 Seiten umfassenden) Referatsskizze zu einem möglichen Thema. Einsendeschluss der Bewerbungen ist Mittwoch, der 15. April 2020: als pdf an henrike.haug@tu-dortmund.de

Literatur:
- Hiller von Gaertringen, Katrin und Georg: Eine Geschichte der Berliner Museen in 227 Häusern, Berlin/München: DKV, 2014.

Hon.-Prof. Dr. Kurt Wettengl

Vertiefung I-III
Zeit und Zeitkonzepte in der Kunst der Gegenwart

Seminarnummer: 160238
Blockseminar: Termine werden verschoben und nach Pfingsten bekannt gegeben
[KG7.1, KG7E.1, KG8, KG9.1; KW3_1, KW3a_1, KW3b_1]
2 SWS

Zeit, gesellschaftliche und individuelle Zeitvorstellungen, Zeitkonzepte, Lebenszeit, Zeiterfahrung, Dehnung von Zeitwahrnehmung, Beschleunigung oder Verlangsamung finden ihren Ausdruck in den verschiedensten Künsten der Gegenwart – als Sujet oder in der künstlerischen Form. Eng verbunden damit ist die Dynamik von Erinnern und Vergessen.
Zeit und Zeitkonzepte in der Kunst der Gegenwart stehen im Zentrum der Veranstaltung. Kunstwerke von Marina Abramovic, Kader Attia, Christian Boltanski, On Kawara, Richard Long, Nam June Paik, Sigrid Sigurdsson, Bill Viola, Andy Warhol u. a. werden thematisiert.

Dr. Niklas Gliesmann

Kunst und Raum
Denkmalbotschafter – Schwerter Erinnerungsorte

Seminarnummer: 160210
Freitag 10-12 Uhr, EF50, R 4.234 und in Kompaktterminen vor Ort
Beginn Fr 17.04.20, EF50, R 4.234
Termine vor Ort (vermutlich an Freitagen im Mai und Juni, je 10-13 Uhr und die Präsentation, deren Termin noch bekannt gegeben wird)
2 SWS
LABG 2009 (2016) [KW2.2, KW2a.2, KW2b.2] [KW2.3]

Am Markt in Schwerte stehen die heutige evangelische Kirche St. Viktor und das direkt anschließende Rathaus aus dem späten 16. Jahrhundert. Die beiden Gebäude markieren den Zugang zur denkmalgeschützten Altstadt. St. Viktor beherbergt heraus­ra­gen­de Kunstwerke des späten Mittelalters und zeigt den Status derer, die sie einst gestiftet haben und ihr religiöses Verständnis. Das Alte Rathaus markiert die politische Bedeutung der ehemals wohlhabenden Hansestadt Schwerte an der Ruhr. Beide aber haben nicht nur eine historische und repräsentative Bedeutung, sondern sind in Gebrauch und noch immer zwei der identitätsstiftenden Orte. Die Denkmalbotschafter erkunden diese Erinnerungsorte gemeinsam, recherchieren Themen und Quellen und planen Vermittlungsstrategien, um die Denkmäler in die Gegenwart zu bringen. Sie stellen diese Erkennt­nisse als Denkmalbotschafterinnen und Denkmalbotschafter an einem Präsentationstag (Termin folgt) in Schwerte öffentlich vor.
Die Inhalte werden wir in den Seminarsitzungen und Kompaktterminen vor Ort erarbeiten, beteiligte Kooperationspartner treffen und Vermittlungsweisen erproben.


Vertiefung 1,2,3/ An­ge­wand­te Kunstvermittlung
Eine niederländische Reise

Seminarnummer: 160224
Donnerstag, 10-12 Uhr, EF50 R 4.234
Termine vor Ort: Freitag 22. Mai 2020, 14:30-18:00 Uhr, in St. Petri, Dort­mund-Innenstadt, Workshop; Donnerstag 9.7.20, 15:00 - 18:00 Uhr Abschlusssitzung in St. Viktor in Schwerte zum dortigen Antwerpener Retabel.
Beginn: Do 16.04.20, EF50, R 4.234
2 SWS
LABG 2009 (2016): [KW3.1-3.3, KW3a, KW3b.1-KW3b.3; KuK KW2.3]

Seit Albrechts Dürers Reise nach und Aufenthalt in Antwerpen vom Juli 2020 bis Juli 2021 sind bald 500 Jahre vergangen. Von Dürer selbst ist ein Reisebericht (auch „Das Tagebuch der Niederländischen Reise“ genannt) geschrieben worden. Dieser und viele seiner heute separat erhaltenen zeichnerischen Blätter sind eine Fundgrube von Beobachtungen, biographischen Notizen, Finanzabrechnungen und Ereignissen, die aufgrund der Detailtreue und heute hinzukommender wissenschaftlicher Kommentierung einen „point of presence“ schaffen, der für uns die historische Stadt Antwerpen, Ihre Kunst, Ihr Selbstverständnisses und die Ereignisse dieser Zeit neu in Netzwerke verknüpft. Es scheinen darin vielfältige Beziehungen zu Orten, Themen und Ereignissen in Dürers Lebenswelt auf, die einen Blick in die Kulturgeschichte der Niederlande am Umbruch vom Mittelalter zur nordeuropäischen Renaissance erlauben und auch das Dort­mun­der Goldene Wunder ins kulturgeschichtliche Licht setzen helfen. Denn im Jahr 2021 sind auch 500 Jahre seit Erstellung des Liefervertrags für das größte heute erhaltene Antwerpener Retabel verstrichen.
Was hat Dürer gesehen? Was nimmt er für wich­tig? Was hat er gezeichnet? Wo geht er hin? Und daraus folgend die Frage; wie hat er Stadt – die damals größte Handelsstadt Nordeuropas – wahrgenommen? Wen hat er getroffen? Wie sortiert er die Eindrücke? Was ist zeitlicher Prozess? Was trägt weiter, was sinkt ins Nichtwahrnehmbare? Hat Dürers Reise irgendwo Spuren hinterlassen? Wer war denn noch in dieser Zeit dort und gibt es wei­tere Quellen? Was geschieht, wenn man zusammen aus Dürers Tagebuch liest und die Notizen darin, seine Beobachtungen und Querverweise analysiert und ihre erst heute in unserem wis­sen­schaft­lichen Framing neu auftauchenden Querbezüge entdeckt? Was passiert, wenn darin erkennbare Oberthemen bis in die Gegenwart reichen, wenn
unser Wahrnehmen, unsere Themen und Bezüge vielleicht auf einem 500 Jahre alten Ausgangspunkt gründen und sich damit neue Aussagen und Bilder formulieren lassen?
Dieses Seminar kooperiert mit dem Seminar „Dürer war gestern_Zeichenexkursion nach Antwerpen“ von Herrn Borchers im Arbeitsbereich Künstlerisches Arbeiten/Graphik. Der
kunstgeschichtliche Teil thematisiert die historische Wahrnehmung der Stadt
Antwerpen vor 500 Jahren, während die Zeichenexkursion die heutige Stadt in den Blick nimmt. Beide Seminare sollen von Ihnen belegt werden und erbringen bei erfolgreichem Abschluss sowohl eine Unterschrift in KW, wie auch eine in KA.
Eventuelle Fragen dazu beantworten wir gern im Vorfeld per E-Mail.

Dr. Birgit Franke

Sehen und Beschreiben  
 
Frührenaissance in Florenz und Brügge - entfällt in diesem Semester
 
Seminarnummer: 160222  
 
[KG1.2, KG2.2, KG1E.1, KG1E.2; KW1_2, KW1b_1] 2 SWS 
 
Im Fokus des Seminars stehen Gemälde des 15. Jahrhunderts, die in Florenz und Brügge entstanden sind: Porträts und biblische Historien, Heiligenlegenden und mythologische Themen. Neben den ästhetischen und narrativen Prinzipien werden die historischen Kontexte und Funktionen der Gemälde analysiert, die die künstlerische Gestaltung ebenso mitbedingten wie die Vorgaben der Auftraggeber. Auf der Grundlage der Publikation von Michael Baxandall interessiert zudem das „period eye“, der historische Blick auf Kunstwerke, der auf vielfältige Weise durch das alltägliche Leben, Erfahrungen und Gewohnheiten geprägt war. Die Maler stellten sich weitgehend auf die visuelle Kompetenz ihres Publikums ein. Bestandteil des Seminars ist der Workshop „Niederländische Landschaften“, in dem u.a. nach der Rolle der Landschaftshintergründe in den Gemälden gefragt wird. 
 
Zur Einführung (Anschaffung wird empfohlen!): Michael Baxandall: Die Wirklichkeit der Bilder. Malerei und Erfahrung im Italien der Renaissance. Seit 1977 in zahlreichen Auflagen erschienen.

Dr. Christian Walda

Kunst und Raum

Kuratieren im Museum  
 
Seminarnummer: 160206 
 
wird auf das Wintersemester 2020/21 verschoben
 
 
[KW2_2, KW2a_2, KW2b_2] 2 SWS 
 
Die Aufgaben eines Museums bestehen im Sammeln, Bewahren, Erforschen/Dokumentieren und Ausstellen/Vermitteln von kunsthistorisch, kulturell, historisch, naturwissenschaftlich oder anderweitig für uns Menschen relevanten Objekten und ihren Narrativen. Dieses Seminar hat das Ziel, Museen und ihre Funktionen für die Gesellschaft nahezubringen.  
 
Hierfür nehmen die Studierenden die Arbeitsfelder der Kuratorinnen und Kuratoren in den Blick. Sie stehen im inhaltlichen und organisatorischen Zentrum der Museumsarbeit und sind als Ausgangspunkt gut geeignet, das Museumswesen mit seinen Funktionen für die Gesellschaft kennenzulernen. Sie sind nicht nur in allen vier Aufgabenfeldern eines Museums tätig, sondern müssen diese weitgehend auch verantworten und eigenständig vorantreiben. Nicht selten haben sie überdies die Funktionen von Sammlungs- und Projektleitungen inne. Die kuratorische Tätigkeit beschränkt sich damit nicht auf die rein inhaltliche Arbeit, sondern umfasst – in den letzten Jahren immer stärker – Aufgaben des Projektmanagements und der Verwaltung.    Die Studierenden sollen Einblick in die Arbeitsfelder in einem Museum bekommen und verschiedene Funktionen kennen- und voneinander abgrenzen lernen. Der Schwerpunkt ist das kultur- und kunstgeschichtlich ausgerichtete Museum, die behandelten Felder lassen sich aber problemlos auf alle Museumsformen übertragen. Bezugspunkt ist das Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund. An diesem Ort werden an konkreten Beispielen die behandelten Aspekte der kuratorischen Aufgaben mit der Praxis abgeglichen und umgekehrt die vorgefundene museale Praxis unter Maßgabe der erarbeiteten Aufgabenfelder kritisch beleuchtet werden.

Priv.-Doz. Dr. Esther Meier

Methoden der Kunstgeschichte/ Kult. Gedächtnis und Methoden der Kunstgeschichte 
 
Aus zweiter Hand.  Aspekte der Veränderungen von Objekten und Räumen  
 
Seminarnummer: 160229 Mi, 14:00–16:00 Uhr, EF50, R.4234 Beginn und Einführung: Mittwoch, 15.04.2020, EF 50 R. 4234 
 
[KG4.1, KG4E.1, KG5.1; KW2_1, KW2a_1. KW2b_1; KW_5.1; KuK KWP2; KuK KdM P2; KuK KdT P2, KuK Musikw. P2] 
 
2 SWS 
 
Kein Kunstwerk und Objekt der Vergangenheit blieb so bewahrt, wie es einst geschaffen wurde. Diese Binsenweisheit birgt eine Fülle von komplexen Fragestellungen.  Es gilt, die materielle Veränderung zu erkennen und zu benennen, doch nicht mit dem alleinigen Zielt, den ursprünglichen Zustand aus den späteren Veränderungen herauszuschälen. Vielmehr sind spätere Eingriffe mitunter dem ersten Schaffensprozess vergleichbar, da auch dadurch ein Objekt entsteht, das den momentanen Bedürfnissen, den gegenwärtigen Umständen und kulturellen Gegebenheiten entspricht. Deshalb sind der Anlass der Veränderung und die dadurch entstehende neue Aussage in einer eingehenden Analyse herauszuarbeiten. Die Veranstaltung will exemplarisch Werke mit je unterschiedlichen Veränderungen betrachten. Darunter solche, die vom Künstler selbst in einem zweiten Arbeitsschritt, andere, die zu einer späteren Zeit von anderer Hand vorgenommen wurden. Dabei werden auch prominente Beispiele im Mittelpunkt stehen, die die Kunstgeschichte geprägt haben.

Priv.-Doz. Dr. Katharina Christa Schüppel

Vertiefung I-III 
 
Farbe, Licht, Fragmente: Spätantike und mittelalterliche Mosaiken  in Rom und Süditalien  - entfällt in diesem Semester
 
Seminarnummer: 160232  
 
[KG7.1, KG7E.1, KG8, KG9.1; KW3_1, KW3a_1, KW3b_1] 2 SWS 
 
Aus unzähligen kleinen tesserae – Mosaiksteinchen – aufgebaut erzählen die Mosaiken der Spätantike und des Mittelalters in Rom und Süditalien komplexe Geschichten. Sie verhandeln Konzepte von Spiritualität, entwerfen Geschichtsbilder und repräsentieren lokale politische Gemeinschaften. Aufgrund ihrer Materialität reagieren Mosaiken in besonderer Weise mit ihrer Umgebung, vor allem mit Licht – weshalb wir im Seminar aktuelle Konzepte des „multisensorischen Kirchenraums“ diskutieren werden. Gegenstand des Seminars sind  (in Auswahl) die Mosaikausstattungen der großen römischen Basiliken (Santa Maria Maggiore, Santa Pudenziana, Santa Prassede), das spätantike Baptisterium in Neapel, das Mausoleum der Costanza in Rom, die Mosaiken des Normannenpalasts in Palermo und des Domes in Monreale, das Aufeinandertreffen von westlichen und byzantinischen Modellen in Santa Maria dell’Ammiraglio in Palermo, und auch die großen mittelalterlichen Bodenmosaiken wie das Mosaik der Kathedrale in Otranto. 
 
Das Seminar findet als Blockseminar statt. Am 24.04.20 gibt es eine Vorbereitungssitzung, in der auch die Themen vergeben werden.

Christopher Kreutchen M.Ed.

Vertiefung I-III 
 
»PRACHTRESERVATE« – Gartendenkmale als Landmarken historischer wie »politischer Landschaft«. 
 
Seminarnummer: 160228 
 
Block: 30. April.; 28. Mai.; 25. Juni.; 02. Juli. je 10 – 12 Uhr, EF 50 R.4.234 
 
4 Tagesexkursionen:
Fr. 08. Mai Studientag in Schloss Bodelschwingh, Dortmund
Sa. 30. Mai Schloss Benrath, Düsseldorf
So. 28. Juni Bergpark Wilhelmshöhe, Kassel
Sa. 04. Juli Landschaftspark Duisburg Nord 
 
[KG7.1, KG7E.1, KG8, KG9.1; KW3_1, KW3a_1, KW3b] 
 
2 SWS 
 
Bezeichnet der Kunsthistoriker Martin Warnke Gärten als »Prachtreservate«, so charakterisiert er sie im gewissen Sinne als Schutzräume; als Schutzräume repräsentativer Pracht gegen die Natur wie historischen Gesellschaften. Demnach verlangen Menschen in Gartenräumen der Natur vor der Folie von Konventionen, Netzwerken, Erwartungen und technischen Möglichkeiten eine Aussage ab. Es wird die Hypothese zu prüfen sein, inwiefern derartige Reservate politische Grundfiguren aus Land, Nation und Herrscher in Raumfolgen konservieren bzw. in ihren Raumkonzepten auf eine natürliche wie politische Landschaft reagieren und sich von dieser abheben.  
Im Verlauf des Seminars werden vier unterschiedliche »Prachträume« aufgesucht und ihre inszenierte ›Andersartigkeit‹ zu anderen Natur- wie Gesellschaftsräumen untersucht. Gleichzeitig wird zu fragen sein, inwiefern die Gartendenkmale als Aussageabsichten mit Fernwirkung in der Landschaft und auf Reiserouten installiert wurden. 

Für das Seminar wurde ein Skript mit der zu lesenden Literatur erstellt. Sie erhalten dies ab dem 6. April in der zentralen Vervielfältigungsstelle im Mathetower. Bitte bringen Sie das Skript zur ersten Sitzung mit. 
 
Teilnahmevoraussetzung: bestandene Modulprüfung KG1 bzw. KG2 bzw. KW1 bzw. KW1a bzw. KW1b der LABG 2009.

 

Sehen und Beschreiben/ Angewandte Kunstvermittlung 
 
LANDSCHAFTSGÄRTEN: gesellschaftliche Potenziale unter den Vorzeichen des Klimawandels. 
 

Seminarnummer: 160207 Dienstag, 12 – 14 Uhr, EF 50 R. 4.234 Beginn und Einführung: Dienstag, 21.04.2020, R. 4.234 Zusätzlicher Termin: Do. 07. Mai Studientag in Schloss Bodelschwingh + weitere Vor-Ort-Termine [KG1.2, KG2.2, KG1E.1, KG1E.2; KW1_2, KW1b_1] [KuK KW2.3] 
 
2 SWS 
 
Wird die Entstehung von »englischen« Landschaftsgärten – verkürzt gesprochen – als politisch transformierte Gegenreaktion auf die formbasierten Gärten des Absolutismus beschrieben oder auch der Englische Garten in München als erstes »demokratisches Grün des Kontinents« bezeichnet, so wird das Raumkonzept des Landschaftsgartens mit einer politischen Haltung gleichgesetzt; gesellschaftlicher Wandel übersetzt in Gartenräumen.  
 
Im Zentrum des Seminars steht zum einen der Zusammenhang von Politik und Garten sowie einem historischen »Erziehungswillen« durch derartige Raumkonzepte und zum anderen der Erhalt solch begehbarer Landschaftsbilder als akute gesellschaftliche Herausforderung unter dem Vorzeichen des Klimawandels. Was bedeutet es in Fragen von kultureller Teilhabe ein »demokratisches Grün« für eine heterogene Gesellschaft zu reaktivieren? Welche Herausforderung bzw. welches Potential liegt dabei in der natürlichen Vergänglichkeit solcher Gartendenkmale und wie kann die konkrete Arbeit von zwei Jahrhunderten an dem kulturellen Erbe zum Dialogpartner für zeitgemäße und in die Zukunft gewandte Gesellschaftsdiskurse werden? 
 
Das Seminar ist Teil von DoProfil für inklusionsorientierte Lehrer/-innenbildung und verhandelt Aspekte kultureller Teilhabe im engen Austausch mit der katholischen wie evangelischen Theologie, der Anglistik, Psycholinguistik, Rehabilitationswissenschaften, Philosophie und historischen Bildungsforschung. Ferner wird exemplarisch der Bodelschwingher Landschaftsgarten zusammen mit Musikstudierenden sowie einem Landschaftsmalerei-Seminar erforscht. 
 
Für das Seminar wurde ein Skript mit der zu lesenden Literatur erstellt. Sie erhalten dies ab dem 6. April in der Zentralen Vervielfältigungsstelle im Mathetower. Bitte bringen Sie das Skript zur ersten Sitzung mit.

Christin Ruppio M.A.

Vertiefung I-III 
 
Moderne-Narrative  
 
Seminarnummer: 160230 Di 12-14 Uhr, EF 50 R.4234 Beginn und Einführung: Dienstag, 14.04.20, EF 50 R.4.234 
 
[KG7.1, KG7E.1, KG8, KG9.1; KW3_1, KW3a_1, KW3b_1] 
 
2 SWS 
 
„Die Docks sind ganz enorm; man verliert jeden Maßstab, wenn man […] an den Schiffen entlangeilt, schnurgerade an der wie im Traum immer noch länger werdenden ankernden Schiffreihe. […] Hier wird die Welt ganz phantastisch. Ich habe seit den Schlachthäuser n in Chicago dieses Märchenhafte unserer Welt nicht wieder so konkret gefühlt.“   Harry Graf Kessler, Tagebuch 6. Juni 1901 
 
Kessler – ein bedeutender Chronist des frühen 20. Jahrhunderts – stellt hier die phantastischen Eindrücke heraus, die monumentale Industrieanlagen und urbane Landschaften bei empfindsamen Beobachtern hinterlassen konnten. Einer zeitgleich aufkommenden Angst vor den rasanten wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Veränderungen setzt Kessler eine poetische Fortschrittserzählung entgegen.  Anhand von Werken der Sammlung des Museum Folkwang Essen werden wir nachvollziehen, wie ein ästhetisches Interesse im Spannungsfeld zwischen Maschinenfaszination und Geschwindigkeitstaumel, aber auch Sehnsucht nach Ursprünglichkeit und Einfachheit, die Kunst des frühen 20. Jahrhunderts prägte.  
 
Um die Werke in ihrem kulturhistorischen Kontext zu verstehen, lesen wir gemeinsam folgendes Buch (zur Anschaffung empfohlen!): Philipp Blom: Der taumelnde Kontinent. Europa 1900–1914. München 2011.

 

Vertiefung I-III

Stadt Bauten Ruhr – Kommunale Bauten

Seminarnummer: 160231

Do., 10:15–11:45 Uhr, Baukunstarchiv NRW, Ostwall 7, Dortmund

Einführung und Platzvergabe: Do. 9.4. 10:00 Uhr, EF50, Raum 4.234

Blocktermine: Fr. 8.5. und Fr. 15.5. jeweils 10:00–14:00 Uhr (voraussichtlich in Essen und Schwelm)

Mit diesem Seminar steigen Sie in das fortlaufende Projekt „Stadt Bauten Ruhr – Forschen, Lehren, Teilhaben“ ein. Im interdisziplinären Austausch zwischen TU Dortmund (Kunstgeschichte und Architektur), Baukunstarchiv NRW und Museum Folkwang Essen erforschen wir den Einfluss moderner Architektur auf ein vielfältiges Verständnis des Ruhrgebietes. Der Fokus des Projektes liegt dabei auf moderner Architektur des 20 Jahrhunderts, zu der das Baukunstarchiv NRW einen reichen Bestand originaler Objekte bewahrt. In jedem Semester wird eine signifikante Bauaufgabe in den Fokus rücken. Im Sommersemester 2020 sind es kommunale Bauten.  

Die Erschließung des Archivs als aktiver Ort gesellschaftlicher Identitätsbildung ist ein weiteres Ziel des Projektes. Kann die Objekterfahrung und Analyse architektonischer Medien (z.B. Pläne und Modelle) zu einem erweiterten Verständnis der Region beitragen? Diesen Fragen nähern wir uns in regelmäßigen Sitzungen im Baukunstarchiv NRW (Dortmund) und weiteren vor Ort Terminen in umliegenden Städten.  Auf Basis dieser „Forschung in Echtzeit“ werden Sie gemeinsam mit den Studierenden aus der Architektur einen Beitrag für einen Audioguide erarbeiten, der die Ergebnisse des Projektes einem breiteren Publikum zugänglich machen soll. 

Laura Di Betta M.A.

Kunst und Raum/ Vertiefung I-III 
 
Kunst in der DDR  
 
Seminarnummer: 160220 Di 10-12 Uhr, EF 50 4.234 Beginn und Einführung: Dienstag, 23.04.2020, EF 50 R.4.234 
 
[KW2_2, KW2a_2, KW2b_2; KG7.1, KG7E.1, KG8, KG9.1; KW3_1, KW3a_1, KW3b_1] 
 
2 SWS 
 
Die im Winter 2019/20 im Düsseldorfer Museum Kunstpalast realisierte Ausstellung „Utopie und Untergang“ bietet Anlass, das künstlerische Schaffen in der DDR und seine Rezeption seit dem Mauerfall zum Thema eines Seminars der Kunstgeschichte zu machen.  
Das Seminar möchte sich wissenschaftlich mit dem künstlerischen Erbe aus der DDR-Zeit auseinandersetzen. Untersucht und historisch verortet werden sollen einerseits die Kategorien, mit denen diese Kunstwerke seither beschrieben und bewertet wurden. Andererseits lernen wir die Bandbreite künstlerischer Positionen kennen.

 

Kunst und Raum/ Methoden der Kunstgeschichte 
 
Magdeburg zwischen Romanik und Gegenwart 
 
Seminarnummer: 160209 Beginn und Einführung: Donnerstag, 23.04.2020, EF 50 R.4.234 Weitere Termine: 14.05./18.06., EF 50 R. 4.234; Block, 19.7.-21.7.2020 vor Ort in Magdeburg 
 
[KG4.1, KG4E.1, KG5.1; KW2_1, KW2a_1. KW2b_1] 
 
2 SWS 
 
Magdeburg: Stadt am Hellweg und von Kaiser Otto I., mehrfach zerstört und wieder aufgebaut, sozialistische Modellstadt, heute Landeshauptstadt und Bewerber für den Titel „Kulturhauptstadt 2025“. 
Das Seminar möchte anhand der vielfältigen Bauwerke – vom romanischen Stiftsgebäude über den Magdeburger Dom, Zeugnisse Modernen Bauens bis zum sozialistischen Wohnungsbau – den Umgang mit dem kulturellen Erbe der Stadt beleuchten. Im Zentrum stehen dabei mögliche Vermittlungsansätze, dieses kulturelle Erbe für zukünftige Generationen verfügbar zu machen und zu halten. 
Das Seminar findet zum Teil vor Ort in Magdeburg statt. Für die Dauer vom 19.–21. Juli 2020 sind selbstständig Unterkunft und Fahrt zu organisieren. Die maximale Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen beschränkt.

Kalender

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Universität Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.

Die Einrichtungen der Technischen Universität Dortmund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hochschule im angrenzenden Technologiepark. Genauere Informationen können Sie den Lageplänen entnehmen.